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Originally Posted by Mondgesicht
Aber wie willste das Problem lösen ? Glaubst du ernsthaft, ein Kind wird nichtmehr gemobbt, wenn der Lehrer oder sogar die Schulleitung eingreift ? Da lachen die Mobber nur drüber und machen verstärkt weiter. Gegen Mobbing bist du realtiv machtlos, da hilft meistens nur ein Schulwechsel, ergo wegrennen.
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Was ist an "falscher Erziehung" nicht zu verstehen?
Die Wahrheit kann man keinem einprügeln. Entweder erkennen sie die Menschen selbst oder sie kommt dadurch zum Sieg, dass die Lügner aussterben.
Dasselbe Prinzip lässt sich auf Toleranz übertragen. Intoleranz wird nicht ewig leben. Irgendwann kommt sie ohnehin durch. Ein Gesetz, das die Homo-Ehe absolut gleichstellt, wäre ein Anfang. Wenn man ewig auf diesem Hin- und Her zwischen Schritten in Richtung Toleranz und Angst vor den Konsequenzen bleibt, dann wird man nie weiterkommen. Irgendwann muss man auch mal handeln. Die Homosexuellen können dann immer noch selbst entscheiden, ob sie Kinder wollen. Denn, wie schon vorher erwähnt wurde, es gibt auch Leute, die wollen aus den genannten Gründen selbst keine Kinder, um es ihnen zu ersparen. Auch gibt es sicherlich viele Homosexuelle, die nichtmal an Familienplanung denken.
Aber wenn der Wunsch bei jemandem besteht, dann sollte er nicht durch Diskrimminierung abgeschlagen werden. Bei der Adoption gibt es schon genug Auflagen, die dafür sorgen, dass das Kind in ein vernünftiges Umfeld kommt. Man muss Homosexuelle nicht grundsätzlich ablehnen, vielmehr ist die konkrete Situation zu betrachten. Wie so oft: Ein allgemeines Verbot ist zu kurz gedacht.
Ein Kind im Heim hat sicherlich nicht viel weniger Diskrimminierung und Schwierigkeiten zu erfahren als die Kinder von Homosexuellen.
So löst man schrittweise Intoleranz und nicht anders. Man muss auch mal tatsächlich einen Schritt in diese Richtung gehen und nicht bei den ewiggestrigen Wertvorstellungen bleiben.
Wie gesagt, damit Toleranz realistisch wird, muss erstmal die Verbreitung und öffentliche Akzeptanz der Homosexualität zunehmen. Dann werden Kinder auch Schritt für Schritt nichts unnormales mehr daran sehen und Betroffene genau so wenig (oder eben ab und zu doch) mobben, wie sie z.B. Schwarzhaarige mobben würden. Bis dahin ist es ein weiter weg. Aber wenn man immer und überall grunsätzlich Nein sagt, wird man niemals auch nur ansatzweise diesen Weg beschreiten. Wie wäre es einfach mal, Sachbearbeiter solche Fälle, in denen tatsächlich Kinderwunsch besteht, gründlich zu prüfen? Nein, man will es allgemein gesetzlich verbieten, weil man es nicht schafft, über den eigenen Tellerrand zu blicken und den Kindern ja lieber ein Leben mit der Andersartigkeit ersparen will. Toleranz erreicht man nunmal nicht durch Wegsperren der Andersartigkeit, sondern nur Gewöhnug.