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Originally Posted by Serious Lee
Mich würde interessieren wie du "Charakter" definierst, das du die Fairy Tail Charaktere allesamt als oberflächlich abtust. Jeder Charakter hat seine eigenen Charakterzüge, die am Anfang erst simpel dargestellt werden (Erza Haudrauf, Lucy Jungfrau in Nöten), jedoch wird im Verlauf der Zeit immer mehr über die Charaktere bekannt, die immer wieder sich selbst übertreffen, und wenn sie scheitern sich trotzdem weiterentwickeln.
Oder definierst du Charakter als Screen-Time/Backflashs zu deren Vergangenheit? Dann muss ich dich enttäuschen, eine Folge dauert nur 20 Minuten und da muss auch etwas geschehen.
Ich stimme dir zu, wenn du das Argument auf Juvia beziehst, die sich fast nur durch ihre Affektion zu Gray definiert. Aber auf Lucy oder Erza bezogen kann ich dem leider nicht zustimmen.
Natürlich gibt es viele Side-Charaktere die nicht alle im Fokus stehen können, wodurch man weniger "Charakter" sieht, aber im Gegensatz zu One Piece ist Fairy Taill etwas größer. Bei One Piece sind es 5-10 Leute, die ihre volle Screentime bekommen und immer neue Inseln besuchen, wo man genügend Zeit hat Charaktere plausibel einzuarbeiten. Wenn es bei One Piece um Whitebeards Bande gegangen wäre, würde selbst das OPWiki nicht alle Charaktere bennenen können.
Fairy Tail ähnelt sich da eher Naruto, bei FT ist es die Gilde, bei Naruto das Dorf. Und in dem Dorf können halt nicht alle Charaktere komplett dargestellt werden um alle Facetten des Charakters zur Schau zu stellen.
Du siehst als Story erst Natsus Suche nach Igneel und dann die Antagonie zu Zeref. Ich glaube der Kern der Geschichte ist die Gilde und deren Abenteuer an sich. Schon in der ersten Folge würde es in etwa so formuliert, das es um die Gilde geht aus der viele Legenden stammen und die noch viele Legenden hervorbringen wird. Natsu und Lucy verkörpern den Geist der Gilde als Hauptcharaktere am ehesten.
Und nicht im jeden Kampf geht es um Freundschaft, siehe Brain/Zero, Zancrow, Tartaros. Klar es ist ein oft umrissenes Thema, aber das ist auch teilweise der Sinn des Animes. Du beschwerst dich ja auch nicht bei One Piece, das Luffy für seinen Traum Piratenkönig zu werden kämpft. Es sind beide Shounen und da geht es halt u. a. um Freundschaft.
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Wie definiere ich einen guten Charakter ?
Also zuerst einmal, müssen seine Handlungen nachvollziehbar sein. Anschließend braucht dieser Charakter einen gewissen Hintergrund, damit sein Gesamtbild überhaupt Sinn ergibt und zu guter Letzt, muss er dynamisch sein. Zusätzlich sollte er selber sein Handeln reflektieren. Und er braucht einen Existenzgrund.
Du hast es bereits gesagt: Die schiere Masse an Charakteren in FT ist ein Grund, warum die Charaktere so oberflächlich abgehandelt werden oder zumindest rüberkommen.
Ich habe bis heute nicht sonderlich verstanden, was die Motive (außer Loyalität zur Gilde) sind, die die Charaktere neben Natsu antreiben. Erza hat ihren kleinen Story Arc bekommen (der wohlgemerkt mal wieder 0 zur Gesamtstory beiträgt, außer das mal der Name Zeref fällt) und ja in diesem kurzen Arc war sie tatsächlich ein brauchbarer Charakter. Danach fällt sie wieder ab.
Lucy ist mir persönlich der größte Dorn im Auge. Sie hinkt ewig hinter den anderen Charakteren hinterher und fährt die GANZE ZEIT, diese verdammte Freundschaftsschiene. Nicht einmal habe ich sie in der gesamten Geschichte als relevant empfunden. (wie übrigens viele Charaktere)
Und mein Statement, um was es in der Geschichte von Ft geht, beruht auf dem was ich präsentiert bekommen habe und das kann man auf diese von dir genannten Themen runterbrechen.
Das Freundschaft/Liebe/Mut und sonstige Tugenden eine große Rolle in Shounen spielen, bestreite ich nicht. Nur strapaziert es FT auf Äußerste, wenn es um Freundschaft geht und das ist mir einfach zuwider.