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Originally Posted by †•-»P.Λ.ł.Ň«-•†
Seit 2013. Ersetzte übrigens die Fachrichtung Fahrzeugkommunikation, nicht leider, sondern gott sei dank, denn im 4. Lehrjahr bekommst du etwas intensivere Fachkenntnisse angeeignet als zuvor.
Ist schön und gut wenn du daran herumschraubst ohne Schein oder sonstwas. Wenns dann am E Fahrzeug mal zu einem Unfall kommt fragt die BG nach dem Nachweis der Qualifikation. Hast du die nicht schriftlich kannst du dir sicher denken was danach auf deinen Betrieb und dich zu kommt.
Übrigens sind die Vorschriften bei uns im KFZ Handwerk etwas anders als eure im FFZ Bereich. Hier machste in einer anständigen Werkstatt nichts ohne passende Qualifikation.
Für den Menschen können Spannungen:
U > 30V AC
U > 60V DC
schon gefährlich wirken und je nach Person Herzkammerflimmern oder andere Ausfallerscheinungen hervorrufen.
Falls du dich mal damit beschäftigt hast das der menschliche Körper je nachdem welchen Weg der Strom als kürzesten wählt zwischen 500-1000 Ohm an Widerstand leistet und bei zb. Hand - Hand / Hand - Fuß bei gerade mal 200 V schon um die 200mA abbekommt.
Alles ab 80mA kann tödlich enden, vorallem wenn dein Herz irgendwo dazwischen hängt und du nicht innerhalb von 0.8 Sekunden (1 Herzperiode) es schaffst den Kreislauf zu unterbrechen.
Bei 200mA kann es schon nach einer halben Sekunde innere und äussere Verbrennungen geben.
Solltest du als FFZ Fachmann doch wissen alles.
Und als HV Schrauber ziehst du nicht mal eben nur die Batterie vom netz, da steckt ein wenig mehr dahinter, du kannst KFZ und FFZ nicht annährend vergleichen.
Wenns am HV KFZ funkt dann packt man die Kiste lieber nicht ohne Sonderausrüstung mehr an. Habe schon 2 Unfälle erlebt und einer davon war tödlich.
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Die Fachkräfte von heute werden umfassend ausgebildet. Hier sollte jeder wissen, dass der Strom in niedrigen Amperezahlen sehr gefährlich werden kann.
Ganz gleich, wie die Vorschriften sind, müssen die 5 Sicherheitsregeln der VDE zwingend und überall (ob KFZ, NFZ, FFZ..) eingehalten werden:
1. Freischalten
2. Gegen Wiedereinschalten sichern
3. Spannungsfreiheit feststellen
4. Erden und Kurzschließen
5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teile, abschranken
Es wird schon ab ca. 25mA gefährlich, die Loslassgrenze. Bist du da allein irgendwo unterwegs, hast du nicht nur ein schönes Kribbeln drin. Da wir im KFZ/NFZ-Bereich mehr auf DC aus sind, beschränke mich mich nur mal darauf.
Natürlich kann es, bei unsachgemäßer Anwendung, zu schweren bis tödlichen Verletzungen kommen. Jedoch muss hier immer relativiert werden: Wie viel Erfahrung ist vorhanden, wurden alle Sicherheitsregeln und/oder Arbeitsanweisungen eingehalten? War dieser Unfall vermeidbar?
Ich hatte selbst Fahrzeuge im FFZ gehabt, die "unter Strom" standen. Bei einem lag die Plusleitung der Batterie am Rahmen offen an. War nicht ganz so lustig, ist aber nichts passiert.
Differenzieren wir uns nur auf die Batterie, die 80V besitzt: Ab wann wird es gefährlich? Sobald der Techniker
einen Denkfehler besitzt.
Täglich begegnen mich folgende Fragen:
1. Habe ich alles gesichert.
2. Kann ich durch einen Fehler(code) erahnen, ob das Fahrzeug, insbesondere die Batterie gefährlich werden kann?
3. Ist jemand in der Nähe, wenn ich doch Hilfe benötige?
Sicherlich gibt es im KFZ und FFZ Unterschiede. Dennoch fließt der Strom physikalisch von Minus nach Plus. Bleiben wir hier doch beim technischen: Plus nach Minus. In den meisten Stromkreisen befinden sich Sicherungen, die gezogen werden sollten. Außer zu Prüf- und Messarbeiten ist es bei uns nicht erlaubt, unter Strom zu arbeiten. Wir müssen entweder die Sicherung oder die Batterie vom Fahrzeug trennen, um Unfälle (Siehe oben die Sicherheitsregeln) zu vermeiden.
Zwischen den FFZ und HV - Schraubern gibt es jedoch noch einen Unterschied: Wir im FFZ kommen viel öfter mit Spannungen von 230/380V entgegen. Alleine in den LG mit bis zu 300A Ladestrom ist es für uns ein einfaches, uns das Leben zu nehmen. Mit der LiIon-Batt. ist die Sache noch komplexer geworden. Mit der normalen Blei-Säure bzw. Gel-Batt. waren Instandsetzungsarbeiten am LG mit der Batt noch im gewissen Rahmen leicht durchführbar, mit der LiIon-Technik fange ich hier nicht in die Tiefe an, da ich leider das ganze Batt.-Management durch unsere ganze Servicehandbücher kenne und die Schaltpläne gefunden habe.
Das wird in den kommenden Jahren spaßig werden. ;)
Wenn du HV-Schrauber bist, können wir uns via PN gerne weiter unterhalten. :-)