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Originally Posted by Nussnougatcreme
Das du ihn nicht hast, merkt man deutlich. Man kann auch aufgeben bevor man es versucht. Das ist, meiner ansicht nach, eher traurig. Es gehören halt auch ein bisschen Kampf und Durchsetzungsvermögen dazu. Pessimismus macht trübsinnig, dadurch reißt man weder im Beruf, noch Privat und erst recht nicht bei armen hungernden Afrikanern was...
Und ja, ich halte es für Gut,praktisch und oft auch für nötig an die richtigen Leute zu geraten, die richtigen Kontakte zu pflegen. Manchmal gehört auch dazu Fleiß. Diverse Kontakte muss man mit Zeitaufwand und vielen Nettigkeiten pflegen, die einem eventuell auch mal nicht ganz so leicht von Herzen gehen.
Von Nichts, kommt eben nichts. Mit einer pessimistischen Einstellung, kommt man nicht weit. Wenn man sich resigniert damit abfindet wie es ist, wird es so bleiben.
Aus eigner Erfahrung und daraus entstandener Überzeugung stehe ich dazu, das man Sehr viel erreichen kann, wenn man es denn auch wirklich will und darum kämpft. Es ist vollkommen gleich ob es dabei um Geld, oder ne tafel Schokolade geht.
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Ich finde mich keinesfalls damit ab, aber ich erkenne, was unrealistisch ist und was nicht.
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Die Antwort darauf hast du selbst in einem deiner ersten Posts zum Thema gegeben :
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Wo? Ich sehe sie nicht.
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Manche verlieren eben den Optimismus, den ich anscheinend noch sehr ausgeprägt besitze. Wenn man unzufrieden ist und es in mehr als 40 Jahren nicht schafft seine Situation zu ändern, dann tut es mir zwar leid, aber so schwer ist es in Deutschland nun wirklich nicht sich auszubilden, sich zu verändern. Ich arbeite mit sehr vielen Menschen verschiedener "Schichten" zusammen und ich könnte dir unmengen von Beispielen nennen, wo Fleiß und Motivation die Lebenssituationen nachhaltig und zum wesentlich besseren verändert haben.
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Ich sprach nicht von Verbesserung, sondern von Reichtum. Zudem kann Bildung nicht jedem helfen, das habe ich in einem anderen Thread bereits erwähnt. Es gibt nicht genug Arbeitsplätze für alle.
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Ich frage mich ernstlich, was dich so dermaßen von jeglicher Zuversicht abgebracht hat und woher du die Infos darüber hast das anscheinend niemand zum Millionär aufsteigen kann, ohne durch Glück, oder einen genialen Einfall begünstigt zu sein?
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Was für eine Zuversicht? Ich bin überzeugter Kämpfer und dazu gehört, einigen Leuten ihre rosarote Brille abzunehmen.
Man kann es zwar nicht 1:1 übertragen, aber es ist ja fast schon so, als würdest du jemandem, der im Mittelalter sagte, dass man nicht einfach so mit Fleiß adelig werden kann, der Ketzerei beschuldigen. Ich habe durchaus Zuversicht und dafür setze ich mich ein. Aber die liegt eben nicht darin, tagein tagaus um ein paar Cent zu kämpfen, in der Hoffnung, damit würde ich irgendwann Millionär. Vielmehr setze ich mich, wie gesagt, für eine verstärkte Gerechtigkeit ein. Das mögen einige für genau so realitätsfern halten, aber wie du schon sagst, von nichts kommt nichts. Ewiggestrige und Konservative haben noch nie für Fortschritt gesorgt.
Deshalb solltest du das Ganze vielleicht einfach mal hinterfragen, anstatt wie eine Arbeitsbiene eifrig weiter zu machen, in dem Glauben, das ja alles super ist, wenn man nur fleißig weiterarbeitet.
Woher ich die Infos habe? Mach die Augen auf.
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Allein die Annahme ist Weltfremd.
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Nein, sie trifft es auf den Punkt. Oder kannst du mir mehr als 100 Leute nennen, die im letzten Jahrzehnt Millionäre durch Fleiß geworden sind?
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Akademiker setzen keine Akademiker in die Welt... Kein Kind tauscht schnuller gegen Diplom. Akademiker-Eltern, haben gewisse Prioritäten festgelegt um ihrem Kind nachhaltig den gewohnten Lebenstandard zu sichern und dazu gehört eben eine gute Ausbildung. Sie legen explizit Wert auf Schulnoten und Allgemeinbildung, auf Studium und Auslandserfahrungen. Deutschland ist nun wirklich kein Land, in dem man nicht zur Schule kann, keine Ausbildung bekommt, keine Praktika, keine Erfahrung für junge Menschen...
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Es ändert nichts daran, dass bildungsferne Familien der Bildung oft auch über Generationen fern bleiben. Selbst wenn man ihnen Bildung näher bringen würde, hätte man halt akademische Arbeitslose und hätte nichts gewonnen.
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resignation, dein Pessimismus ;)
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Was für ein Pessimismus? Das ist Realität. Ich gehöre glücklicherweise nicht dazu, aber immerhin gehöre ich genau so wenig zu den "Alles ist doch schön und wunderbar"-Leuten. Ignoranz ist genau so schlimm, wie die Probleme selbst zu verursachen. Als nächstes erzählst du mir noch, dass es in Deutschland ja gar keine Schere zwischen Arm und Reich gibt..
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und leider oft auch Faulheit sind wohl eher Gründe dafür das Arbeiter- Kinder keine Akademiker werden.
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Nein, ihnen fehlen eher die Möglichkeiten. Zudem schauen sich Kinder nunmal viel von ihren Eltern ab. Der Wohnort kann auch noch eine Rolle spielen. Du machst es dir zu einfach.
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Und du musst diese Aussage jetzt nicht bewusst falsch verstehen und ausschlachten. Ich beschuldige Niemanden nichts aus sich zu machen. Ich weiß nur das die Menschen schnell aufgeben, wenn es ihnen zu anstrengend wird, der leichtere ist halt oft der passendere Weg für zartere Gemüter.
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So wie die "In Deutschland gibt es keine Unterschicht"-Sichtweise? ;)
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Alles weitere ist reine Psychologie -> Unzufriedenheit am Arbeitsplatz -> Frustration -> Neid -> Resignation -> Depression -> Stagnation inklusive anschließender Frührente / Hartz4 und Notwendigkeit psychologischer Betreuung.
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Folgen unseres Systems.
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Übrigens wieder etwas, wofür Akademiker dann ihr Steuergeld gelassen haben ;) Ein Kreislauf also, kein schöner, vermutlich nicht leicht zu durchbrechen, aber letztlich durchaus machbar und etwas das im interesse jedes jungen Menschen eine entscheidene Rolle spielen sollte.
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Nur leider gehts völlig an der Streitfrage "From rags to riches - Möglich?" vorbei.
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Ein heranwachsender hat ein Recht darauf und die Möglichkeit aus diesem Chema auszubrechen, er muss nur den Mut und die nötige Energie dazu aufbringen. Der eine Arbeiter halt mehr als der Andere Akademiker :)
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Dass er mehr Energie benötigt, ist schonmal ein Missstand, da sind wir uns hoffentlich einig. Desweiteren sind das leere Phrasen. Erzähl mal einem eigentlich Arbeitslosen Leiharbeiter auf 400€ Basis, dass er sich nur mehr anstregen muss und dann klappt das schon mit dem Reichtum :rolleyes:
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Diese Missstände verbessern sich aber nicht, wenn ich meinen Fleiß und mein Aufstreben an den Nagel hänge, wir landen, wie oben beschrieben, bei Resignation, H4, Frührente etc.
Das macht unser Deutschland / Europa nicht besser und Afrika, schon gar nicht!
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Richtig. Man sollte den Fleiß aber sinnvoll nutzen und das ganze mal etwas hinterfragen, anstatt es einfach so hinzunehmen.
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Armut, oder jetzt im speziellen Afrika ist ein grundsätzliches Problem, für das sich ein Einzelner gar nicht verantwortlich sehen darf.
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Jeder, der es sich schönredet oder ausblendet, ist mit daran schuld.
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Die Verantwortlichen sind dann eher in der Politik und der Weltwirtschaft zu suchen und im wesentlichen da zu finden wo Land, über die Köpfe der Einwohner hinweg, ausgebeutet und Entwicklungshilfe verweigert wird um die Preise nach belieben zu lenken.
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Oh, nun darf ich mal die Sündenbock-Keule ziehen :pimp:
Nein, es ist nicht einfach auf die bösen Politiker zu schieben. Es ist Teil des Kapitalismus und jeder gehört dazu. Jeder spielt nach den Regeln und holt das beste für sich raus. Das kann man keinem zum Vorwurf machen. Vielmehr sollte man die Regeln überdenken.
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MrSm!th Ich hoffe es fällt Optimismus vom Himmel direkt in deinen Schoß ^^
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Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt. Ich meinte damit realitätsfernen Optimismus. Ich bin durchaus zuversichtlich, dass sich das Ganze ändern wird. Vielleicht auch zu meinen Lebzeiten. Aber ich muss mir von keinem Kapitalanleger, der durch Erbschaft nie in seinem Leben arbeiten musste, erzählen lassen, dass ich irgendwann genau so reich wie er sein werde, wenn ich mich in meinem 1000€ Netto Beruf nur genug anstrenge (wobei ich mal - teu teu teu - nicht davon ausgehe, dass ich überhaupt in diese Lage komme).
Ich hoffe es fallen etwas Realismus und Einsicht für dich vom Himmel.
Aber predige bitte auch mal den perspektivlosen Jugendlichen in Griechenland und Spanien davon, dass sie ja mit genügend Optimismus und Fleiß wieder ganz oben landen :)
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Vielleicht realisierst du ja dann das Modell, das tatsächlich umsetzbar ist und wirklich jedem Gerecht wird.
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Nein. Umsetzbar ist es, aber gerecht nicht. Zumindest nicht in der aktuellen Ausführung. Denn, ich erwähnte es bereits, wir haben keine Leistungsgesellschaft und das sieht auch jeder, der sich der Realität nicht völlig verschließt. Das mag man gut oder schlecht finden, nachvollziehen können oder nicht, aber es ist Fakt.
Zudem gehst du nicht darauf ein, dass ich von Alternativmodellen sprach.
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Bis dahin, ist es wohl jedem selbst überlassen seine heile Welt zu pflegen. Ob das nun egoistische Ziele sind, oder haufenweise Spenden für hungernde Kinder in Afrika beinhaltet ist eine persönliche Frage der Moral, aber definitiv nicht der "Schicht".
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Spenden wären da ohnehin nur Tropfen auf den heißen Steinen.
Und doch, es ist durchaus eine Frage der Schicht. Aber wenn du dich soziologischer Erkenntnisse verschließen willst, bitte.
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Damit beende ich das Thema meinerseits. Es sprengt mir einfach den Rahmen eines Gamingboards und für gewöhnliche suche ich solche Diskussionen woanders.
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Epvp - Mein Board für alles.
Dann wäre die Frage, was der Thread hier soll. Merkste was? Wir weiten uns aus. Demnächst wird es ohnehin einen Bereich für derartige Diskussionen geben, von daher: Nur zu.
Damit ich mich nicht aber noch X mal wiederholen muss, hier ein Thread, in dem du dazu weiterdiskutieren kannst (denn den Rahmen dieses Threads sprengt es allemal), in dem mir auch Hatd noch eine Antwort schuldig ist:
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