Was würdest du in Deutschland besser machen?

12/17/2012 16:20 BattleTale#166
Mörder bekommt weniger Haft als Hacker?
Wo ist da gerechtigkeit? Ist ein Menschenleben weniger wert als ein Computer?
12/17/2012 17:29 MrSm!th#167
Quote:
Originally Posted by Nussnougatcreme View Post
Ich verallgemeinere nicht^^ Man kann Menschen nicht generalisieren, eben weil sie so verschieden sind, deswegen bin ich ja ziemlich überzeugt davon das es nahezu unmöglich ist, alle zufrieden zu stellen.
Das mag stimmen, aber das hat erstmal nichts mit einer sozialen Lebensweise und Gerechtigkeit zu tun (und es ging ja auch um das Besserstellen etc.).
Quote:
Auch jetzt kannst du dich mit Fleiß hocharbeiten! Also die Aussage verstehe ich gar nicht. Ich merke es selbst jeden Tag an mir, wenn ich wirklich will und mich durchbeiße komme ich immer weiter und meines wissens nach musste auch noch Niemand deswegen hungern, im Gegenteil... es bleibt immer mal was über, worüber, oder womit ich anderen eine Freude machen kann.
Dann nimm mal deine rosarote Brille ab. Man wird nicht mit bloßer Arbeit und Fleiß Milliardär. Kapital bringt mehr Kapital und kein Kapital bringt halt keines. Ausnahmen bestätigen die Regel, natürlich gibt es ab und zu wen, der durch eine geniale Idee aufsteigt, aber das sind die wenigsten.
Keiner muss hungern? Dann bilde ich mir die Menschen in Afrika wohl nur ein. Die nehmen ebenso am Weltmarkt teil und dürfen nicht einfach in der eigenen kleinen, heilen Welt ausgeblendet werden, denn dein Wohlstand ist ihr Hunger. Erzähl mal denen, wenn sie nur fleißig genug Teppiche weben, werden sie irgendwann reich. Und komm mir nun nicht wieder mit "Es können nicht alle glücklich sein". Unsere Rohstoffe reichen zumindest, damit jeder überleben kann und man sollte vielleicht auch langsam mal über eine nachhaltigere Lebensweise nachdenken.
12/17/2012 17:29 xCrossi#168
Nö, aber leider ist ein menschenleben weniger wert als der wirtschaftliche schaden der bei einem hackangriff entsteht.
12/17/2012 17:30 MrSm!th#169
Quote:
Originally Posted by xCrossi View Post
Nö, aber leider ist ein menschenleben weniger wert als der wirtschaftliche schaden der bei einem hackangriff entsteht.
Es sei denn, derjenige halt selbst eine wirtschaftlich wichtige Person inne und genügend Geld für die richtigen Anwälte (sofern er es überlebt, ansonsten halt seine Angehörigen) ;O
12/17/2012 18:42 Nussnougatcreme#170
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Dann nimm mal deine rosarote Brille ab. Man wird nicht mit bloßer Arbeit und Fleiß Milliardär.
Ne stimmt, wenn Alle Milliardär werden wollen, weinen eh die Millionäre, weil sie so arm dran sind;) Allerdings kannst du viel mit Fleiß und Arbeit erreichen, vermutlich sogar Millionen, wenn du kreativ genug bist und an die richtigen Leute gerätst. Du tust ja fast so als könnte man die "Oberschicht" nur knacken, wenn man den Raab schlägt oder die noch niemals dagewesene Idee von etwas Genialem hat. Wenn es so wäre, setze ich die rosarote Brille gerne ab, lege die Hände in den Schoß und warte ab..., aber bis sich deine These bestätigt werde ich gerne weiter fleißig arbeiten und mich über jeden Schritt nach vorne freuen...

Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Keiner muss hungern? Dann bilde ich mir die Menschen in Afrika wohl nur ein.
Du musst schon lesen was ich schreibe, ganz besonders dann wenn du mich zitierst^^
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Man kann es durchaus gerechter durchsetzen, sodass sich Menschen mit mehr Fleiß sehr wohl hocharbeiten können (anders als jetzt), ohne, dass andere verhungern.
Das ich mich hocharbeite, ist ja wohl nicht der Grund das in Afrika die Kinder hungern. Wenn ich mehr habe, kann ich mehr geben. Was meinst du wie sich die von dir angepriesenen sozialen Einrichtungen finanzieren?

Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Unsere Rohstoffe reichen zumindest, damit jeder überleben kann
Und du spazierst in die Rohstoffkammer und in die Keller der "Reichen", und/ oder der "Fleißigen" und teilst alles einmal gerecht auf, ja?
Das will ich sehen^^
12/17/2012 21:05 Unick#171
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Nur eine Korrektur: Deutschland braucht billige Fachkräfte. Oder wie erklärt man sich, dass gute deutsche Fachkräfte arbeitslos sind, während wir angeblich einen Mangel haben? Sie sind zu teuer. Aber anstatt gegen die Ursachen vorzugehen, sorgt man lieber für billigere Arbeitskräfte, um die Symptome hinauszuzögern. Der Globalisierung sei Dank.
Deutsche leben über ihre Standarte. Sie können sich einfach nicht damit abfinden, dass ihre Arbeitskraft weniger wert ist. Wenn sie nicht umdenken werden sie in ein paar Jahren dafür das Nachsehen haben bzw. versuchen sie ja jetzt schon dem zu entfliehen indem sie auswandern und irgendwo auf der Welt selbstständig sein wollen. Die welt rück näher zusammen und das bringt halt nicht nur Vorteile für das Land.
12/17/2012 21:26 MrSm!th#172
Quote:
Originally Posted by Nussnougatcreme View Post
Ne stimmt, wenn Alle Milliardär werden wollen, weinen eh die Millionäre, weil sie so arm dran sind;) Allerdings kannst du viel mit Fleiß und Arbeit erreichen, vermutlich sogar Millionen, wenn du kreativ genug bist
Na dann viel Spaß. So nen Optimismus möchte ich auch haben.
Quote:
und an die richtigen Leute gerätst.
Was hat das mit Fleiß zu tun?
Quote:
Du tust ja fast so als könnte man die "Oberschicht" nur knacken, wenn man den Raab schlägt oder die noch niemals dagewesene Idee von etwas Genialem hat.
Im Prinzip ist es so. Entweder hast du ne geniale Idee wie Notch oder du gewinnst im Lotto. Die andere Möglichkeit wären wohl noch gute Kontakte, aber die hat man ja idR, wenn man ohnehin schon wohlhabend ist.
Natürlich gibt es ab und zu mal wen, der mit einer Selbstständigkeit in die "oberen Kreise aufsteigt", aber so gut wie immer liegt das dann an einer Marktlücke bzw. an etwas, was vorher nie da war.
Es ist empirisch erwiesen, dass die meisten neuen Akademiker selbst aus Akademikerfamilien stammen.
Quote:
Wenn es so wäre, setze ich die rosarote Brille gerne ab, lege die Hände in den Schoß und warte ab..., aber bis sich deine These bestätigt werde ich gerne weiter fleißig arbeiten und mich über jeden Schritt nach vorne freuen...
Was für eine These? Dass Kapital und Bildung hauptsächlich in den Händen der Gebildeten und Kapitalbesitzern bleiben, ist ein Fakt; Ausnahmen bestätigen die Regel.
Damit will ich nicht sagen, dass Fleiß und Bildung unnötig/vergeblich sind, aber es ist nunmal so, dass die wenigsten alleine durch Fleiß Millionäre werden. Oder was ist mit den ganzen "normalen" Arbeiterfamilien, die sowieso in keine Chefetage aufsteigen können? Wenn du mir nun mit "selbst schuld, wenn sie sich nich ordentlich bilden" ankommst, dann....bin ich sauer :< Ich fange langsam an, mich zu wiederholen. Demnächst werde ich einfach nur noch längst geschriebene Posts verlinken.
Quote:
Du musst schon lesen was ich schreibe, ganz besonders dann wenn du mich zitierst^^
Was war falsch gedeutet?
Quote:
Das ich mich hocharbeite, ist ja wohl nicht der Grund das in Afrika die Kinder hungern. Wenn ich mehr habe, kann ich mehr geben.
Du musst schon lesen, was ich schreibe, wenn du mich zitierst :p
Es ging um den Wohlstand in den Industrienationen, der durch die Missstände in Entwicklungsländern finanziert wird.
Quote:
Was meinst du wie sich die von dir angepriesenen sozialen Einrichtungen finanzieren?
Durch die Arbeit aller, was denkst du denn? Ich möchte dir das ganze nicht auch noch neu erläutern, ich denke, ich poste dir einfach eine Linkliste.

Quote:
Und du spazierst in die Rohstoffkammer und in die Keller der "Reichen", und/ oder der "Fleißigen" und teilst alles einmal gerecht auf, ja?
Das will ich sehen^^
Niemand sprach hier von Umverteilung. Du hast die Intention meiner Texte grundlegend missverstanden.
Es ging um die Chancengleichheit bzw. Absicherung beim Fehlschlag.

Quote:
Originally Posted by Unick View Post
Deutsche leben über ihre Standarte. Sie können sich einfach nicht damit abfinden, dass ihre Arbeitskraft weniger wert ist. Wenn sie nicht umdenken werden sie in ein paar Jahren dafür das Nachsehen haben bzw. versuchen sie ja jetzt schon dem zu entfliehen indem sie auswandern und irgendwo auf der Welt selbstständig sein wollen. Die welt rück näher zusammen und das bringt halt nicht nur Vorteile für das Land.
Es sollte eigentlich Vorteile bringen, aber mit dem aktuellen System bringt es hauptsächlich den global agierenden Konzernen Vorteile.
12/17/2012 22:19 Hatd#173
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Na dann viel Spaß. So nen Optimismus möchte ich auch haben.
Was hat das mit Fleiß zu tun?
Im Prinzip ist es so. Entweder hast du ne geniale Idee wie Notch oder du gewinnst im Lotto. Die andere Möglichkeit wären wohl noch gute Kontakte, aber die hat man ja idR, wenn man ohnehin schon wohlhabend ist.
Natürlich gibt es ab und zu mal wen, der mit einer Selbstständigkeit in die "oberen Kreise aufsteigt", aber so gut wie immer liegt das dann an einer Marktlücke bzw. an etwas, was vorher nie da war.
Es ist empirisch erwiesen, dass die meisten neuen Akademiker selbst aus Akademikerfamilien stammen.
Was für eine These? Dass Kapital und Bildung hauptsächlich in den Händen der Gebildeten und Kapitalbesitzern bleiben, ist ein Fakt; Ausnahmen bestätigen die Regel.
Damit will ich nicht sagen, dass Fleiß und Bildung unnötig/vergeblich sind, aber es ist nunmal so, dass die wenigsten alleine durch Fleiß Millionäre werden. Oder was ist mit den ganzen "normalen" Arbeiterfamilien, die sowieso in keine Chefetage aufsteigen können? Wenn du mir nun mit "selbst schuld, wenn sie sich nich ordentlich bilden" ankommst, dann....bin ich sauer :< Ich fange langsam an, mich zu wiederholen. Demnächst werde ich einfach nur noch längst geschriebene Posts verlinken.
Was war falsch gedeutet?
Du musst schon lesen, was ich schreibe, wenn du mich zitierst :p
Es ging um den Wohlstand in den Industrienationen, der durch die Missstände in Entwicklungsländern finanziert wird.
Durch die Arbeit aller, was denkst du denn? Ich möchte dir das ganze nicht auch noch neu erläutern, ich denke, ich poste dir einfach eine Linkliste.

Niemand sprach hier von Umverteilung. Du hast die Intention meiner Texte grundlegend missverstanden.
Es ging um die Chancengleichheit bzw. Absicherung beim Fehlschlag.



Es sollte eigentlich Vorteile bringen, aber mit dem aktuellen System bringt es hauptsächlich den global agierenden Konzernen Vorteile.
Und wer trägt die Schuld des Unheils? Richtig, das Judentum!
12/17/2012 22:53 MrSm!th#174
Quote:
Originally Posted by Hatd View Post
Und wer trägt die Schuld des Unheils? Richtig, das Judentum!
Natürlich, zieh Fakten mit irgendwelchen Verschwörungstheorien ins Lächerliche :rolleyes: Zeugt immer von einer starken Argumentation.
12/17/2012 22:55 Hatd#175
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Natürlich, zieh Fakten mit irgendwelchen Verschwörungstheorien ins Lächerliche :rolleyes: Zeugt immer von einer starken Argumentation.
Hatd, die Argumentation.
12/17/2012 22:57 Sachverständiger#176
ohne eure diskussion zu beachten..

weg mit leiharbeit , weg mit 400 euro jobs weg mit dumping löhne und genau so verschwindet hartz4 und 1 euro jobs .. folgen würden wesentlch sinnvollere systeme
12/17/2012 23:04 Dribble Joy#177
genaugenommen verschwinden schon immer mehr 1€ jobs weil sie aktuell eh nur zu halten sind der der ESF die hälfte davon trägt. 1€ sind für hartz4 empfänger gut da sie sich im monat 120€ extra verdienen können und fahrtkosten und der gleichen erstattet bekommen.

es braucht auch niemand angst haben in einen 1€ job sein leben lang abgeschoben zu werden. diese jobs sind auf 6 monate begrenzt, danach darf man nochmal 3 monate freiwillig verlängern was die meisten auch tun da sie lieber 120€ mehr im monat haben statt den ganzen tag nur zu hause rumzulungern.
12/17/2012 23:10 Nussnougatcreme#178
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
So nen Optimismus möchte ich auch haben.
Das du ihn nicht hast, merkt man deutlich. Man kann auch aufgeben bevor man es versucht. Das ist, meiner ansicht nach, eher traurig. Es gehören halt auch ein bisschen Kampf und Durchsetzungsvermögen dazu. Pessimismus macht trübsinnig, dadurch reißt man weder im Beruf, noch Privat und erst recht nicht bei armen hungernden Afrikanern was...
Und ja, ich halte es für Gut,praktisch und oft auch für nötig an die richtigen Leute zu geraten, die richtigen Kontakte zu pflegen. Manchmal gehört auch dazu Fleiß. Diverse Kontakte muss man mit Zeitaufwand und vielen Nettigkeiten pflegen, die einem eventuell auch mal nicht ganz so leicht von Herzen gehen.
Von Nichts, kommt eben nichts. Mit einer pessimistischen Einstellung, kommt man nicht weit. Wenn man sich resigniert damit abfindet wie es ist, wird es so bleiben.
Aus eigner Erfahrung und daraus entstandener Überzeugung stehe ich dazu, das man Sehr viel erreichen kann, wenn man es denn auch wirklich will und darum kämpft. Es ist vollkommen gleich ob es dabei um Geld, oder ne tafel Schokolade geht.
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Oder was ist mit den ganzen "normalen" Arbeiterfamilien, die sowieso in keine Chefetage aufsteigen können? Wenn du mir nun mit "selbst schuld, wenn sie sich nich ordentlich bilden" ankommst, dann....bin ich sauer :<
Die Antwort darauf hast du selbst in einem deiner ersten Posts zum Thema gegeben :
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
es gibt noch genug Menschen, die jeden Tag aufstehen und sich abarbeiten, ohne es zu hinterfragen und ohne mal einen Gedanken an den Sinn zu verschwenden. "Muss ja"
Manche verlieren eben den Optimismus, den ich anscheinend noch sehr ausgeprägt besitze. Wenn man unzufrieden ist und es in mehr als 40 Jahren nicht schafft seine Situation zu ändern, dann tut es mir zwar leid, aber so schwer ist es in Deutschland nun wirklich nicht sich auszubilden, sich zu verändern. Ich arbeite mit sehr vielen Menschen verschiedener "Schichten" zusammen und ich könnte dir unmengen von Beispielen nennen, wo Fleiß und Motivation die Lebenssituationen nachhaltig und zum wesentlich besseren verändert haben. Ich frage mich ernstlich, was dich so dermaßen von jeglicher Zuversicht abgebracht hat und woher du die Infos darüber hast das anscheinend niemand zum Millionär aufsteigen kann, ohne durch Glück, oder einen genialen Einfall begünstigt zu sein? Allein die Annahme ist Weltfremd.
Akademiker setzen keine Akademiker in die Welt... Kein Kind tauscht schnuller gegen Diplom. Akademiker-Eltern, haben gewisse Prioritäten festgelegt um ihrem Kind nachhaltig den gewohnten Lebenstandard zu sichern und dazu gehört eben eine gute Ausbildung. Sie legen explizit Wert auf Schulnoten und Allgemeinbildung, auf Studium und Auslandserfahrungen. Deutschland ist nun wirklich kein Land, in dem man nicht zur Schule kann, keine Ausbildung bekommt, keine Praktika, keine Erfahrung für junge Menschen... Gewohnheit, resignation, dein Pessimismus ;) und leider oft auch Faulheit sind wohl eher Gründe dafür das Arbeiter- Kinder keine Akademiker werden.
Und du musst diese Aussage jetzt nicht bewusst falsch verstehen und ausschlachten. Ich beschuldige Niemanden nichts aus sich zu machen. Ich weiß nur das die Menschen schnell aufgeben, wenn es ihnen zu anstrengend wird, der leichtere ist halt oft der passendere Weg für zartere Gemüter. Alles weitere ist reine Psychologie -> Unzufriedenheit am Arbeitsplatz -> Frustration -> Neid -> Resignation -> Depression -> Stagnation inklusive anschließender Frührente / Hartz4 und Notwendigkeit psychologischer Betreuung. Übrigens wieder etwas, wofür Akademiker dann ihr Steuergeld gelassen haben ;) Ein Kreislauf also, kein schöner, vermutlich nicht leicht zu durchbrechen, aber letztlich durchaus machbar und etwas das im interesse jedes jungen Menschen eine entscheidene Rolle spielen sollte.
Ein heranwachsender hat ein Recht darauf und die Möglichkeit aus diesem Chema auszubrechen, er muss nur den Mut und die nötige Energie dazu aufbringen. Der eine Arbeiter halt mehr als der Andere Akademiker :)
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Es ging um den Wohlstand in den Industrienationen, der durch die Missstände in Entwicklungsländern finanziert wird.
Diese Missstände verbessern sich aber nicht, wenn ich meinen Fleiß und mein Aufstreben an den Nagel hänge, wir landen, wie oben beschrieben, bei Resignation, H4, Frührente etc.
Das macht unser Deutschland / Europa nicht besser und Afrika, schon gar nicht!
Armut, oder jetzt im speziellen Afrika ist ein grundsätzliches Problem, für das sich ein Einzelner gar nicht verantwortlich sehen darf. Die Verantwortlichen sind dann eher in der Politik und der Weltwirtschaft zu suchen und im wesentlichen da zu finden wo Land, über die Köpfe der Einwohner hinweg, ausgebeutet und Entwicklungshilfe verweigert wird um die Preise nach belieben zu lenken. Jedoch ganz sicher nicht da wo junge Deutsche versuchen was aus sich zu machen und mit Köpfchen und Zuversicht tatsächlich was reißen und ihre "Unterschicht" verlassen.
MrSm!th Ich hoffe es fällt Optimismus vom Himmel direkt in deinen Schoß ^^
Quote:
Originally Posted by MrSm!th View Post
Dazu gibts schon Modelle.
Vielleicht realisierst du ja dann das Modell, das tatsächlich umsetzbar ist und wirklich jedem Gerecht wird. Bis dahin, ist es wohl jedem selbst überlassen seine heile Welt zu pflegen. Ob das nun egoistische Ziele sind, oder haufenweise Spenden für hungernde Kinder in Afrika beinhaltet ist eine persönliche Frage der Moral, aber definitiv nicht der "Schicht".
Damit beende ich das Thema meinerseits. Es sprengt mir einfach den Rahmen eines Gamingboards und für gewöhnliche suche ich solche Diskussionen woanders.
12/18/2012 00:02 MrSm!th#179
Quote:
Originally Posted by Nussnougatcreme View Post
Das du ihn nicht hast, merkt man deutlich. Man kann auch aufgeben bevor man es versucht. Das ist, meiner ansicht nach, eher traurig. Es gehören halt auch ein bisschen Kampf und Durchsetzungsvermögen dazu. Pessimismus macht trübsinnig, dadurch reißt man weder im Beruf, noch Privat und erst recht nicht bei armen hungernden Afrikanern was...
Und ja, ich halte es für Gut,praktisch und oft auch für nötig an die richtigen Leute zu geraten, die richtigen Kontakte zu pflegen. Manchmal gehört auch dazu Fleiß. Diverse Kontakte muss man mit Zeitaufwand und vielen Nettigkeiten pflegen, die einem eventuell auch mal nicht ganz so leicht von Herzen gehen.
Von Nichts, kommt eben nichts. Mit einer pessimistischen Einstellung, kommt man nicht weit. Wenn man sich resigniert damit abfindet wie es ist, wird es so bleiben.
Aus eigner Erfahrung und daraus entstandener Überzeugung stehe ich dazu, das man Sehr viel erreichen kann, wenn man es denn auch wirklich will und darum kämpft. Es ist vollkommen gleich ob es dabei um Geld, oder ne tafel Schokolade geht.
Ich finde mich keinesfalls damit ab, aber ich erkenne, was unrealistisch ist und was nicht.

Quote:
Die Antwort darauf hast du selbst in einem deiner ersten Posts zum Thema gegeben :
Wo? Ich sehe sie nicht.
Quote:
Manche verlieren eben den Optimismus, den ich anscheinend noch sehr ausgeprägt besitze. Wenn man unzufrieden ist und es in mehr als 40 Jahren nicht schafft seine Situation zu ändern, dann tut es mir zwar leid, aber so schwer ist es in Deutschland nun wirklich nicht sich auszubilden, sich zu verändern. Ich arbeite mit sehr vielen Menschen verschiedener "Schichten" zusammen und ich könnte dir unmengen von Beispielen nennen, wo Fleiß und Motivation die Lebenssituationen nachhaltig und zum wesentlich besseren verändert haben.
Ich sprach nicht von Verbesserung, sondern von Reichtum. Zudem kann Bildung nicht jedem helfen, das habe ich in einem anderen Thread bereits erwähnt. Es gibt nicht genug Arbeitsplätze für alle.
Quote:
Ich frage mich ernstlich, was dich so dermaßen von jeglicher Zuversicht abgebracht hat und woher du die Infos darüber hast das anscheinend niemand zum Millionär aufsteigen kann, ohne durch Glück, oder einen genialen Einfall begünstigt zu sein?
Was für eine Zuversicht? Ich bin überzeugter Kämpfer und dazu gehört, einigen Leuten ihre rosarote Brille abzunehmen.
Man kann es zwar nicht 1:1 übertragen, aber es ist ja fast schon so, als würdest du jemandem, der im Mittelalter sagte, dass man nicht einfach so mit Fleiß adelig werden kann, der Ketzerei beschuldigen. Ich habe durchaus Zuversicht und dafür setze ich mich ein. Aber die liegt eben nicht darin, tagein tagaus um ein paar Cent zu kämpfen, in der Hoffnung, damit würde ich irgendwann Millionär. Vielmehr setze ich mich, wie gesagt, für eine verstärkte Gerechtigkeit ein. Das mögen einige für genau so realitätsfern halten, aber wie du schon sagst, von nichts kommt nichts. Ewiggestrige und Konservative haben noch nie für Fortschritt gesorgt.
Deshalb solltest du das Ganze vielleicht einfach mal hinterfragen, anstatt wie eine Arbeitsbiene eifrig weiter zu machen, in dem Glauben, das ja alles super ist, wenn man nur fleißig weiterarbeitet.
Woher ich die Infos habe? Mach die Augen auf.
Quote:
Allein die Annahme ist Weltfremd.
Nein, sie trifft es auf den Punkt. Oder kannst du mir mehr als 100 Leute nennen, die im letzten Jahrzehnt Millionäre durch Fleiß geworden sind?
Quote:
Akademiker setzen keine Akademiker in die Welt... Kein Kind tauscht schnuller gegen Diplom. Akademiker-Eltern, haben gewisse Prioritäten festgelegt um ihrem Kind nachhaltig den gewohnten Lebenstandard zu sichern und dazu gehört eben eine gute Ausbildung. Sie legen explizit Wert auf Schulnoten und Allgemeinbildung, auf Studium und Auslandserfahrungen. Deutschland ist nun wirklich kein Land, in dem man nicht zur Schule kann, keine Ausbildung bekommt, keine Praktika, keine Erfahrung für junge Menschen...
Es ändert nichts daran, dass bildungsferne Familien der Bildung oft auch über Generationen fern bleiben. Selbst wenn man ihnen Bildung näher bringen würde, hätte man halt akademische Arbeitslose und hätte nichts gewonnen.
Quote:
resignation, dein Pessimismus ;)
Was für ein Pessimismus? Das ist Realität. Ich gehöre glücklicherweise nicht dazu, aber immerhin gehöre ich genau so wenig zu den "Alles ist doch schön und wunderbar"-Leuten. Ignoranz ist genau so schlimm, wie die Probleme selbst zu verursachen. Als nächstes erzählst du mir noch, dass es in Deutschland ja gar keine Schere zwischen Arm und Reich gibt..
Quote:
und leider oft auch Faulheit sind wohl eher Gründe dafür das Arbeiter- Kinder keine Akademiker werden.
Nein, ihnen fehlen eher die Möglichkeiten. Zudem schauen sich Kinder nunmal viel von ihren Eltern ab. Der Wohnort kann auch noch eine Rolle spielen. Du machst es dir zu einfach.
Quote:
Und du musst diese Aussage jetzt nicht bewusst falsch verstehen und ausschlachten. Ich beschuldige Niemanden nichts aus sich zu machen. Ich weiß nur das die Menschen schnell aufgeben, wenn es ihnen zu anstrengend wird, der leichtere ist halt oft der passendere Weg für zartere Gemüter.
So wie die "In Deutschland gibt es keine Unterschicht"-Sichtweise? ;)
Quote:
Alles weitere ist reine Psychologie -> Unzufriedenheit am Arbeitsplatz -> Frustration -> Neid -> Resignation -> Depression -> Stagnation inklusive anschließender Frührente / Hartz4 und Notwendigkeit psychologischer Betreuung.
Folgen unseres Systems.
Quote:
Übrigens wieder etwas, wofür Akademiker dann ihr Steuergeld gelassen haben ;) Ein Kreislauf also, kein schöner, vermutlich nicht leicht zu durchbrechen, aber letztlich durchaus machbar und etwas das im interesse jedes jungen Menschen eine entscheidene Rolle spielen sollte.
Nur leider gehts völlig an der Streitfrage "From rags to riches - Möglich?" vorbei.
Quote:
Ein heranwachsender hat ein Recht darauf und die Möglichkeit aus diesem Chema auszubrechen, er muss nur den Mut und die nötige Energie dazu aufbringen. Der eine Arbeiter halt mehr als der Andere Akademiker :)
Dass er mehr Energie benötigt, ist schonmal ein Missstand, da sind wir uns hoffentlich einig. Desweiteren sind das leere Phrasen. Erzähl mal einem eigentlich Arbeitslosen Leiharbeiter auf 400€ Basis, dass er sich nur mehr anstregen muss und dann klappt das schon mit dem Reichtum :rolleyes:
Quote:
Diese Missstände verbessern sich aber nicht, wenn ich meinen Fleiß und mein Aufstreben an den Nagel hänge, wir landen, wie oben beschrieben, bei Resignation, H4, Frührente etc.
Das macht unser Deutschland / Europa nicht besser und Afrika, schon gar nicht!
Richtig. Man sollte den Fleiß aber sinnvoll nutzen und das ganze mal etwas hinterfragen, anstatt es einfach so hinzunehmen.
Quote:
Armut, oder jetzt im speziellen Afrika ist ein grundsätzliches Problem, für das sich ein Einzelner gar nicht verantwortlich sehen darf.
Jeder, der es sich schönredet oder ausblendet, ist mit daran schuld.
Quote:
Die Verantwortlichen sind dann eher in der Politik und der Weltwirtschaft zu suchen und im wesentlichen da zu finden wo Land, über die Köpfe der Einwohner hinweg, ausgebeutet und Entwicklungshilfe verweigert wird um die Preise nach belieben zu lenken.
Oh, nun darf ich mal die Sündenbock-Keule ziehen :pimp:
Nein, es ist nicht einfach auf die bösen Politiker zu schieben. Es ist Teil des Kapitalismus und jeder gehört dazu. Jeder spielt nach den Regeln und holt das beste für sich raus. Das kann man keinem zum Vorwurf machen. Vielmehr sollte man die Regeln überdenken.
Quote:
MrSm!th Ich hoffe es fällt Optimismus vom Himmel direkt in deinen Schoß ^^
Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt. Ich meinte damit realitätsfernen Optimismus. Ich bin durchaus zuversichtlich, dass sich das Ganze ändern wird. Vielleicht auch zu meinen Lebzeiten. Aber ich muss mir von keinem Kapitalanleger, der durch Erbschaft nie in seinem Leben arbeiten musste, erzählen lassen, dass ich irgendwann genau so reich wie er sein werde, wenn ich mich in meinem 1000€ Netto Beruf nur genug anstrenge (wobei ich mal - teu teu teu - nicht davon ausgehe, dass ich überhaupt in diese Lage komme).
Ich hoffe es fallen etwas Realismus und Einsicht für dich vom Himmel.

Aber predige bitte auch mal den perspektivlosen Jugendlichen in Griechenland und Spanien davon, dass sie ja mit genügend Optimismus und Fleiß wieder ganz oben landen :)
Quote:
Vielleicht realisierst du ja dann das Modell, das tatsächlich umsetzbar ist und wirklich jedem Gerecht wird.
Nein. Umsetzbar ist es, aber gerecht nicht. Zumindest nicht in der aktuellen Ausführung. Denn, ich erwähnte es bereits, wir haben keine Leistungsgesellschaft und das sieht auch jeder, der sich der Realität nicht völlig verschließt. Das mag man gut oder schlecht finden, nachvollziehen können oder nicht, aber es ist Fakt.
Zudem gehst du nicht darauf ein, dass ich von Alternativmodellen sprach.
Quote:
Bis dahin, ist es wohl jedem selbst überlassen seine heile Welt zu pflegen. Ob das nun egoistische Ziele sind, oder haufenweise Spenden für hungernde Kinder in Afrika beinhaltet ist eine persönliche Frage der Moral, aber definitiv nicht der "Schicht".
Spenden wären da ohnehin nur Tropfen auf den heißen Steinen.
Und doch, es ist durchaus eine Frage der Schicht. Aber wenn du dich soziologischer Erkenntnisse verschließen willst, bitte.
Quote:
Damit beende ich das Thema meinerseits. Es sprengt mir einfach den Rahmen eines Gamingboards und für gewöhnliche suche ich solche Diskussionen woanders.
Epvp - Mein Board für alles.
Dann wäre die Frage, was der Thread hier soll. Merkste was? Wir weiten uns aus. Demnächst wird es ohnehin einen Bereich für derartige Diskussionen geben, von daher: Nur zu.

Damit ich mich nicht aber noch X mal wiederholen muss, hier ein Thread, in dem du dazu weiterdiskutieren kannst (denn den Rahmen dieses Threads sprengt es allemal), in dem mir auch Hatd noch eine Antwort schuldig ist:

[Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...]
12/18/2012 00:28 Nussnougatcreme#180
Quote:
Originally Posted by Nussnougatcreme View Post
Damit beende ich das Thema meinerseits.
!

Die Zeit dazu ist mir zu Schade. Das Publikum das Falsche. Es ist eben doch "nur" epvp und jetzt spring an die Decke^^