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Originally Posted by BlackOperations
Danke für deine schnelle Antwort!
Also ich bin 21 und habe schon Mal mit 18 eine halbe Pappe genommen(weiß nicht mehr wie viel drin war) und hatte leider nur Optics. War auch ehrlicherweise nur mit Druffis unterwegs und die haben mich dick abgelenkt von diesem nachdenklichen Trip. Halbes Jahr später habe ich komplett mit Grass aufgehört(zu der Zeit Dauerkiffer) und seitdem studiere ich und bin nun im 6. Semester. Mein Problem ist, dass ich der Meinung bin das ich mich stark verbessert habe und sehr stark mich selbst reflektiere und generell alles um mich herum analysiere. Jedoch denke ich, dass durch LSD mein ganzes Bild von allem zusammenstürzen könnte und es doch ganz anders ist. Ich interessiere mich auch stark für Psychologie und Unterbewusstsein. Ich will nicht das am Ende ich aus dem Trip komme und auf einmal ganz andere Lebensziele habe und die Leute mich dann gar nicht verstehen, wenn ich Ihnen meine Denkweise erzähle. Ist jetzt schon ziemlich schwierig der Allgemeinheit das zu erklären, hab jedoch paar Freunde die etwas intelligenter sind und das wirklich verstehen. Ja vielleicht kannst du mir auch dazu einen Rat geben
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Du willst also nicht die 180º Wende durchmachen, die ich hinter mir hab bzw. auch immer noch durchmache. :D
Na ja, in dem Fall lass es halt. Du gehst kein Risiko ein, wenn du erst gar nicht trippst. Auf der anderen Seite: Wovor hast du Angst? Ne gute Lebenseinstellung und gute Lebensziele sollten ja nen Trip überleben (oder sogar durch ihn bestärkt werden). Wenn dir ein Trip zeigt, dass du z.B. doch nicht Programmierer werden willst, ist das dann schlimm? Hättest du lieber weitergelebt, ohne das zu lernen? Meinst du, das hätte dir dann später keine unterbewussten Probleme gemacht?
Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber für mich ist da eine Situation mit nem Kumpel sehr repräsentativ, der mich auf ne krasse Verspannung in meiner Schulter aufmerksam gemacht hat. Ich könnte ihn dafür verfluchen, dass mir nun die ganze Zeit auffällt, wie kacke sich meine Schulter anfühlt. :D Aber nur so kann ich daran arbeiten und wenn ich das irgendwann hinter mir hab, wird sie sich wesentlich besser anfühlen als vorher. Wenn du dir was ausgekugelt hast, wird das Einkugeln verdammt wehtun, aber manchmal musst du einen gewissen Schmerz aushalten, damit es besser werden kann. Ich für meinen Teil will nicht mehr zurück, ich will alles ausgraben, was evtl. noch in meinem Unterbewusstsein vergraben ist, statt die Augen davor zu verschließen. Wenn eine Sache emotional besonders schwierig ist, ist das ein Zeichen für mich, da erst recht genauer nachzuhaken. Wenn es in Ordnung ist, ist die Angst ja unbegründet.
Für mich brauchte es mehrere Anläufe bzw. mehrere Dinge, bei denen ich meine Meinung komplett geändert habe (war z.B. früher ein krasser Gegner von sämtlichen Drogen inklusive Alkohol), bis ich gemerkt habe, dass vieles auch einfach nur falscher Stolz ist. Man hängt irgendwie an seinem Selbstbild und möchte es beibehalten. Aber man entwickelt sich so oder so sein Leben über weiter, man kann sich nicht wirklich am Status quo festhalten und es zu versuchen ist nicht wirklich gesund (im schlimmsten Fall klappt es halt so halbwegs und man bleibt stehen, während der Rest der Welt weitergeht). Je eher man diesen Widerstand aufgibt, desto besser. Aber das ist etwas, das jeder für sich selbst merken muss. Wenn du das nicht möchtest, gibt es keinen Grund, dich dazu zu zwingen, obwohl du das nicht möchtest.
In dem Fall gilt wie gesagt: Kein Trippen (und dann am besten auch kein Meditieren), kein Risiko. Oder wenn du tripst, dann behalte währenddessen und danach halt im Hinterkopf, dass es nur ein Trip ist. Kein Trip verändert dich nachhaltig fürs Leben, wenn du danach nichts mit dem Erlebten machst, wenn du es wieder verfliegen lässt. Das ist oft eine Falle, wenn man das eigentlich behalten will, aber dann nichts dafür tut und nichts an seinem Leben ändert, es also nicht integriert, aber in deinem Fall spielt dir das dann ja eher in die Karten. Das ist natürlich auch bei Bad Trips ein starker Vorteil. Am Ende kommt es darauf an, was du aus einem Trip machst.