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Need for Speed Heat: Hoffnung, Cringe, Enttäuschung - und ich auf NfS-Entzug!

7 Comments - Tag: HEAT, HOT GARBAGE?, NEED...
Aug 15 - 05:11, by Toshio Riko


Need for Speed Heat: Hoffnung, Cringe, Enttäuschung - und ich auf NfS-Entzug!
Ein neues Need for Speed. Der Name? Heat. Genau, wie der grandiose neo-noir crime Film Heat von Michael Mann, mit Robert De Niro, Al Pacino und Val Kilmer in den Hauptrollen. Der erste Trailer weckt Erinnerungen, an eine gute alte Zeit. Löst gleichzeitig aber Cringe des Todes aus, lässt einen mit Augenrollen vorm PC erstarren und daran erinnern: Es ist EA. Und trotzdem, I'm in the hella fucking Need for Speed. Gebt mir endlich ein gutes NfS!


ANMERKUNG VORAB:

Ich muss noch dringend an meiner Einsendung für den EPvP Summer Event-Contest arbeiten, weshalb ich kaum Zeit habe, den Text großartig anzupassen oder zu verbessern, nachdem ich ihn fertig geschrieben hatte. Wollte aber dennoch meine Gedanken in Form dieser "Kolumne" loswerden. Betrachtet dies also mehr als ungefilterte Kundtung meiner dümmlichen Gedanken ohne Revision. Also eigentlich alles wie gehabt. Ich hoffe um euer Verständnis.

AUßERDEM: Auf NfS Heat komme ich erst ab hier zu sprechen. Davor gehe ich auf die Reihe an sich ein. Wen das nicht interessiert, kann einfach da oben auf den Anchor-Link klicken!




Seit der Jahrtausendwende hatten beide Dekaden bisher technologische Meilensteine vorzuweisen. Firmen wie Facebook, YouTube und Twitter verbinden die Menschen auf der Welt auf gänzlich neue Art und Weise und verändern die Art, wie wir kommunizieren und wen wir "Freund" nennen, wie wir Informationen verarbeiten und so vieles mehr. Das Handy transformiert zum Smartphone und finden ihre heutige Form im Jahr 2007, als Apple ein dünnes Multitasking-Tool mit Touch vorstellt. Und auch was Videospiele angeht, geht es steil bergauf.

Zwar wurden 3d-Grafiken schon in den 90s langsam im Aufkommen, doch wirklich gut aussehen tat es dann in der zweiten Hälfte der ersten Dekade. Sei es Racing, SciFi, Mario und Co., Open-World oder Shooter. Oder alles zusammen. Dazu kommt der Boom der Multiplayer und die Möglichkeit, am eigenen Heimcomputer für erschwingliche Preise zocken zu können.

In dieser Dekade ist es vor allem Cloud Gaming, das nun langsam prominenter wird und vermutlich Einzug in unseren Alltag im nächsten Jahr finden wird. Auch Virtual Reality startete Anfang dieser Dekade richtig durch, Palmer Luckey entwirft damals den ersten Prototypen der Oculus Rift, den Wegweiser für Home-Entertainment-VR. Der Markt scheint vor allem auf die Zukunft betrachtet vielversprechend zu sein. Facebook kauft also kurzerhand Oculus für 3 Milliarden Dollar, PlayStation entwickelt für die PS4 ebenfalls ein VR-Headset, HTC arbeitet an der Vive und heute? Heute konnte Steam sein hauseigenes VR-Set nur in den Vorbestellungen verkaufen wie warme Semmeln, wie man so schön sagt. Oder um dies mit Zahlen auszudrücken: 30 Minuten und man konnte in den USA bereits keine Pre-Orders mehr tätigen.

Genug davon, kommen wir ENDLICH zu Need for Speed. Ich liebe Need for Speed, wirklich. Mein erstes, wirklich eigenes Spiel auf meinem eigenen PC, als kleines Kind, nur fünf Jahre alt (fast sechs, zugegeben), war Underground. Bald folgte Underground 2. Dann Most Wanted. Dann Carbon. Dann ProStreet, Undercover und schließlich Shift. Was fällt an dieser Liste an Spielen auf? Zumindest, wenn ich sie mir so betrachte ... Unter all den Titeln, die zwischen 2003 und 2009 erschienen, gibt es nur einen, wirklich nur einen einzigen Ableger, der absolute Grütze war, und das ist Undercover. Aber man kann nicht immer perfekt sein. Manchmal fliegt man auch auf die Nase.


Und dann kommt der Dekaden-Wechsel. Zwei Ableger der Reihe waren noch Spiele, die ich gern haben konnte. Hot Pursuit, 2010 und Shift 2: Unleashed, 2011. Wobei Shift 2 schon gar nicht mehr den Namen "Need for Speed" im Titel trug. Ich zähle es aber, als einer der wenigen wahrscheinlich, trotzdem zur Need for Speed-Reihe dazu. Auch wenn es gänzlich um Profi-Racing geht. Aber gerade Shift 2 war für Tuning-Fans ein Segen. Einfach einen "Kleinwagen" zur Monster-Rennmaschine umfunktionieren. Genial. Ganz zu schweigen von der Physik, der Grafik und dem Sound. Es macht einfach so viel Spaß, dieses Spiel, dass ein Freund und ich einfach mal so aus Spaß die alte PlayStation 3 rausgekramt haben und das Spiel gestartet haben.

Und danach? The Run im Jahr 2011. Ein vielversprechender Titel, denn die Prämisse klang nach Potential. Doch die Enttäuschung folgte schnell. Gut, ich war noch jung, deshalb hatte ich tatsächlich geglaubt, dass das gesamte Spiel ein einziger Endurance-Race-Spaß wird. Von der West- zur Ostküste Amerikas, wunderschöne Skylines, atemberaubende Berge und Landschaften ... Ich hatte gehofft, dass man tatsächlich seinen eigenen, schnellsten Weg durch die USA finden muss, um als erster ans Ziel zu kommen mit so wenig Checkpoints wie möglich. Aber am Ende waren es nur eine Aneinanderreihung kurzer Rennen, die Story flach oder gar nicht vorhanden, hirnlose AI und vieler weiterer Mängel. Ich habe das Spiel nach nicht mal zwei Stunden ausgeschaltet. Viel verpasst habe ich nicht, denn die Main Story zu beenden dauert eh gerade so vier Stunden.

Von dem Most Wanted Titel will ich gar nicht erst anfangen. Ein Spiel, dass sich der IP von Most Wanted bedient und ein Reboot zum direkten Vorgänger von Criterion Games darstellt, Hot Pursuit. Beides waren grandiose Ableger der Reihe. Eine Vermischung war wirklich nicht nötig, noch dazu war man absolut nicht in der Lage, den Flair des Most Wanted-Ablegers zu begreifen, entsprechend zu Recht wird die Story des Spiels und der Singleplayer kritisiert. Genau so mangelt es dem Spiel an Tuning-Optionen, dem nicht Vorhandensein des I's aus "AI" und ... Aber immerhin scheint ein passabler Multiplayer den Kritikern der Fachpresse genug gewesen zu sein, dem Spiel Bestnoten zu geben. Oder vielleicht doch das Geld, was aus EAs Taschen floss.

Rivals, 2013. Das war die Zeit, wo EA dachte, es sei eine gute Idee, Online aufzuzwingen, einen Singleplayer nicht pausieren zu können und eine 30-FPS-Sperre einzubauen. Dazu fehlte dem Spiel vieles, was Hot Pursuit ausmachte, denn dieses Spiel wollte man auf Teufel komm raus kopieren. Weitere Mängel wären nur eine Wiederholung aus vorherigen Absätzen. Sechs, setzen EA.


Next-Gen, Zeit für einen Reboot der Serie? Geil, endlich mit frischen Ideen einen Neustart wagen, wie geil das nur klingt. Sich an den positiven Aspekten alter Spiele orientieren, aber grundsätzlich etwas ganz neues kreieren. Mit Need for Speed (2015) dachte ich wirklich, dass ich endlich mal wieder ein NfS-Titel in der Hand halte, den man genießen kann. Auch wenn die Grafiken ein Augenschmaus waren, die Physik generell nicht schlecht und Sound-technisch durchaus viel geleistet wurde, versagte das Spiel auf so vielen anderen Ebenen. Gut, Tuning war schon ein Fortschritt, das muss man noch erwähnen. Nicht perfekt, aber doch endlich mal wieder etwas, wo man sagen kann: Das ist gut! Nicht bei allen Autos, aber bei vielen. Aber alles andere ... Fangen wir bei dem Cringe des Jahres an: Die Cutscenes. Was zum Teufel hat man sich dabei gedacht? Während und vor allem bei Most Wanted (10 Jahre zuvor) die Cutscenes durch den einzigartigen Style und die Vermischung aus Spielwelt und den Schauspielern sich perfekt dem Spiel einfügte, kann man hier nur den Kopf schütteln. Ja, auch damals war die Schauspielerei eher Over-the-top, die Story flach, mit Klischees, aber dessen war man sich bewusst. Jetzt, 10 Jahre später, haben wir billige FPS-Aufnahmen von billigen Schauspielern, die auch Over-the-top agieren, oder gar nicht schauspielern können, aber so tun, als würden sie es "verdammt ernst" meinen. Bei den Dialogen beginnt einem, der Schädel wehzutun und seit jenem Tag trinke ich keinen Monster Energy mehr. Vielen Dank, EA. Ich mochte MONSTER. ICH MOCHTE ES! Was gibt es noch zu sagen? Die Phone Calls nerven, die Welt ist zwar hübsch, aber empty, die Lenkung ist meh, WIEDER Online-Zwang (und entsprechend kann man NICHT pausieren) und die Polizei ist so irrelevant, dass man sie hier nicht weiter erwähnen muss.

Hat EA was daraus gelernt? Naja, zumindest gibt es keinen Online-Zwang mehr, yee-haw. Und auf Live-Action Cutscenes wird nun auch mit "Payback" verzichtet. Vorbei die Zeiten, wo selbst 1500 poly counts in Cutscenes eine Herausforderung und unnötig viel Extraarbeit bedeutete und sowieso nicht realistisch. Heute reden wir nicht mehr über tausend, oder zehntausend poly counts, sondern Millionen von, zu Deutsch Vielecken, die für ein einziges Model genutzt werden. Dazu ein ArtStation-Link.

Darüber hinaus scheitert Payback auf ganzer Linie. Obwohl die Erwartungen wieder einmal hoch waren. Doch habe ich schon damals bei der Ankündigung vorgewarnt, sich nicht zu früh zu freuen. Als EA von der "großen, freien Welt" sprach, mahnte ich an, dass man erstmal abwarten soll, ob diese auch wirklich mit Leben gefüllt wird. Und zweifelte sehr, dass dies so sein wird. Ich behielt recht. Und wenn wir von EA reden, dann denken wir mal zurück in das Jahr 2017? Nachdem sie den Online-Zwang aufgaben, was kam als nächstes? Richtig, Lootboxen! Und ja, in Payback gab es zwei Möglichkeiten, in der Story voranzukommen: Alte Missionen eine Ewigkeit zu grinden ODER echtes Geld ausgeben ... In einem Singleplayer. Für den man 70 € gezahlt hat. Oder wie "PlayStation Lifestyle" sagen würde: "Die Story steht auf jeden Fall im Fokus des Spiels [...] die ich in 15 Stunden durchgespielt habe. Die Welt bietet so viel an Aktivitäten ..." und mehr bla bla. Die Welt ist empty, Police Chases gibt es so gesehen gar nicht, der Spieler wird gemolken, die Story ist grauenhaft, die Charaktere uninteressant und nicht likeable. Schade. Wieder einmal.


Und jetzt endlich, nach fast 1500 Wörtern kommen wir an im Jahr 2019. Denn all das musste ich loswerden, um nun über den neuen, angekündigten Ableger HEAT zu reden. Solltet ihr die vorherigen Absätze übersprungen haben, hier ein:
TL;DR: 2000-2010, geile NfS-Zeit. 2010-dato, HORROR!

Der neue Trailer, Cutscenes aus dem Spiel, also Pre-Rendered mit der Game Engine, oder gar überhaupt nicht im Spiel vorhanden und nur zweckdienlich für den Trailer, geben keinen Aufschluss darauf, was uns wirklich erwartet. Es lässt sich nur erahnen. Aber es scheint Hoffnungen zu geben. Es geht nach Miami, zumindest eine Stadt, die danach angelehnt ist. Palm City soll sie heißen. Laut EA wird es zwei verschiedene Arten von Wettbewerben geben. Tagsüber misst man sein Können in den sogenannten "Speedhunters Showdown"-Rennen, bei dem es tatsächliche Preisgelder gibt. Und nachts, da geht es dann nicht mehr um Geld, sondern Rep, also Reputation innerhalb der illegalen Street-Racer Szene, während man von "korrupten Cops verfolgt wird" und auch bei einer Verhaftung einfach mal dein Geld einstecken.

Es soll wohl wieder viel, viel mehr Tuning-Möglichkeiten geben, denn man habe wohl als Entwickler Ghost Games gemerkt, dass die Fans sehr enttäuscht darüber waren, dass dies fehlte in Payback. (Die Entscheidung, Lootboxen-Gameplay-Story-Grund Abzocke einzubauen, dürfte man EA und nicht Ghost Games in die Schuhe schieben!)


Aber was erfährt man nun im Trailer? Naja, wie gesagt, eigentlich gar nichts. Beginnen tut er damit, dass die Racer bei Nacht von der Polizei erfolgreich eingekesselt werden. Der Cop, der dann aus seinem getuntem und in Schwarz lackiertem Mustang aussteigt, sorgt erstmal für ordentlich Cringe. Man wollte wohl, dass Herr Polizist so richtig hart klingt, richtig tough. Also sagt er "Gib mir die Schlüssel", erst normal. Und dann schreit er, "ICH SAGTE JETZT SOFORT", natürlich alles auf Englisch. Doof nur, dass das Character-Model, bzw. der Kopf im Close-up, sich gar nicht passend zum Schrei bewegt, das durch den Schatten verdeckte Gesicht die Emotionen verdeckt und die Mundbewegung, die man erahnen kann, ebenfalls nicht ansatzweise zu diesem, wie immer bei NfS, Over-the-top gebrüllten Line bewegt. Außerdem hat der Voice Actor wohl Schnupfen gehabt an dem Tag, oder einen Vibrator im Po gehabt, während er die Line einsprach. Aber das klingt nicht böse, nicht hart, nicht angsteinflößend. Sondern, wie schon gesagt, extrem cringy.


Okay, hier die erste Vermutung. Bei dem werten Herren, der eindeutig noch das "hart sein" lernen muss, wird es sich mit ABSOLUTER Sicherheit um den "Boss" handeln, den Erzfeind-Cop. Zu offensichtlich ist die gesamte Präsentation direkt am Beginn dieses Trailers. Aber da kommen Erinnerungen wach: Wisst ihr noch, wie Most Wanted (2005) begann? Drei Minuten und wir werden Cross vorgestellt. Sergent Cross. Und man, war das eine Präsentation des Erzfeindes bei den Cops. Mit einem Drift bremst er dich aus, steigt aus seinem Corvett-Polizeiauto aus, zieht die Sonnenbrille runter. Geht an dein Auto, an das Fahrerfenster. Und hält dir eine kleine Rede. Er brüllt nicht, sondern spielt ein Spielchen. Er stellt die Machtverhältnisse klar. Und es gibt etwas Foreshadowing, aber wer NfS: Most Wanted kennt weiß, was ich meine.

Doch was wirklich Eindruck hinterlassen hat, was wirklich richtig gut funktioniert hat, war die letzte Szene hier am Beginn. Zuerst wirkt alles noch ganz normal. Doch als Cross und seine unbekannte Partnerin wegen eines Notrufes wegmüssen, tut Cross etwas, was glaube ich jedem Autoliebhaber die Galle aufkommen lassen würde. Aus der Tasche holt er den Schlüssel, zieht einen langen Kratzer über die komplette Lackierung und sagt danach, ganz gelassen, "Nice Pinstripe", zieht dazu herablassend die Augenbrauen hoch und grinst dich frech an. Der Hass ist echt, jetzt willst du um jeden Preis dieses Arschloch fertig machen.

Und in Heat? Ich bin mir so sicher, dass die erste Szene im Trailer auch die erste Begegnung mit dem Typen sein wird und/oder so ähnlich abläuft. Subtilität? Wer braucht das schon. Lassen wir den 08/15 Obercop einfach laut brüllen, dann brauchen wir uns keine Mühe geben, klarzustellen, dass er das Sagen hat und voll böse und hart ist. Am besten noch wird Exposition eingebaut, in dem er erklärt, dass er korrupt ist und auf das Gesetz scheißt, um Street Racer zu erwischen, statt wie in Most Wanted, es mit einer wunderbar integrierten "Geste" zu präsentieren. Naja.

Danach folgen Zusammenschnitte von Cutscenes, Cutscenes und noch mehr Cutscenes, 5 Sekunden Tuning und Cutscenes. Ach so, währenddessen labert eine Frau mit starkem Latino-Akzent etwas dazwischen. Ihr erster Satz, noch vor dem cringy "I said right now" ist, ich glaube portugiesisch. Dank YouTube-Untertitel weiß ich nun, dass sie sagt: "Time is the fire in which wie burn." Schön.

Und alles, was sie darauf einspricht, sind Sätze, die einfach nichts aussagen. Jeder Tag ist Gefahr? Danke, ich glaube wir alle kennen Need for Speed. "Also, geh kein Risiko ein." Warte, reden wir hier noch über Need for Speed? "Don't fuck up." Danke, das musst du mir nicht sagen ... "Sage nichts" ... ohne deinen Anwalt, ja wir kennen das bereits aus circa jedem zweitem Film und Serie. "Sie setzen uns Limits, um uns zu kontrollieren." Ich bin fast geneigt zu sagen, dass das endlich mal was mit der Story und dem Spiel zu tun hat. Aber dann fällt mir doch wieder auf, dass das wieder nur ein völlig sinnloser Satz ist. "Grenzen, an die wir uns fügen müssen." Wieso durchbrichst du die Grenze nicht? Meine Fresse. "Uns -sicher- zu machen. Aber uns gehören die Grenzen. Und die Nacht wird uns gehören! Überleben des Schnellsten. Keine Preise für den zweiten Platz. Aber im Rampenlicht stehen bedeutet, dass man ein Zielobjekt wird." Wie gesagt, Exposition. Oder um es in einen Satz zu sagen, was die gute Dame mir in die Ohren flüstert: Legale Rennen sind langweilig, ich muss das Adrenalin spüren. Der Rest ist so selbsterklärend und hätte viel besser gewirkt ohne, dass dir jemand erklärt, was du gerade siehst. Statt mit visuellen Mitteln zu arbeiten und den Trailer für sich wirken zu lassen, aber ich wiederhole mich ... Weiter sagt sie "They destroy, so we design." Sie sagt es genau in dem Moment, wo ein Auto zerstört wird und dann in der Tuning-Szene aufgemotzt wird ... Mädel, wir sind nicht blind. Danke. "They control, so we create." Ja, Kontrolle. Hatten wir schon. "If you catch fire, run, you'll burn faster." Poesie.

Was ich damit sagen will ist, dass ich befürchte, dass die Story im Singleplayer genau so flach und unkreativ ausfällt, wie dieser Trailer. An sich ist der Trailer nicht schlecht, aber die Frau als Narrator, die uns Exposition nach Exposition liefert und der Boss-Cop zu Beginn sind Elemente, die es absolut nicht braucht. Und da wir hier von einem EA-Spiel reden, wird es, es kann einfach nicht anders kommen, auch Elemente im Spiel geben, die kein Mensch braucht.


Aber vielleicht schafft es Ghost Games nun endlich uns das Need for Speed zu geben, was alle wollen. Und der Mix aus organisierten Rennen und nächtlichen, illegalen Street Races, Polizeiverfolgungsjagden, vielen Karren, die man hoffentlich nach Lust und Laune bis ins kleinste Detail aufmotzen kann, geile Fahrphysik mit dem schönen Mix aus Arcade und Realismus und einer lebenden Spielwelt ... Dann kann man endlich mal wieder glücklich sein. Zumindest erweckt die Welt im Trailer etwas den Eindruck, dass wirklich hier auch Menschen leben. Und Autos fahren. Und man anscheinend sogar von einem Cop angehalten werden kann und einfach gefragt wird: "Wissen sie, wie schnell sie gefahren sind?" Wenn mehr solcher Details wirklich im Spiel Einfluss finden, dann ja, kann das ein gutes Need for Speed werden. Dann kann man auch über eine flache Story, die kaum bis gar nichts dem Spiel beiträgt und einem Erzfeind-Cop, der Cringe AF ist, hinwegsehen.

Wenn schon Story in solch einem Need for Speed, dass wie früher ist oder sein soll, dann sollte sie nicht so aufdringlich, eher im Hintergrund, und auch unkompliziert in das Spiel integriert werden. Es ist einer der Gründe, warum ich Most Wanted so liebe. Die Story spielt nur eine Nebenrolle, aber sie trägt dazu bei, dass die richtige Atmosphäre geschaffen wird und dem Spieler Rivalitäten klar werden. Sodass, wenn Cross tatsächlich im Endgame bei einer Verfolgungsjagd auftaucht, wie aus dem Nichts, einem wirklich der Adrenalinspiegel im Blut in die Höhe schießt, der Puls schneller wird und man vollen Fokus darauf legt, seine VERFICKTE CORVETT UND ALLE EINZELTEILE ZU ZERLEGEN ... Entschuldigung, das war wohl ein PTSD-Anfall.

Also ja. Ich gebe zu, ich habe doch wieder Hoffnung, so gering die Wahrscheinlichkeit auch sein mag. Aber ich möchte, zum Abschluss dieser Dekade, dass Need for Speed endlich, zum ersten Mal, wieder so richtig, richtig gut wird. Denn 9 Jahre ohne ein NfS, welches mich wirklich so richtig aus den Socken gehauen hat, tut weh. Ich liebe diese Reihe, ich bin mit ihr aufgewachsen, ich wünsche mir so sehr, dass sie wieder so glorreich wird, wie sie es einst mal war. Und ich endlich dem Entzug entfliehen kann. Die Konsumpause ging lange genug, scheiß auf Safer-use-Regeln. Gebt mir die volle Dröhnung.

Genau so schöne Worte findet Jeff Grubb von VentureBeat in seinem kleinen Meinungsbeitrag. "I’m still unconvinced that the franchise is moving in the right direction. Games need to do more than deliver a handful of fun hours. They need to create a relationship with an audience."

Übrigens: In vier Tagen, oder drei, oder schon längst erschienen, je nachdem wann ihr den Beitrag lest, gibt es einen Gameplay-Trailer. Wobei ich selbst danach nicht sicher sein kann, was mich wirklich erwartet. Wer weiß, wie viel geschönigt und möglichst großartig in Szene gesetzt wurde.



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