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Kolumne: Wieso kann sich Nvidia so viele Fehltritte erlauben?

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SweetnessOverflow セラニエル



 
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Kolumne: Wieso kann sich Nvidia so viele Fehltritte erlauben?

Leicht musste ich schon schmunzeln als mir heute Abend der Link zu einem geschickt wurde – betitelt mit «Nach Druck von Nvidia: Asus gliedert AMD-Karten aus, weitere Hersteller folgen». Nvidia habe durch ihr Partnerprogramm mit ihren Vertriebspartnern vereinbart, dass diese ihre Marken in Zukunft exklusiv für Nvidia Produkte verwenden. So werde Asus in Zukunft ihre AMD Karten als Arez vertreiben, so heise.de, und nicht mehr unter dem Namen Strix – diesen verwendet Asus übrigens nicht nur für Ihre Grafikkarten, sondern auch für ihre weiteren, auf "Gamer" ausgerichteten Produktreihen, wie z. B. ihre Soundkarten oder Headsets. Verständlich ist es allemal, dass Nvidia einen Namen, welcher für die Gaming Produkt eines Herstellers verwendet wird, exklusiv für sich haben will in der GPU Sparte, so verlieren die AMD Produkte doch den Bezug zum Gaming bei dem jeweiligen Herstellern. Allerdings ist es auch ziemlich arrogant. Umso erstaunlicher finde ich, dass die Hersteller so mit sich umgehen lassen, vor allem unter dem Aspekt was Nvidia sich die letzten Jahre schon so geleistet hat:
  • 2008: Es wird öffentlich, dass alle GPUs, welche Chips mit den Codenamen G84 und G86 verwenden, von massiven Produktionsmängeln betroffen sind. Rückrufaktion? Fehlanzeige. Ersatz bekommen nur Kunden von größeren Notebookherstellern. Eine öffentliche Produktfehlerliste, wie es sie bei AMD oder auch Intel gibt, wird nicht gepflegt ().
  • 2009: Nvidia stellt ihre neuen GPUs, Codename Fermi, der Öffentlichkeit vor und bezeichnet diese als funktionsfähig. Später stellt sich heraus: Die Grafikkarten hat Holzschrauben, die Platine scheint als sei sie einfach abgesägt, Stromanschlüsse fehlen und noch einiges mehr. Eine also offensichtlich nicht lauffähige Karte, vermutlich um zu diesem Zeitpunkt noch vorhandene Probleme im Herstellungsprozess zu vertuschen ().
  • 2011: Tegra 3 wird vorgestellt, fünfmal schneller als der Vorgänger, so sagt Nvidia es. Gemeint waren aber lediglich eine eigentlich nur doppelte Rechenleistung der Chips mit einer behaupteten dreifachen Grafikleistung. Ergibt laut Nvidia die fünffache Leistung, eine Marketinglüge vom feinsten ().
  • 2013: GameWorks, eine Softwarebibliothek von Nvidia, steht in der Kritik. Weder Spieleentwickler noch AMD haben die Möglichkeit dort hineinzuschauen, wodurch eine Treiberoptimierung seitens AMD unmöglich ist. Technisch also eine Bevorzugung der Nvidia Karten, da Nvidia ihre Treiber daraufhin optimieren können. Belege für die Vorwürfe gibt es jedoch zu diesem Punkt nicht ().
  • 2014: Nvidia präsentiert ihre 900er Serie, darunter auch die GTX 970. Beworben wird diese Karte mit 4 GB VRam. Erst 2015 stellt sich heraus, dass tatsächlich allerdings nur 3.5 GB voll angebunden sind und sich effektiv nutzen lassen. Die von Nvidia genannten Spezifikationen der Karte waren schlichtweg falsch und wurden auch der Presse gegeben über falsch angegeben, welche somit unwissend falsche Daten an die Öffentlichkeit gegeben hat. Wie wichtig Nvidia Kommunikation und Transparenz gegenüber dem Kunden sind wird spätestens jetzt klar: gar nicht, sonst hätte man dies noch vor Veröffentlichung richtig stellen können ().
  • 2015: Wieder steht GameWorks von Nvidia in der Kritik Grafikkarten der Konkurrenz auszubremsen. Richard Huddy, Gaming Scientist bei AMD, zur Funktionsweise: «Wenn es [bezieht sich auf das zur Verfügung stellen von zusätzlichen Grafikeffekten] nur das wäre, könnten die Leute einfach sagen: 'Ich treffe die Wahl und schalte es ab, wenn ich mit AMD unterwegs bin und lasse es an, wenn ich es mit Nvidia bin. [...] Nvidia Gameworks schadet typischerweise auch der Performance auf Nvidia-Hardware, was schon etwas tragisch ist. Es kommt einem so vor, als ginge es darum, die Performance selbst auf High-End-Grafikkarten zu reduzieren, damit die Leute etwas Neues kaufen müssen.» Ob Beabsichtigt oder nicht, das sei zumindest auch eine Konsequenz von Gameworks. Konkret werde z. B. bei Crysis 2 jedes Frame mit Wasser mit Millionen von Polygonen tesselliert, auch wenn dieses nicht sichtbar sei. Dadurch, und durch weitere Tessellierungen, entstünden Millionen an nutzlosen Polygonen, welche durch die GPU berechnet werden müssen ().
  • 2017: Das High-End Modell einer jeden Generation bei Nvidia ist die Titan Serie. So auch für die aktuelle Pascal Serie, für welche im August 2016 die Titan X (Pascal) (damals ca. 1360$) veröffentlicht wurde. Womit die Kunden aber nicht gerechnet haben ist, dass knapp sieben Monate später die GTX 1080 TI veröffentlicht wird, welche die Titan X (Pascal) in Sachen Leistung minimal überholt und auch noch günstiger (ca. 700$) ist. Enttäuschung bei vielen Käufern des vermeidlichen Top-Modells der Pascal Serie, wovon einige, vorwiegend vermutlich Enthusiasten, auf die neue Grafikkarte umgestiegen sein dürften, nur um gut einen Monat später wieder enttäuscht zu werden: Nvidia stellt eine neue Titan GPU vor, die Titan XP (ca. 1350$). Das P steht für Pascal – so wurde die vorherige Titan X (Pascal) oft inoffiziell von vielen Fans und der Presse bezeichnet, um diese von der Titan X mit Maxwell Architektur aus dem Jahr 2005 unterscheiden zu können. Diese ist wiederum deutlich leistungsfähiger als eine 1080 TI. Die armen Menschen welche sich bereits 2016, nicht Mals ein Jahr zuvor, eine Titan X der Pascal Reihe gekauft haben, mit dem Gedanken die Leistungsfähigste GPU dieser Architektur zu kaufen.

Zusammengefasst leistet Nvidia sich über die Jahre ziemlich viele Schnitzer in Richtung Transparenz, Kundenumgang und setzt auf scheinbar dreckige Methoden um die Konkurrenz zu schwächen. Der Kauf einer Nvidia Karte hingegen wird oft mit der technischen besseren Leistung begründet. Wenn man genau hinschaut ist Nvidia aber auch nicht ganz sauber. So bezeichnet Nvidia ihre Maxwell Karten (900er Serie, veröffentlicht 2014) als Kompatibel zu DirectX12, dabei werden asynchrone Berechnungen, eins der Kernfeatures von DirectX12, nicht in der Hardware unterstützt sondern lediglich simuliert. Gegenüber Windows melden Treiber aber, dass dieses Feature vorhanden sei (). Schaut man zu AMD, so unterstützt bereits 2011 vorgestellte HD 7000er Serie diese Features. Bezüglich technischer Entwicklungen im Bereich von Grafikkarten sollte man zudem hervorheben, das AMD die Entwicklung von DirectX12 durch ihre hardwarenahe Schnittstelle Mantle eigentlich erst ins Rollen gebracht hat und den Partnern nicht proprietäre Technik kostenfrei zur Verfügung stellt, wie zum Beispiel FreeSync.

Langsam nervt es, Nvidia. Gefühlt kommt es über die Jahre zu keinem Stillstand von negativen Schlagzeilen. Wozu auch, die Kunden kaufen ja weiterhin die Produkte. Und auch ich muss zugeben, so ziemlich genau vor einem Jahr, meine bis dato geliebte AMD HD 7950, welche sich über sechs (!) Jahre sehr gut gehalten hat und trotz ihres Alters eine technisch bessere Kompatibilität zu DirectX12 bieten konnte als die 900er Serie von Nvidia aus dem Jahr 2014, gegen eine GTX 1080 getauscht zu haben – hauptsächlich der Tatsache geschuldet das AMD Vega zu lange auf sich warten ließ für zu wenig Leistung und dem Mangel an AMD Karten, verursacht durch die Beliebtheit bei Minern aufgrund der nativen OpenCL Leistung. Dennoch halte ich es mittlerweile für immer fragwürdiger, ob ein Unternehmen wie Nvidia, welches sich nicht mit Transparenz gegenüber Kunden rühmt, es verdient hat seine Produkte so erfolgreich verkaufen zu können. Die Eingangs erwähnte Schlagzeile ist dabei nur eine von vielen und wir sollten zumindest darüber nachdenken, ob wir, als Kunden, dies unterstützen wollen oder nicht. Das mehr Konkurrenz den Markt belebt hat man mit der Einführung von AMD Ryzen im CPU Bereich deutlich gesehen und von den positiven Folgen profitieren wir, als Konsumenten, am meisten.

Beenden möchte ich diese Kolumne nun mit einem ein wenig überspitzten Zitat von Linus Torvalds, Entwickler des Linux Kernels:
Quote:
And I am also happy to very publicly point out, that Nvida has been one of the worse trouble spot we´ve had with hardware manufactors. And that is really sad, because Nvidia tries to sell chips, alot of chips, into the Android market. And Nvidia has been the single worst company we have ever dealt with. So Nvidia, fuck you!
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Serraniel is offline  
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Old 04/18/2018, 23:45   #2
 
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Um fair zu bleiben, die Titan X(P) hat eigentlich nicht vornehmlich Gamer als Zielgruppe
vielmehr ist diese besser für Machine Learning ausgelegt, das sie sich gut zum Spielen eignet, ist dabei nur ein nettes Nebenprodukt um Gamer Geld aus den Taschen zu leiern

Ganz schlimm ist Nvidia auch mit Linux
während AMD quelloffene Treiber entwickelt welche die proprietären in den Schatten stellen und mit fast jeder Konfiguration laufen
ist "quelloffen" ein Begriff den Nvidia sehr Stiefmütterlich behandelt (was zu Problemen mit einigen Distributionen führt), außerdem interessieren sie sich nicht für xwayland support (was inzwischen auch fast alle Distributionen nutzen) und kochen lieber ihr eigenes Süppchen

und vergessen wir mal nicht das man für ""Geforce Experience"" einen Nvidia Account braucht um sich seine Grafikkarten Treiber zu laden



Der-Eddy is offline  
Old 05/06/2018, 13:02   #3
SweetnessOverflow セラニエル



 
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Nur zur Vollständigkeit, Nvidia hat das Partnerprogramm mittlerweile wieder eingestellt:
Serraniel is offline  
Old 05/09/2018, 13:25   #4

 
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Originally Posted by Der-Eddy View Post
und vergessen wir mal nicht das man für ""Geforce Experience"" einen Nvidia Account braucht um sich seine Grafikkarten Treiber zu laden
Wenn dich das stört, dann kannst du dir deine treiber auch einfach von hier runterladen



Die nötige Registrierung finde ich um ehrlich zu sein gar nicht schlimm.
Vor allem wenn man bedenkt, dass Experience noch Spieleoptimierung und ShadowPlay mitbringt.
Und mir persönlich ist Shadowplay alleine schon die Registrierung wert


404 Not Found is offline  
Old 05/15/2018, 10:02   #5


 
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Originally Posted by 404 Not Found View Post
Die nötige Registrierung finde ich um ehrlich zu sein gar nicht schlimm.
Vor allem wenn man bedenkt, dass Experience noch Spieleoptimierung und ShadowPlay mitbringt.
Und mir persönlich ist Shadowplay alleine schon die Registrierung wert
Ich hab immer das Gefühl das Shadowplay meinen Pc vollmüllt darum habe ich das Programm nie lange Zeit verwendet..
.Sεℜio×™ is offline  
Old 05/15/2018, 13:55   #6

 
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Es ist doch ganz einfach ... Weil sie Marktführer sind und keine echte Konkurrenz haben...
Intel hat ja auch den Mainstream Markt über ein Jahrzehnt mit QuadCores zugemüllt, erst als AMD wieder ein echt konkurrenzfähiges Produkt hatte haben sie den Hintern hochbekommen (was man letztes Jahr im echt übereilten Launch von CoffeeLake sah).
AMD als Nvidia Konkurrent kann im mittleren Preissegment vllt noch mithalten, aber einer GTX 1080 Ti hat AMD einfach nichts entgegenzusetzen. Und solange sich das nicht ändert wird Nvidia auch weiterhin viel Blödsinn bauen und damit durchkommen.
btw. den gewünschten Effekt haben sie mit dem GPP ja schon erzielt.


GeTOwNeDx3 is offline  
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Tags
intransparenz, kritik, marketinglügen, nvidia, tricks


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