DotW - Discussion of the Week - Week 7

01/19/2011 13:38 Vesanius#1
Der Cannabis-Verkauf in der Stadt Zürich soll nach dem Willen des Parlaments legal werden. Das Stadtparlament überwies nach einer emotionalen Debatte ein Postulat für einen Pilotversuch. Die Regierung hat nun zwei Jahre Zeit dieses zu prüfen.

Quote:
Das Postulat von zwei Gemeinderäten der Jungen Grünen aus dem Jahr 2006 fordert den kontrollierten Verkauf von Cannabis in Zürich.
Das Pilotprojekt soll wissenschaftlich begleitet werden. Weiter sollen Jugendliche präventiv begleitet werden.
Postulant: Drogenpolitik blockiert
Einer der beiden Postulanten sprach von «einem politischen Signal Richtung Bern». Die Drogenpolitik in der Schweiz sei blockiert. Die Stadt Zürich solle einen Schritt weiter gehen und eine Pionierrolle übernehmen, forderte er. Ein «Kiffer-********» soll Zürich aber nicht werden.
Unterstützt wurden die Grünen von der SP, der AL und den Grünliberalen: Für die GLP ist das Kiffen «ein Laster und kein Verbrechen». Die SP hingegen sagte «sehr pragmatisch Ja». Die Partei sieht bei der Umsetzung des Postulates rechtliche und wissenschaftliche Probleme, wie ihre Sprecherin sagte. Die Beschaffung wäre sehr wahrscheinlich illegal, der Verkauf aber legal.
SVP: Kein Bedürfnis für legales Kiffen
Gegen einen legalen Cannabis-Verkauf waren FDP, SVP, EVP, CVP und SD. «Es ist kein Bedürfnis, dass Kiffen in diesem Land legal wird», sagte der SVP-Sprecher mit Blick auf das Nein gegen die nationale Initiative zur Legalisierung von Cannabis im Jahr 2008.
Die FDP fragte, ob es gerechtfertigt sei, dass der Staat Drogen verkaufe. Eine staatliche Alkoholabgabe gebe es auch nicht.
67 Ja- gegen 49 Nein-Stimmen
Die EVP zeigte sich zwar an wissenschaftlichen Fakten interessiert - aber nicht auf diesem Weg. Und gemäss CVP würde Cannabis als Medikament nicht zugelassen - weil es zu grosse Nebenwirkungen hätte.
Das Parlament überwies das Postulat schliesslich mit 67 Ja- zu 49 Nein-Stimmen. Der Stadtrat nimmt das Postulat entgegen, wie die zuständige Stadträtin Claudia Nielsen sagte. Das heisst aber noch nicht, dass der Cannabis-Verkauf in der Stadt Zürich damit auch wirklich legal wird.
Das Berner Beispiel
Die Regierung hat nun zwei Jahre Zeit das Postulat zu prüfen und kann es auch ablehnen, wie etwa das Beispiel Stadt Bern zeigt. Das Berner Stadtparlament hatte im Juni 2006 ein ähnliches Postulat überwiesen. Ein Jahr später lehnte die Regierung den Pilotversuch ab. Der Cannabis-Verkauf wäre nur als wissenschaftliches Forschungsprojekt möglich, gab sie damals als Begründung an.
Auf nationaler Ebene forderten die Gesundheitskommissionen von National- und Ständerat im Januar dieses Jahres, dass der Cannabis-Konsum zwar verboten bleiben soll, aber künftig nicht mehr zur Anzeige gebracht wird. Stattdessen sollen Cannabiskonsumenten Ordnungsbussen erhalten.
noch ein paar Zahlen:

11.5 % der Männer in der Schweiz kiffen regelmässig
5.1 % der Frauen tun's ebenso


Quelle + ein Video:
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Eure Meinung ist gefragt!
01/19/2011 13:47 Fevii#2
Nr 7 war schon dran von Unick jetzt wäre Nr 8 dran ;P

aber von mir aus können die das ruhig machen dann fährt man vllt öfter nach unten ;P
01/19/2011 13:49 Vesanius#3
Quote:
Originally Posted by Fevii View Post
Nr 7 war schon dran von Unick jetzt wäre Nr 8 dran ;P

aber von mir aus können die das ruhig machen dann fährt man vllt öfter nach unten ;P
hoppala. sorry :f
01/19/2011 14:10 Unick#4
Eigentlich mische ich mich in dieses Drogenthema nicht wirklich ein, aber ich halte es für unnötig dass in der Schweiz oder in anderen Ländern das legal wird. Die Niederlande hat es und es reicht auch. Für mich ist das eher wie eine Touristenattraktion die jedes Land hat. Die Niederlande hat das Kiffen, Deutschland hat "kein" Tempolimit auf der Autobahn, die Schweiz ihre Berge, England die falsche Autospur, Rumänien Wildjagd für die Elite Europas und Spanien das gute Wetter. Man muss diese Sachen nicht auf das ganze Kontinent ausweiten, es reicht wenn es sie an ein paar Stellen gibt. Fördert Tourismus, die Haushaltskasse und Zusammenhalt.
01/19/2011 21:17 Gentleman Jack#5
hmm holland ist näher als zürich :D

Btt:

Wenn man die anfallenden kosten, für kleindelikte wie drogenkosum/besitz und mit den einnahmen durch steuern etc. gleichsetzt würde sich ein "erlaubter" konsum für den staat positiv auswirken.

Von daher bin und bleibe ich für eine legalisierung des konsums.

Dazu kommt, das der reiz an kanabis bei vielen jugendlichen geniommen wird, denn was erlaubt ist ist "langweilig".
01/19/2011 21:35 ZeroShout#6
Also meinen Erfahrungen nach kiffen die in Zürich eh schamlos und es wird auch eiskalt toleriert.
01/19/2011 22:27 Hookah#7
Quote:
Originally Posted by ZeroShout View Post
Also meinen Erfahrungen nach kiffen die in Zürich eh schamlos und es wird auch eiskalt toleriert.
Agree.
Ich selber wohne in Zürich, es gibt Jugendhäuser (Treffpunkte) und selbst da drin wird gekifft, obwohl das ganze von der Stadt aus gesponsort wird.
Ein legalisieren des Konsums würde aber wohl oder übel dazu führen dass man das ganze in grösseren Mengen konsumiert, und es nochmehr Probleme geben würde.
Ich bin immernoch dagegen, wobei es eine positive Auswirkung auf die Wirtschaft hätte, da einzelne Dealer aus Zürich Hunderttausende von Franken im Monat damit einnehmen.. Und mal ehrlich, welcher Idiot gibt das bei der Steuererklärung an.. :rolleyes:
01/20/2011 06:40 Noyze#8
Naja würde man dann auch eine Drogensteuer einführen dann wäre das ein gefundenes Fressen für Deutschland =)
Wie bei den Zigaretten halt..
Wieder ein paar Milliarden mehr im Jahr..
Wobei man auch sagen muss das es gesünder ist ein bis zweimal die Woche nen Joint zu rauchen anstatt 3 Packungen Zigaretten..

Mir isses wurscht ;O