Computerdaten als Beweis?

11/09/2006 21:40 Maybe It's Maybelline#1
Mich interessiert die Frage schon etwas länger und zwar nehmen wir mal dieses Beispiel;

Jemand hat eine Seite gehackt, anscheinend ohne Proxy. Der Betreiber kann ja dann einfach eine Anzeige gegen die Adresse der IP machen. Was ich mich jetzt frage ist ob die Rechner eigentlich nach Beweisen durchstöbert werden? Und wenn ja, inwiefern würde das sich manipulieren lassen? Man könnte doch praktisch wenn man z.B einen Homeserver hat wo man Warez ablegt, einen webserver installieren der sich versteckt startet bzw um zu vertuschen das man das zeugs selber gehäuft hat oder eine Seite gehackt hat, sozusagen um den Verdacht von sich selber abzulenken so das die Ermittler eventuell davon ausgehen könnten das man als Proxy server oder ähnliches missbraucht wurde?

Ich hab zwar nicht was gravierend illegales am laufen, aber es wäre mal gut zu wissen inwiefern einige "Beweise" den Tatbestand verändern könnten.
11/09/2006 21:49 CyRuSTheViRuS#2
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ka ob dir das hilft
11/09/2006 23:04 robreload#3
Quote:
Originally posted by Maybe It's Maybelline@Nov 9 2006, 21:40
Mich interessiert die Frage schon etwas länger und zwar nehmen wir mal dieses Beispiel;

Jemand hat eine Seite gehackt, anscheinend ohne Proxy. Der Betreiber kann ja dann einfach eine Anzeige gegen die Adresse der IP machen. Was ich mich jetzt frage ist ob die Rechner eigentlich nach Beweisen durchstöbert werden? Und wenn ja, inwiefern würde das sich manipulieren lassen? Man könnte doch praktisch wenn man z.B einen Homeserver hat wo man Warez ablegt, einen webserver installieren der sich versteckt startet bzw um zu vertuschen das man das zeugs selber gehäuft hat oder eine Seite gehackt hat, sozusagen um den Verdacht von sich selber abzulenken so das die Ermittler eventuell davon ausgehen könnten das man als Proxy server oder ähnliches missbraucht wurde?

Ich hab zwar nicht was gravierend illegales am laufen, aber es wäre mal gut zu wissen inwiefern einige "Beweise" den Tatbestand verändern könnten.
klar können/könnten sie deinen pc nach diesen daten durchstöbern und das mit dem server glaube ich nicht wirklich, die werden schon ihre techniken haben um solche fälle auszuschließen mittels log oder sonstiges.
11/09/2006 23:11 Maybe It's Maybelline#4
Quote:
Originally posted by robreload+Nov 9 2006, 23:04--></span><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (robreload @ Nov 9 2006, 23:04)</td></tr><tr><td id='QUOTE'> <!--QuoteBegin--Maybe It's Maybelline@Nov 9 2006, 21:40
Mich interessiert die Frage schon etwas länger und zwar nehmen wir mal dieses Beispiel;

Jemand hat eine Seite gehackt, anscheinend ohne Proxy. Der Betreiber kann ja dann einfach eine Anzeige gegen die Adresse der IP machen. Was ich mich jetzt frage ist ob die Rechner eigentlich nach Beweisen durchstöbert werden? Und wenn ja, inwiefern würde das sich manipulieren lassen? Man könnte doch praktisch wenn man z.B einen Homeserver hat wo man Warez ablegt, einen webserver installieren der sich versteckt startet bzw um zu vertuschen das man das zeugs selber gehäuft hat oder eine Seite gehackt hat, sozusagen um den Verdacht von sich selber abzulenken so das die Ermittler eventuell davon ausgehen könnten das man als Proxy server oder ähnliches missbraucht wurde?

Ich hab zwar nicht was gravierend illegales am laufen, aber es wäre mal gut zu wissen inwiefern einige "Beweise" den Tatbestand verändern könnten.
klar können/könnten sie deinen pc nach diesen daten durchstöbern und das mit dem server glaube ich nicht wirklich, die werden schon ihre techniken haben um solche fälle auszuschließen mittels log oder sonstiges. [/b][/quote]
Anonymer Server und die Verbindung hat einen hohen Traffic, sowohl upload und download. Gehen wir mal davon aus :o
11/10/2006 01:18 NoName#5
also sämtliche computersachen nehmen se mit und siehste nie wieder soviel kann ich dir aus eigener erfahrung sagen.

zu den rest das werden se schon ermitteln wer dafür verantwortlich ist, wie gross das risiko ist das überhaupt was passiert hängt eh davon ab was du machst.
11/10/2006 14:24 S.A.L.O.M.O.N.#6
jo, kumpel war unter verdacht und sein rechner wurde durchsucht , hatte wie jeder ein paar sachen drauf nurn paar mp3`s unso
den pc hat er nie wieder gesehen

( das war der heftigste tag ever , jeder von ein paar freunden iis von der schule nach hause und hat irgendwas gemacht FALLS die polizei vorbeikommt , anscheinend haben die 5 pcs gefilzt ^^ )
naja , seitdem halt ich mich von sowas immer mehr fern
11/12/2006 11:18 Vaneth#7
Behauptung: Den PC sieht man nie wieder wenn er erstmal von der Polizei beschlagnahmt wurde.
Antwort:

-> Richtig, wenn auf dem PC etwas gefunden wurde, dass das Dir vorgeworfene bestätigt.
-> Falsch, wenn nichts gefunden wurde was mit dem Dir vorgeworfenen Vergehen im Zusammenhang steht.


Wenn man diese Dinge verdeckt installiert, kann man u.U. auffliegen, da die Systemlogs eventuell wiedergeben, dass diese "Geheimhaltung" von einem selbst durchgeführt wurde und nicht von Dritten ausserhalb. Selbst wenn der Rechner unter einer hohen Auslastung leidet, müsste man das ja als "Opfer" nciht mitbekommen haben, um dagegenzuwirken.

Und man wird nicht grundsätzlich anhand der IP gefunden, denn:

-> Provider sind zu keiner Speicherung der Verbindungsdaten verpflichtet. Freenet z.B. hat eine Stunde nach Verbindungstrennung bereits keinerlei Daten mehr über den Benutzer vorliegen, der dann und dann mit IP soundso online war.
-> Wenn das Beispiel "Website gehackt" genommen wird, gilt zu bedenken welche Website es ist. Ist sie gewerblich, wird die Sache weiterverfolgt. Ist sie privat, muss man zur Weiterverfolgung selbst in einen Rechtsbeistand investieren was in den seltensten Fällen lohnenswert ist.

mE nach wird man aber nicht belangt, wenn der Speicherort illegaler Daten verschlüsselt ist. Kann die Behörde diesen Mechanismus nicht knacken, können sie keine illegalen Inhalte nachweisen. Aus der Mitwurkungspflicht nimmt man sich, indem man behauptet das Passwort vergessen zu haben.

Quote:
Das Rechtsberatungsgesetz (RBerG) verbietet in diesem Forum eine Rechtsberatung im Einzelfall zu erteilen. Ich bekunde ausdrücklich, dass die von mir gegebene Antwort keine Rechtsberatung darstellt. Die Antwort ist deshalb als reine Meinungsäußerungen zu verstehen!

Rechtsberatung darf nur von Personen betrieben werden, denen dazu von der zuständigen Behörde die Erlaubnis erteilt ist (z.B. Rechtsanwälte). Wer Rechtsberatung wünscht, der wende sich bitte an einen Anwalt seines Vertrauens bzw. an einen Anwalt, der dafür laut der von ihm genannten Tätigkeitsschwerpunkte geeignet ist.

Die Antwort auf bestimmte Fragen in diesem Forum kann eine qualifizierte, am konkreten Einzelfall orientierte Rechtsberatung in keinem Fall ersetzen.
11/12/2006 20:09 Ultima#8
Quote:
Originally posted by Vaneth@Nov 12 2006, 11:18
Behauptung: Den PC sieht man nie wieder wenn er erstmal von der Polizei beschlagnahmt wurde.
Antwort:

-> Richtig, wenn auf dem PC etwas gefunden wurde, dass das Dir vorgeworfene bestätigt.
-> Falsch, wenn nichts gefunden wurde was mit dem Dir vorgeworfenen Vergehen im Zusammenhang steht.


Wenn man diese Dinge verdeckt installiert, kann man u.U. auffliegen, da die Systemlogs eventuell wiedergeben, dass diese "Geheimhaltung" von einem selbst durchgeführt wurde und nicht von Dritten ausserhalb. Selbst wenn der Rechner unter einer hohen Auslastung leidet, müsste man das ja als "Opfer" nciht mitbekommen haben, um dagegenzuwirken.

Und man wird nicht grundsätzlich anhand der IP gefunden, denn:

-> Provider sind zu keiner Speicherung der Verbindungsdaten verpflichtet. Freenet z.B. hat eine Stunde nach Verbindungstrennung bereits keinerlei Daten mehr über den Benutzer vorliegen, der dann und dann mit IP soundso online war.
-> Wenn das Beispiel "Website gehackt" genommen wird, gilt zu bedenken welche Website es ist. Ist sie gewerblich, wird die Sache weiterverfolgt. Ist sie privat, muss man zur Weiterverfolgung selbst in einen Rechtsbeistand investieren was in den seltensten Fällen lohnenswert ist.

mE nach wird man aber nicht belangt, wenn der Speicherort illegaler Daten verschlüsselt ist. Kann die Behörde diesen Mechanismus nicht knacken, können sie keine illegalen Inhalte nachweisen. Aus der Mitwurkungspflicht nimmt man sich, indem man behauptet das Passwort vergessen zu haben.

Quote:
Das Rechtsberatungsgesetz (RBerG) verbietet in diesem Forum eine Rechtsberatung im Einzelfall zu erteilen. Ich bekunde ausdrücklich, dass die von mir gegebene Antwort keine Rechtsberatung darstellt. Die Antwort ist deshalb als reine Meinungsäußerungen zu verstehen!

Rechtsberatung darf nur von Personen betrieben werden, denen dazu von der zuständigen Behörde die Erlaubnis erteilt ist (z.B. Rechtsanwälte). Wer Rechtsberatung wünscht, der wende sich bitte an einen Anwalt seines Vertrauens bzw. an einen Anwalt, der dafür laut der von ihm genannten Tätigkeitsschwerpunkte geeignet ist.

Die Antwort auf bestimmte Fragen in diesem Forum kann eine qualifizierte, am konkreten Einzelfall orientierte Rechtsberatung in keinem Fall ersetzen.
Zu dem thema speicherung der verbindungsdaten gibts nen relativ frisches urteil das besagt das es dem provider nicht gestattet ist verbindungsdaten zu speichern
wenn dein provider dies tut kannst du ihn anschreiben und gegebenenfalls vor gericht dagegen klagen
11/12/2006 20:17 Vaneth#9
Quote:
Originally posted by Ultima+Nov 12 2006, 20:09--></span><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (Ultima @ Nov 12 2006, 20:09)</td></tr><tr><td id='QUOTE'> <!--QuoteBegin--Vaneth@Nov 12 2006, 11:18
Behauptung: Den PC sieht man nie wieder wenn er erstmal von der Polizei beschlagnahmt wurde.
Antwort:

-> Richtig, wenn auf dem PC etwas gefunden wurde, dass das Dir vorgeworfene bestätigt.
-> Falsch, wenn nichts gefunden wurde was mit dem Dir vorgeworfenen Vergehen im Zusammenhang steht.


Wenn man diese Dinge verdeckt installiert, kann man u.U. auffliegen, da die Systemlogs eventuell wiedergeben, dass diese "Geheimhaltung" von einem selbst durchgeführt wurde und nicht von Dritten ausserhalb. Selbst wenn der Rechner unter einer hohen Auslastung leidet, müsste man das ja als "Opfer" nciht mitbekommen haben, um dagegenzuwirken.

Und man wird nicht grundsätzlich anhand der IP gefunden, denn:

-> Provider sind zu keiner Speicherung der Verbindungsdaten verpflichtet. Freenet z.B. hat eine Stunde nach Verbindungstrennung bereits keinerlei Daten mehr über den Benutzer vorliegen, der dann und dann mit IP soundso online war.
-> Wenn das Beispiel "Website gehackt" genommen wird, gilt zu bedenken welche Website es ist. Ist sie gewerblich, wird die Sache weiterverfolgt. Ist sie privat, muss man zur Weiterverfolgung selbst in einen Rechtsbeistand investieren was in den seltensten Fällen lohnenswert ist.

mE nach wird man aber nicht belangt, wenn der Speicherort illegaler Daten verschlüsselt ist. Kann die Behörde diesen Mechanismus nicht knacken, können sie keine illegalen Inhalte nachweisen. Aus der Mitwurkungspflicht nimmt man sich, indem man behauptet das Passwort vergessen zu haben.

Quote:
Das Rechtsberatungsgesetz (RBerG) verbietet in diesem Forum eine Rechtsberatung im Einzelfall zu erteilen. Ich bekunde ausdrücklich, dass die von mir gegebene Antwort keine Rechtsberatung darstellt. Die Antwort ist deshalb als reine Meinungsäußerungen zu verstehen!

Rechtsberatung darf nur von Personen betrieben werden, denen dazu von der zuständigen Behörde die Erlaubnis erteilt ist (z.B. Rechtsanwälte). Wer Rechtsberatung wünscht, der wende sich bitte an einen Anwalt seines Vertrauens bzw. an einen Anwalt, der dafür laut der von ihm genannten Tätigkeitsschwerpunkte geeignet ist.

Die Antwort auf bestimmte Fragen in diesem Forum kann eine qualifizierte, am konkreten Einzelfall orientierte Rechtsberatung in keinem Fall ersetzen.
Zu dem thema speicherung der verbindungsdaten gibts nen relativ frisches urteil das besagt das es dem provider nicht gestattet ist verbindungsdaten zu speichern
wenn dein provider dies tut kannst du ihn anschreiben und gegebenenfalls vor gericht dagegen klagen [/b][/quote]
Ah, daher. Ich danke Dir.
11/12/2006 21:29 Inukie#10
ich hab mal ne frage zu dem ganzen ip zeugs da <<
also ich hab t-online und ne dynamische ip wenn ich jetzt zb eine ip habe irgendwas mache
und dann router neustarte ne neue ip haben können die dann zb zu t-online gehen und fragen
wer zu dieser und dieser uhrzeit diese ip hatte ?
oder geht das nicht ? x.x
11/12/2006 22:14 Vaneth#11
Quote:
Originally posted by Inukie@Nov 12 2006, 21:29
ich hab mal ne frage zu dem ganzen ip zeugs da <<
also ich hab t-online und ne dynamische ip wenn ich jetzt zb eine ip habe irgendwas mache
und dann router neustarte ne neue ip haben können die dann zb zu t-online gehen und fragen
wer zu dieser und dieser uhrzeit diese ip hatte ?
oder geht das nicht ? x.x
Damals ging es. Mittlerweile war es meines Wissens nach so, dass nicht jeder Provider die Sachen speichert aber Ultima meinte es gab eine Gesetzesänderung die jeden Provider verpflichtet die Sachen nicht aufzuheben. Ich habe das auch schonmal gehört und bin daher der Meinung, dass das stimmt. Also schliesse ich mich dem an.
11/12/2006 22:41 NoName#12
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P.S. man sollte es sich genau durchlesen ;-)

und ich bin eindeutig dagegen das sowas nicht gespeichert wird, dann kann man auch direkt anarchie ausrufen im internet.
11/12/2006 22:46 Vaneth#13
Quote:
Originally posted by coder62@Nov 12 2006, 22:41
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P.S. man sollte es sich genau durchlesen ;-)

und ich bin eindeutig dagegen das sowas nicht gespeichert wird, dann kann man auch direkt anarchie ausrufen im internet.
Dem schliesse ich mich an, 100%. Ich habe das mit Freenet erfahren weil ich jemanden zivilrechtlich belangen wollte - tja, dumm gelaufen. Die Daten waren nicht mehr gespeichert.
11/13/2006 02:08 Ghost#14
Also ergo, ich kann auf Seiten gehn, wohin ich will, es wird nicht vom Provider gesaved? Wenn ers doch macht, kann ich ihn veklagen?
11/13/2006 02:22 Vaneth#15
Quote:
Originally posted by Enr-Sacrum@Nov 13 2006, 02:08
Also ergo, ich kann auf Seiten gehn, wohin ich will, es wird nicht vom Provider gesaved? Wenn ers doch macht, kann ich ihn veklagen?
Würde ich so interpretieren, ja.