Liebe Community,
vor einiger Zeit hab ich paar nette Beiträge zum Thema Internetleistung gefunden.
Eine gute Erklärung warum die Internetleistung ausgebremst wird könnt ihr hier lesen:
Was bremst die Internetverbindung aus?
Beim Verbindungsaufbau informiert der fremde Rechner über die Grösse seines Empfangspuffers. Ist der Empfangspuffer voll, kann der Fremdrechner keine Daten mehr empfangen. Bei vollem Empfangspuffer liest der Fremdrechner die empfangen Daten aus dem Empfangspuffer und leert diesen. Hat der Empfangspuffer wieder genügend freien Platz für den Empfang neuer Daten, teilt dies der Fremdrechner der Gegenseite mit einer Sendeaufforderungs-Mitteilung mit. In der Sendeaufforderungs-Mitteilung steht, welche Datenmenge der Rechner höchstens versenden darf. Konnte der Fremdrechner den Empfangspuffer vollständig leeren, so darf der Rechner so viele Daten senden, wie im Empfangspuffer Platz haben.
Im Normalfall kann der sendende Rechner immer die Datenmenge schicken, die einen vollständig leeren Empfangspuffer füllen würde. Ist der Empfangspuffer des Fremdrechners 32 KiB gross, sendet der Rechner 32 KiB, wartet auf die Sendeaufforderungs-Mitteilung und schickt die nächsten 32 KiB. Die Daten werden im Beispiel immer in 32 KiB Brocken versandt, bis der Sender keine Daten mehr in seinem Sendepuffer hat.
RFC 793 schreibt vor, dass der Empfangspuffer maximal 65535 Byte gross sein darf. Ein Empfangspuffer von 65535 Byte genügt für lokale Netzwerke (LAN), aber nicht für die Austausch grosser Datenmengen zwischen zweier Rechnern, welche über 1000 Kilometer auseinander liegen. Netzwerke über grosse Distanzen nennt man WAN. Das Licht und somit auch das elektrische Signal benötigen für die Distanz von 1000 Kilometern 3.3 Millisekunden.
Der Rechner schickt 65535 Bytes zum 1000 Kilometer entfernten Rechnern. Die Daten treffen nach 3.3 Millisekunden beim Fremdrechner ein. Der Fremdrechner schickt sofort die Sendeaufforderungs-Mitteilung ab. Die Sendeaufforderungs-Mitteilung trifft 3.3 Millisekunden später beim sendenden Rechner ein. Erst jetzt kann der Rechner das nächste Datenpaket an 65535 Bytes verschicken. Zwischen dem Versand der beiden Datenpakete sind wegen der Lichtgeschwindigkeit 6.6 Millisekunden vergangen.
Mit einem Empfangspuffer von 65535 Bytes ist es nicht möglich, mehr als 9.46 MiB pro Sekunde zu verschicken. Selbst wenn die beiden Rechnern über eine Glasfaserleitung mit einer Bandbreite von 1000 Mbit/s miteinander verbunden sind, ist es nicht möglich, mehr als 79.4 Mbit/s oder 9.46 MiB/s zu verschicken.
So könnt ihr die Leistung erhöhen :
ee /etc/rc.conf
tcp_extensions="YES" -- Aktiviert RFC 1323-Erweiterungen
eintragen.. ohne die mit -- angegebenen Erklärungen.
ee /etc/sysctl.conf
kern.ipc.maxsockbuf=16777216 -- Max. Groesse von Socketpuffer 16 MiB
net.inet.tcp.rfc1323=1 -- Aktiviert RFC 1323-Erweiterungen
net.inet.tcp.sack.enable=1 -- Aktiviert SACK (RFC 2018)
eintragen.. ohne die mit -- angegebenen Erklärungen.
Nach einem Rechner-Neustart kann die automatischen Sende- und Empfangspufferanpassung aktiviert werden:
ee /etc/sysctl.conf
net.inet.tcp.sendbuf_auto=1 -- automatische Anpassung der Sendepuffergroesse
net.inet.tcp.recvbuf_auto=1 -- automatische Anpassung der Empfangspuffergroesse
eintragen.. ohne die mit -- angegebenen Erklärungen.
Wem die Standardwerte für den grösstmöglichen Sende- oder Empfangspuffer nicht genügen, kann die Standardwerte überschreiben:
ee /etc/sysctl.conf
net.inet.tcp.sendbuf_max=16777216 -- 16 MiB Sendepuffer
net.inet.tcp.recvbuf_max=16777216 -- 16 MiB Empfangspuffer
eintragen.. ohne die mit -- angegebenen Erklärungen.
Ich empfehle euch die Standardwerte für den grösstmöglichen Sende- oder Empfangspuffe zu erhöhen, da eure Root Server alle eine Breitbandleitung haben ^.^
Ich übernehme keine Garantie, macht vorher lieber Backups etc ;)
Best regards,
.Infinity
Quote:
Originally Posted by .Infinity
Bisher :
Ein Spieler schlägt 50 Mobs, und will eine Datenmenge von 50 Kb empfangen.
Der maximale Sendepuffer des Roots beträgt 6.5 Kb.
Das heißt :
Bis der Spieler den Damage, den er gemacht hat sieht, muss der Root 50/6.5 mal an ihn eine Datenmenge senden.
Das geschieht in Lichtgeschwindigkeit, kosted aber auch einige Milisekunden.
Nachher :
Der maximale Sendepuffer wird auf einige Mbit erhöht, sodass der Root nur noch einmal eine Datenmenge senden muss.
Das spart Zeit und fordert weniger Kicks.
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Meine Erklärung