Arbeitgeber fordert Arbeitszeugnis

06/29/2021 06:53 AlpenSex.#1
Moin Leute,

Ich trete demnächst einen neuen Job an, ich würde behaupten ein richtigen traumjob, dicke Gehaltserhöhung etc.

Nun ist es so das ich zuvor 1 Jahr in meinem jetzigen Betrieb angestellt war, ich dort nicht zufrieden bin und gewechselt bin. Vom Arbeitgeber zuvor habe ich ein bomben arbeitszeugnis bekommen, in meinem jetzigen Betrieb waren die Anforderungen extrem hoch und ich muss zugeben das ich den Anforderungen eher mäßig gerecht werden konnte und entsprochen habe.

Mein neuer Arbeitgeber bei dem ich meinen Vertrag schon unterschrieben habe möchte das ich sobald ich dort nicht mehr angestellt bin, ein Arbeitszeugnis Anforderungen, ich habe bedenken das mein Arbeitszeugnis nicht wirklich "toll" ausfallen wird, wird mir dies in der Zukunft noch Steine in den Weg stellen, oder sind das eher formelle Dinge, die ich mit guter Arbeit wieder wett machen kann.

Würde mich über paar Antworten freuen

Peace :)
06/29/2021 08:48 Breuli#2
Dein vorheriger AG darf dir kein "schlechtes" Arbeitszeugnis ausstellen. Es kommt dann auf die Formulierung drauf an, wie es geschrieben wurde.
Bist du mit dem Zeugnis unzufrieden, darfst du um eine Nachbesserung bitten.
Aber ansonsten ja, es geht dann aktuell nur noch um eine formelle Sache, wenn du schon deinen Vertrag unterschrieben hast.
06/29/2021 10:56 Rocky#3
Bei einer Unzufriedenheit des Arbeitszeugnis, kannst Du das Ganze innerhalb 6 Monate anfechten und auf eine Besserung bestehen. Dabei muss natürlich aber auch ein Grund bestehen, wie: Schlechte Formulierungen, die Dich komplett ins schlechte Licht rücken. Ein Arbeitgeber darf Dir für Deine Zukunft keine Steine in den Weg legen.

Da Du bereits Deinen Vertrag unterschrieben hast, würde ich mir diesbezüglich eher weniger sorgen machen. Sollte es dennoch zu einem 2. Gespräch kommen, so kannst Du eventuell auf Qualifikationen, ältere Zeugnisse etc. eingehen. Dabei ist dann natürlich auch wichtig, dass man sich nicht auf Krampf rechtfertigen tut, sondern die Sache ganz normal und ehrlich schildert, warum das Zeugnis eher schlechter aussieht. Da ist es gar nicht schlimm, wenn man das alte Arbeitsklima und die Anforderungen anspricht. Im Grunde musst Du Dich nur gut verkaufen, aus Fehlern lernen und eben stets ehrlich bleiben.
06/29/2021 13:36 Drewfire#4
Naja du hast ja erstmal Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Wenn das ausgestellt ist, kannst du ja noch immer widersprechen, wenn etwas zu schlecht abgestempelt wurde. Dem neuen Arbeitgeber kannst du natürlich ehrlich erklären, wieso das Arbeitszeugnis nicht so üppig ausgefallen ist. Wenn du die gleichen Aufgaben wieder hast, dann ist das natürlich kontraproduktiv.
07/02/2021 17:39 Bench#5
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Originally Posted by Breuli View Post
Dein vorheriger AG darf dir kein "schlechtes" Arbeitszeugnis ausstellen. Es kommt dann auf die Formulierung drauf an, wie es geschrieben wurde.
Bist du mit dem Zeugnis unzufrieden, darfst du um eine Nachbesserung bitten.
Aber ansonsten ja, es geht dann aktuell nur noch um eine formelle Sache, wenn du schon deinen Vertrag unterschrieben hast.
Habe von meiner Ex erfahren gehabt, dass es gewisse Formulierungen gibt, die zwar für den Leien (recht) positiv klingen, aber an sich oft sehr negativ gemeint sind. Dadurch weiß dann in der Regel der zweite Arbeitgeber, was wie abgeht beim neuen Arbeitnehmer.
07/03/2021 04:45 'Dennozs#6
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Originally Posted by Bench View Post
Habe von meiner Ex erfahren gehabt, dass es gewisse Formulierungen gibt, die zwar für den Leien (recht) positiv klingen, aber an sich oft sehr negativ gemeint sind. Dadurch weiß dann in der Regel der zweite Arbeitgeber, was wie abgeht beim neuen Arbeitnehmer.
genau, personaler haben da ihren code.

Das arbeitszeugnis muss positiv sein, jedoch gibt es sehr viele positiv klingende formulierungen welche aber negativ angesehen werden z.b. "Herr XYZ bemühte sich stets pünktlich zu sein" = du warst unpünktlich

gibt im internet dazu auch viele seiten bei welchen man nachschauen kann wie gut/schlecht das arbeitszeugnis durch solche formulierungen ist

ganz lustig find ich btw "Herr XYZ war bei den Vorgesetzten und Arbeitskollegen gleichermaßen beliebt" = Du unterhälst dich zu viel während der arbeit

bzw. stichst nicht durch leistung heraus
07/06/2021 23:30 masterblaster87#7
Ich glaube wohl kaum, dass dein neuer Arbeitgeber dich auf Grund eines nicht optimalen Arbeitszeugnis deines vorherigen Arbeitgebers nicht einstellen wird, solange alles andere passt. Selbst wenn es dich in einem wirklich schlechten Licht dar stehen lassen sollte (was, wie meine Vorposter schon gesagt haben, ja kaum möglich ist) wird dir sicherlich noch die Möglichkeit gegeben Stellung zu beziehen. Es wird also vermutlich zwei Szenarien geben: Dein neuer Arbeitgeber liest sich dein Arbeitszeugnis zusätzlich zu Bewerbungsgespräch und Lebenslauf durch und entscheidet sich dich trotzdem einzustellen (falls es denn passen sollte zw. euch). Entweder bringst du dann deine Leistung oder halt nicht. Dafür gibts ja dann die Probezeit. :)

Ich würde mir an deiner Stelle überhaupt keine Gedanken machen bzgl. des Arbeitszeugnisses.