Servus,
habe nen Beitrag vom 08.11.18 gefunden. Habe den erst jetzt gesehen, weiß nicht ob den hier schon jemand veröffentlicht hat. :D
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Falls das hier schon irgendwo rumfliegt, sorry!
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Metin2: Drachenmünzen auf illegalem Server - Spieler verdiente 121.000 Euro
Indem er das Online-Rollenspiel Metin2 auf einem illegalem Server anbot, verdiente ein junger Spieler aus Kassel 121.000 Euro. Aber er wurde auch erwischt - und nun verurteilt.
Online-Rollenspiele bewegen sich in virtuellen Fantasiewelten oft mit Rittern, Drachen, Königreichen. Doch dass sich damit sehr reales Geld verdienen lässt, das zeigte die Verhandlung vor dem Kasseler Amtsgericht, bei der ein 23-jähriger Kasseler wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt wurde. Das berichtet HNA.de*.
Metin2: Drachenmünzen als Spielwährung
Der junge Mann hatte mit dem Verkauf von „Drachenmünzen“, mit denen sich die Spieler neue Waffen, Eigenschaften und Fähigkeiten für harte Euro erkaufen können, zwischen den Jahren 2014 und 2017 rund 121.000 Euro erlöst.
„Auf das Geld habe ich gar nicht geachtet, mir ging es um den Spaß am Spiel“, sagte der geständige Angeklagte während der Gerichtsverhandlung aus.
Metin2-Erlöse ermöglichten Luxusleben
So ganz kann das nicht stimmen, denn mit dem Erlös aus dem Internet-Spiel „Metin2“, das der gebürtige Kasseler ohne Lizenz betrieb, kaufte er sich jede Menge Luxusgegenstände.
Als die Polizei seine Wohnung in einem nördlichen Kasseler Stadtteil durchsuchte, stellte sie unter anderem folgendes sicher:
zwei Rolex-Uhren im Wert von 26.000 Euro
vier kostspielige Apple-Geräte
einen 78-Zoll-Flachbildschirm
Fotoapparat
Soundsystem
Computer
eine Summe von 29.000 Euro in bar.
Der Angeklagte wohnt dabei noch bei seinem Vater, der Hartz IV bezieht.
Online-Rollenspiel Metin2 wird mit echtem Geld gespielt
Bereits im Alter von 14 Jahren habe er begonnen, Metin2 zu spielen, das bei Kennern als Online-Rollenspiel weltweit Furore machte. Um im virtuellen Spielgeschehen ein höheres Level zu erreichen, müsse aber reales Geld eingesetzt werden. Und wer dabei auch das letzte Level schaffen wolle, müsse mindestens 10.000 Euro investieren, sagte er.
Um dem zu entgehen, habe er in einem öffentlichen Forum das Spiel heruntergeladen und in Rumänien einfach einen eigenen Server eröffnet.
Die Fantasiewelt hatte den Angeklagten vollständig in Besitz genommen. Was die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft mit dem jungen Mann bewirkten, können Sie in einem umfangreichen Gerichtsbericht auf HNA.de* nachlesen.
Metin2 auf Server in Rumänien installiert
Dort fanden sich immer mehr Spieler zusammen – am Ende waren es rund 100.000 Teilnehmer weltweit – die hier für vergleichsweise kleines Geld spielen konnten und dem Angeklagten Geld für die „Drachenmünzen“ spendeten.
Der Polizei nannte er die Namen zahlreicher anderer Spieler, die genau wie er gehandelt hätten.
So funktioniert Metin2
Das Online-Rollenspiel „Metin2“ kann nur im Internet gespielt werden, weltweit bewegen sich tausende Spieler gleichzeitig in dem virtuellen Land.
Die Spielidee: Ein Meteorit trifft ein Königreich, das daraufhin in drei Königreiche zerfällt, in dem wilde Tiere und allerlei Fabelwesen unterwegs sind. Aufgabe des Spielers ist es, die Tiere zu besänftigen, die Wesen mit Schwert und anderen Waffen zu bekämpfen und zuletzt den Meteoriten zu zerstören.
Um ohne den Einsatz echten Geldes die verschiedenen Level zu durchwandern, müsste jahrelang gespielt werden. Um diesen Aufstieg zu verkürzen, können mit echtem Geld Waffen und Eigenschaften dazu gekauft werden. Das Spiel richte sich an Minderjährige, auch der Angeklagte und seine Freunde spielten es lange, bis sie einfach nicht mehr weiter kamen, weil ihnen das Geld für die Drachenmünzen fehlten. Er kenne Leute, die 30.000 Euro und mehr ausgegeben hätten, sagte der 23-Jährige vor Gericht.
„Das Spiel ist so programmiert, dass es süchtig macht und dass man Geld ausgeben muss, wenn man weiterkommen will“, erklärte er. Um die hohen Level zu erreichen, müsse man jeden Tag sechs bis acht Stunden spielen, und das fünf Jahre und länger. Versäume man einen Tag, sinke die Spielstärke. Die Spieler können sich zu Clans zusammenschließen und sind dann stärker.
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