Quote:
Originally Posted by MrSm!th
Wieso ein Krampf? Zufälligerweise ist das nun auch meine Wahl gewesen, nach 6 Semestern Softwaretechnik.
|
Ich habe mein Abitur an einem Berufskolleg mit Schwerpunkt Wirtschaft erlangt (Vollabitur, möglich in NRW). Ansich ganz interessant, leider helfen mir 15 Punkte im Mathe Leistungskurs wenig, wenn man darauf konditioniert wird, alle Aufgaben mit einem Taschenrechner zu lösen.
Bin noch im 2. Semester und schreibe mal paar Sachen zu den einzelnen Vorlesungen,
[Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...].
In Analysis hatte ich ziemlich Probleme, unter anderem wegen meinen fehlenden Kenntnissen vom Berufskolleg und da ich den Vorkurs nicht besuchen konnte.
In Diskrete Strukturen hätte man sich die Anwesenheit sparen können, da der Prof leider nur das Skript 1:1 abgeschrieben hat. Zudem hat die Vorlesung uns nur unzureichend auf die Folgevorlesung Lineare Algebra vorbereitet, wozu ich nochmal später komme.
Progra war ganz nice, vorallem weil man dort nicht nur eine objektorientierte Sprache lernt sondern man auch noch in eine funktionale und eine logische Sprache reinblickt (Java, Haskell, Prolog, wobei die letzten beiden Sprachen natürlich nur rudimentär behandelt wurden).
Klausuren waren alle fair gestellt, würde ich sogar über Analysis sagen, obwohl ich dort durchgeschossen bin.
Im zweiten Semester fing es dann mit Lineare Algebra an. Generell im Informatikstudium ist es ja so, dass man in den meisten Modulen wöchentliche Übungen hat, die man auch abgeben muss, um die Zulassung zur Klausur zu erlangen, solltest du aus deinem Softwaretechnikstudium kennen. Hatten wir auch in eigentlich jedem Modul außer Technische Informatik (da gab's nur Bonuspunkte) und Stochastik.
In Lineare Algebra war die Ansage, dass man bei den online Einzelübungen 70% und in den offline Gruppenübungen 50% für die Zulassung braucht. Jeder Punkt darüberhinaus gibt 0,1% in der Klausur - am Anfang freuen sich alle. Das Ende vom Lied waren dann Übungen, die weitaus mehr als 10 Stunden die Woche in Anspruch nahmen und mit der zusätzlichen Präsenzübung (Probeklausur, wenn man weniger als 50% hat, hat man keine Zulassung) waren dann von 800 Leuten etwas mehr als 200 Leute zur Klausur zugelassen - wir reden jetzt nur von der Zulassung.. Immerhin war die Klausur sehr fair gestellt und da kamen 91% durch, alles andere hätte auch Stress für den Lehrstuhl bedeutet. Bin auch mit einer sehr guten Note durchgekommen, habe mir aber wirklich den Arsch aufgerissen. In der Vorlesung Lineare Algebra wurde übrigens auch, wie in Diskrete Strukturen, eigentlich nur 1:1 das Skript abgeschrieben.
Insgesamt ist das Studium wirklich sehr theoretisch, bis auf die Vorlesung "Betriebssysteme und Systemsoftware" ist im zweiten Semester alles sehr beweislastig (bei Stochastik hält es soch allerdings auch in Grenzen), es macht auch Spaß aber es ist dennoch in gewissermaßen ein Krampf. Meine Motivation sind die interessanten Wahlpflichtmodule, die man leider erst mit den nötigen Grundlagen aus dem Grundstudium hören kann.
Was meinst du mit dem letzten Satz? Machst du deinen Master in Aachen?