Sollte man sein eigenes Glück versuchen zu finden?

05/29/2016 18:39 Miratro#1
Denkt ihr man sollte aktiv nach dem eigenen Glück suchen? Bzw. versuchen glückselig zu werden?
05/29/2016 18:43 Dr. Specter#2
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Denkt ihr man sollte aktiv nach dem eigenen Glück suchen? Bzw. versuchen glückselig zu werden?
In welchem Sinn meinst du das?
Naja, sein Glück herausfordern hat was an sich, z.Bsp Glücksspiele (nicht übertreiben!) aber die richtige Frau an seiner Seite finden, sowas sollte sich Zeit lassen..
05/29/2016 18:46 Miratro#3
Es geht um Glückseligkeit, eudaimonia. Um glücklich sein, nicht um Glück haben.
05/29/2016 18:49 Shiinya#4
Nein. Wenn du zwanghaft versuchst glücklich zu sein, wirst du nie glücklich sein. Immerhin gibt es IMMER etwas das dein Glück nach unten zieht oder etwas ins Unglück zieht. Wenn du also immer nach dem perfekten glücklich sein strebst, wirst du nie die Zeit haben dein vorhandenes Glück zu genießen.
05/29/2016 18:52 Miratro#5
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Originally Posted by Shiinya View Post
Nein. Wenn du zwanghaft versuchst glücklich zu sein, wirst du nie glücklich sein. Immerhin gibt es IMMER etwas das dein Glück nach unten zieht oder etwas ins Unglück zieht. Wenn du also immer nach dem perfekten glücklich sein strebst, wirst du nie die Zeit haben dein vorhandenes Glück zu genießen.
Du sprichst von vorhandenem Glück.
Wie wäre es mit der Annahme, dass Glück ein reflektierender Begriff ist? Bist du glücklich weißt du das meist garnicht, bzw. realisierst das in diesem Moment garnicht. Meist sagt man "Ich bin glücklich" doch erst nach dem der Moment vorrüber ist?
05/29/2016 18:58 'Apo#6
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Originally Posted by Miratro View Post
Es geht um Glückseligkeit, eudaimonia. Um glücklich sein, nicht um Glück haben.
Das ist wahrscheinlich bei jedem anderst, individuell eben.

Generell denke ich man muss sich darüber klar werden welche Ziele man im Leben hat. Völlig utopische (zb eine eigene Inselgruppe kaufen) dann verwerfen & realistische, sowohl einfache als auch welche die mit harter langer Arbeit verbunden sind, verfolgen und immer den Fokus darauf bewahren (Traumkörper antrainieren, Leben in einem anderen Land, Haus, Auto, gewisser Beruf usw usw).

Wärend dem verfolgen sollte man sich natürlich nicht krampfhaft darauf versteifen, der Weg ist das Ziel :) Also nebenbei natürlich immernoch Freizeitaktivitäten nachgehen, Freundschaften pflegen, Spaß am Leben haben.

Diese goldene Mitte zwischen dem Fokus auf gewisse Ziele (nur sinnlos vegetieren ist nichts für mich) und das bestmögliche genießen der freien Zeit macht für MICH Glück und Zufriedenheit aus. Wenn man mit einem lächeln auf sein Leben blicken kann und weiß das man auf dem richtigen Weg ist.
05/29/2016 19:04 Shiinya#7
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Originally Posted by Miratro View Post
Du sprichst von vorhandenem Glück.
Wie wäre es mit der Annahme, dass Glück ein reflektierender Begriff ist? Bist du glücklich weißt du das meist garnicht, bzw. realisierst das in diesem Moment garnicht. Meist sagt man "Ich bin glücklich" doch erst nach dem der Moment vorrüber ist?
Ich spreche von beidem. Auf der ewigen Suche nach dem Glück wird man zwangsweise irgendwann mal Glück finden, wie viel sei mal dahingestellt. Wenn man nun weiter sucht und sich nicht auf dieses Glück einlässt, wird man nie glücklich sein, denn das "perfekte Glück" existiert nicht. Das einzige was existiert ist Glück gemischt mit ein wenig Unglück - eine perfekte Balance eben.

Jaein. Es gibt sicher Momente wo man sein Glück gar nicht als solches wahrnimmt. Das beste Beispiel wäre hier wohl ein 40-45J. Mann mit stabilem Job, Haus, 2 Kindern und Wohlstand. Der wird sein Glück vielleicht nie als solches wahrnehmen, bis er alles verliert. Auf der anderen Seite wird jemand der grade seinen Traumjob gefunden hat durchaus sein Glück als solches wahrnehmen.
05/29/2016 19:07 'Apo#8
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denn das "perfekte Glück" existiert nicht. .
Kommt drauf an ob du Drogen miteinbeziehst oder außen vor lässt...:D
05/29/2016 19:12 Shiinya#9
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Originally Posted by Mr. Apo View Post
Kommt drauf an ob du Drogen miteinbeziehst oder außen vor lässt...:D
Da ich perfektes Glück als etwas langfristiges bezeichnen würde, würde ich behaupten das dir Drogen nicht viel helfen. Was bringt es dir 1-2h high zu sein wenn du danach wieder zurück in dein beschissenes Leben sinkst? Klar können sie dir kurzfristig helfen, aber mehr auch nicht.
Zumindest ist das meine Meinung dazu.
05/29/2016 19:16 'Apo#10
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Originally Posted by Shiinya View Post
Da ich perfektes Glück als etwas langfristiges bezeichnen würde, würde ich behaupten das dir Drogen nicht viel helfen. Was bringt es dir 1-2h high zu sein wenn du danach wieder zurück in dein beschissenes Leben sinkst? Klar können sie dir kurzfristig helfen, aber mehr auch nicht.
Zumindest ist das meine Meinung dazu.
Ja und Nein.
Ich redete eigentlich nicht von langfristigem, hab deine Aussage so verstanden das perfektes Glück als perfekte Momente mit einem allumfassenden Glückszustand nicht möglich sein sollen nach deiner Ansicht (im Falle von Drogen eher Stunden als Momente).

Aber auch langfristig kann sich einiges bessern, ich selbst bin da nur ein Beispiel von vielen bei denen sich die Ansichten & Motivation komplett verändert hatten nach gewissen Schlüsselmomenten auf diversen Substanzen.

edit: anzumerken ist das es natürlich auch völlig in die Hose gehen kann.
Ich glaube dein Weltbild in dem du so festgefahren bist wäre nach Erfahrungen mit LSD oder XTC völlig zertrümmert, nur weiss ich nicht ob positiv oder negativ :D
05/29/2016 19:24 Shiinya#11
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Originally Posted by Mr. Apo View Post
Ja und Nein.
Ich redete eigentlich nicht von langfristigem, hab deine Aussage so verstanden das perfektes Glück als perfekte Momente mit einem allumfassenden Glückszustand nicht möglich sein sollen nach deiner Ansicht (im Falle von Drogen eher Stunden als Momente).

Aber auch langfristig kann sich einiges bessern, ich selbst bin da nur ein Beispiel von vielen bei denen sich die Ansichten & Motivation komplett verändert hatten nach gewissen Schlüsselmomenten auf diversen Substanzen.
Sowohl als auch existiert mMn nicht. Ein allumfassender Glückszustand ist nichts als eine Illusion - sollte man je der Meinung sein einen solchen zu besitzen. Es gibt immer etwas negatives. Auch auf Drogen.

Eine Besserung durch Substanzen? Wenn das bei dir so ist - super. Ich denke aber nicht das man das als eine allgemeine Aussage fertigen sollte. Das ist dann natürlich auch ganz abhängig von der Substanz. Ich bin mir sicher das "Gras" durchaus helfen kann etwas entspannter zu werden und sein Glück eher zu akzeptieren, auch wenn man dann nicht unter Einfluss steht. Währenddessen können aber Substanzen wie Ecstasy durchaus mehr negatives mit sich bringen als positives.

Grundsätzlich ist das natürlich von Mensch zu Mensch anders und ich muss ganz ehrlich sagen das jemand der sein Glück an Substanzen fest macht wohl kein so gutes Leben führen kann. Würde es so sein gäbe es keine Notwendigkeit sein Glück an selbigen festzumachen.

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Originally Posted by Mr. Apo View Post
edit: anzumerken ist das es natürlich auch völlig in die Hose gehen kann.
Ich glaube dein Weltbild in dem du so festgefahren bist wäre nach Erfahrungen mit LSD oder XTC völlig zertrümmert, nur weiss ich nicht ob positiv oder negativ
Ich weiß zwar nicht was du denkst was ich für ein Weltbild habe, aber da ich schon jede gängige Droge durch habe, kann ich guten Gewissens sagen das mir keine davon in irgendeiner Art und Weise etwas positives gebracht hat.
05/29/2016 19:25 Autrux#12
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Originally Posted by Shiinya View Post
Da ich perfektes Glück als etwas langfristiges bezeichnen würde, würde ich behaupten das dir Drogen nicht viel helfen. Was bringt es dir 1-2h high zu sein wenn du danach wieder zurück in dein beschissenes Leben sinkst? Klar können sie dir kurzfristig helfen, aber mehr auch nicht.
Zumindest ist das meine Meinung dazu.
Drogen sind eben nur Mittel zum betrügen der eigenen Psyche. Glücklich wird man in diesem Zustand nur durch das Ausschütten von Endorphine. Trotz allem muss selbst ich zugeben, dass die Wirkung von Gras z.B bei Schlafstörungen hilft.

Im Endeffekt ist die Suche nach Glück immer erfolglos und man wird nur enttäuscht sein. Vielleicht am Anfang nicht, jedoch am Ende. Glück ist es etwas, dass man nur durch eine unvorbereitete Situation z.B hervorrufen kann oder wenn du große Freude spürst. Es ist genauso wie mit der Angst, nur anders herum.

Pures oder besser gesagt "wahres" Glück findet man immer nur, wenn man es am meisten nicht vermutet.
05/29/2016 19:31 'Apo#13
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Originally Posted by Autrux View Post
Drogen sind eben nur Mittel zum betrügen der eigenen Psyche.
Schonmal bekifft und ausgehungert die Pizza bekommen die du vor 60 Minuten bestellt hast? Erzähl mir nix, Glück in purster Form! :D

Nein, aber auch seriously, es kommt immer darauf an was man draus macht :) Ich konnte bisher viel mehr positives mitnehmen als negatives, wobei ich auch bewusst und halbwegs intelligent mit solchen Dingen umgehe.
Wenn man ein verdammt geiles Erlebnis mit Anregungen und Einsichten für den Alltag hatte auf Droge XYZ geht es eben danach darum diese auch zu integrieren, nicht darum die Droge am folgenden Wochenende nochmal einzuschmeissen. Aber sag das mal den Jugendlichen von heute...^
Verstehe daher auch Shiinyas Einwand das es schnell gehen kann mehr negatives mitzunehmen.

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Originally Posted by Shiinya View Post
Eine Besserung durch Substanzen? Wenn das bei dir so ist - super. Ich denke aber nicht das man das als eine allgemeine Aussage fertigen sollte.
Habe ich nie.

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Originally Posted by Shiinya View Post
Währenddessen können aber Substanzen wie Ecstasy durchaus mehr negatives mit sich bringen als positives.
Gerade bei XTC war es bei mir genau andersherum. ^ Kann aber auch schnell in die andere Richtung gehen wenn man die Substanz missbraucht.

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Originally Posted by Shiinya View Post
Grundsätzlich ist das natürlich von Mensch zu Mensch anders und ich muss ganz ehrlich sagen das jemand der sein Glück an Substanzen fest macht wohl kein so gutes Leben führen kann. Würde es so sein gäbe es keine Notwendigkeit sein Glück an selbigen festzumachen.
Ich rede nicht von irgendwelchen Heroinsüchtigen, glaube das hast du etwas missverstanden. Erfahrungen machen > integrieren.
05/29/2016 19:42 Shiinya#14
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Originally Posted by Autrux View Post
Drogen sind eben nur Mittel zum betrügen der eigenen Psyche. Glücklich wird man in diesem Zustand nur durch das Ausschütten von Endorphine. Trotz allem muss selbst ich zugeben, dass die Wirkung von Gras z.B bei Schlafstörungen hilft.
Die medizinische Wirkung, was bei Schlafstörungen der Fall ist, würde ich auch niemals bestreiten oder als etwas negatives hinstellen.

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Originally Posted by Mr. Apo View Post
Schonmal bekifft und ausgehungert die Pizza bekommen die du vor 60 Minuten bestellt hast? Erzähl mir nix, Glück in purster Form! :D
Ich hoffe mal das du das nicht ernst meinst.

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Originally Posted by Mr. Apo View Post
Habe ich nie.
Wollte ich damit auch gar nicht sagen. Das war nur ein allgemeiner Satz der mal raus sollte, mehr nicht. Du weißt doch wie viele komische Menschen es im Internet gibt die sofort alles falsch verstehen und als Verallgemeinerung nutzen.

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Originally Posted by Mr. Apo View Post
Gerade bei XTC war es bei mir genau andersherum. ^ Kann aber auch schnell in die andere Richtung gehen wenn man die Substanz missbraucht.
Bei dir. Wenn man sich aber die Statistik anschaut oder auch nur mal die Nachrichten, dann sieht man doch wie schnell der Gebrauch von gewissen Substanzen negativ endet.

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Originally Posted by Mr. Apo View Post
Ich rede nicht von irgendwelchen Heroinsüchtigen, glaube das hast du etwas missverstanden. Erfahrungen machen > integrieren.
Ich rede auch nicht direkt von Süchtigen.
Und um mal nur von Drogen wegzukommen - ich halte Glück das sich auf Gegenstände(oder hier Substanzen) bezieht oder daher kommt eher weniger für "wahres" Glück. Denn Glück durch Gegenstände/Substanzen ist vergänglich. Wahres Glück ist/sollte nichts vergängliches sein.
05/29/2016 19:48 'Apo#15
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Originally Posted by Shiinya View Post
Ich hoffe mal das du das nicht ernst meinst.
Och Shiinya. Dachte der Smiley und das "seriously" danach signalisiert dies genug, obwohl man das auch eigentlich ohne beides merkt :D


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Originally Posted by Shiinya View Post
Ich rede auch nicht direkt von Süchtigen.
Und um mal nur von Drogen wegzukommen - ich halte Glück das sich auf Gegenstände(oder hier Substanzen) bezieht oder daher kommt eher weniger für "wahres" Glück. Denn Glück durch Gegenstände/Substanzen ist vergänglich. Wahres Glück ist/sollte nichts vergängliches sein.
Kommt halt darauf an, wenn jemand durch Erfahrungen auf bestimmten Substanzen sein Leben überdenkt / ändert und glücklicher mit sich selbst und seinem Umfeld wird, dauerhaft, ist es dann Gegenstands- / Substanzgebunden? Eigentlich ja nicht wirklich, aber genau darauf wollte ich hinaus.

Aber ja, um mal wirklich von dem Drogenthema wegzukommen: Wie definierst du Glück überhaupt, für dich? Wundert mich nämlich das du sagst es sollte nichts vergängliches sein. Alles ist doch vergänglich auf eine gewisse Art.