Netzteil für NAS Eigenbau

04/02/2016 19:51 #lemon#1
Hi

bin gerade dabei mir ein NAS zusammenzubauen.

Was ich bereits habe:
CPU: Intel Celeron 450
Case: Kolink Satellite

Nur weiß ich nicht recht, welches Netzteil ich nehmen soll.
Der Verbrauch vom NAS dürfte ja unter Last nicht großartig über 70-80 Watt kommen, oder?

Reicht hier ein günstiges 15€ Netzteil, da der Verbrauch ja eh sehr gering ist?
Oder sollte man bei 24/7 Betrieb zu etwas anderem greifen? Wenn ja, was?

Bei den HDDs habe ich an 2x 3TB WD Red gedacht, steht aber noch nicht fest, vielleicht habt ihr ja bessere Alternativen :)
04/02/2016 20:29 -i.nwA_#2
Bei 24/7 würde ich schon zu was besserem greifen, vorallem eins mit hoher Effizienz 80+ Gold oder besser
04/02/2016 22:02 Chicken.ShooT#3
Bei 24/7 und so geringen Verbrauch am besten eine PicoPSU, damit erreichst du die höchste Effizienz.
04/02/2016 23:13 #lemon#4
Ok PicoPSU sieht genau nach dem aus, was ich suche :)

Ich bin gerade auch auf sowas gestoßen: [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...]

Eignet sich sowas besser für einen NAS Bau?
Ich meine den Celeron habe ich für 4€ gekauft, den kann ich getrost in die Schublade packen :D

Und wenn ich mir das hier hole: [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...]

Soll ich es dann lieber mit einem 12V Netzteil oder 24V Netzteil betreiben?
04/02/2016 23:44 -i.nwA_#5
Ja hab so ein ähnliches Modell, für NAS aber eigentlich total Overkill
Q1900-ITX
04/03/2016 00:00 #lemon#6
Ja schon Overkill, aber preislich kommts fast auf das selbe hinaus, nur dass man hier sogar Neuware hat.
(Zu dem 450 hätte ich halt noch Mainboard und CPU Kühler gebraucht, wahrscheinlich auch noch eine Gbit Netzwerk Karte)
Vor allem aber natürlich der viel geringere Stromverbrauch.

Also spricht im Grund nichts dagegen so eine Mainboard/CPU Kombi zu nehmen?
04/03/2016 00:18 Chicken.ShooT#7
Es ist gar nicht Overkill. Es kommt einfach drauf an, was man mit dem NAS macht. Die QNAP NAS-Systeme über 400€ nutzen ähnliche CPU's. Für ein simplen, unverschlüsselten Netzwerkspeicher sicher OP. Unter den Umständen kann man sich aber auch den Selbstbau sparen. Da macht es auch ein 100€ NAS-Gehäuse von Zyxel.😂 Es stellt aber nun mal jeder andere Anforderungen.

Nein, es spricht nichts dagegen. Es ist sogar ziemlich clever.
04/03/2016 00:30 #lemon#8
Quote:
Originally Posted by Chicken.ShooT View Post
Unter den Umständen kann man sich aber auch den Selbstbau sparen. Da macht es auch ein 100€ NAS-Gehäuse von Zyxel.
Selbst wenn, ich möchte es selbst bauen :)
Spätestens wenn ich irgendwann mal aufrüsten möchte kann man den dann noch als Office PC nutzen, sofern noch alles funktioniert.

Wie viel RAM würdet ihr eigentlich empfehlen?
04/03/2016 00:34 Chicken.ShooT#9
Linux ohne GUI: 2 GB
Linux mit GUI: 4GB
Windows Server: 4GB+
04/03/2016 01:30 #lemon#10
Ok danke :)

Kann ich das Board eigentlich auch mit einem 20 pin picoPSU nutzen?
Die zusätzlichen 4 Pins werden ja für mehr Leistung benötigt, aber dieses System braucht ja nahezu nichts.

Zudem heißt es jetzt

[Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...] vs [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...]

Was sollte ich eher nehmen?
Laut Benchmarks liegt der N3050 ja nur knapp unter dem J1800, bei 40% weniger TDP.
Also lieber etwas weniger Leistung und dafür weniger Verbrauch nehmen?
Reicht der N3050 denn für ein NAS?
04/03/2016 07:26 Chicken.ShooT#11
Also in dein Gehäuse passen ja sowieso nur 3 Festplatten. Das reicht ja auch erstmal. Ich würde dann 20W fürs Board rechnen (mit bisschen Peripherie) unter Volllast und 3x 15W Anlaufstrom für die HDD's. Dieses Szenario wird kombiniert, natürlich selten bis gar nicht vorkommen (eher gar nicht xD), aber man rechnet ja immer Maximal. Dann kannst du auch die Pico PSU mit 80W nehmen, sparst noch mal paar €.

Was die fehlenden 4 Pins anbelangt. Mein [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...] läuft auch mit nur 20 Pins stabil. Zusätzlicher Verbraucher auf dem Board ist aber auch nur eine WLAN/Bluetooth-Kombi als PCIe-MiniCard (und halt 4GB RAM). Also wird wohl deins auch laufen, wenn du jetzt nicht so hohe Verbraucher, wie eine TV-Karte drauf steckst.

Edit: Das Biostar ist empfehlenswerter, es ist auch aus der aktuelleren Intel Braswell-Serie (14nm). Das Asrock (auch meins) noch aus der BayTrail (22nm). Ich sehe aber grad dass die nur 2x SATA haben, reicht dir das?
04/03/2016 12:05 Krotus#12
Quote:
Bei den HDDs habe ich an 2x 3TB WD Red gedacht
2x SATA am Mainbord passt also, aber das Pico Netzteil hat nur 1x SATA Strom. Das geht also nicht oder Du musst Dir da was mit Adaptern zusammenschustern.
04/03/2016 13:24 Chicken.ShooT#13
Joa, wenn er nicht grad OMV oder so nutzt, ist das kein Prob. Bei einigen NAS-Betriebssystemen kann man nämlich nicht die Boot-Platte im Netzwerk freigeben. Das heißt man braucht ein weiteres Boot-Medium, welches bestenfalls eine SSD oder ein USB-Stick ist (Stick geht nicht bei allen). Dann kann man die Datenplatten freigeben und in den Standby versetzen. Reduziert Lautstärke und Stromverbrauch. Bei einem nackten Debian o.ä. geht das mit der Freigabe der Systemplatte natürlich, trotzdem läuft sie dann durchgängig. USB-Stick ist natürlich eher eine Notfalllösung. Die Dinger halten u.U. nicht die Schreibvorgänge aus, die ein Betriebsystem oft macht.

Y-Adapter kostet 2€. Denkst wir sehen nicht selbst wie viele Anschlüsse dran sind?:D
04/03/2016 13:52 Krotus#14
Nunja keine Ahnung ob das Netzteil es verkraftet, wenn da auf Einmal doppelt so viel Strom von dem SATA Strang gezogen wird.
04/03/2016 15:06 Chicken.ShooT#15
Wenn am selben Strang noch ein unbenutzter Molex-Anschluss und sogar noch ein Floppy-Anschluss hängt, beantwortet sich die Frage von selbst.^^ Außerdem gibt es ja HDD's die sogar 20W verbrauchen (und damit meine ich nicht den Anlaufstrom, sondern Betrieb!) und die Red gehört eher zur sparsamen Sorte mit 4,1W. Ein Hersteller wird das wohl bedenken.