Anti-diskriminierende Sprache

04/22/2014 19:03 F O R S E N B O Y S#1
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Die Humboldt-Universität in Berlin nimmt Gleichstellung ernst: Es gibt sogar eine Arbeitsgruppe für "Feministisch Sprachhandeln". Diese hat jetzt genderpolitisch korrekte Sprachempfehlungen herausgegeben. Doch können die wirklich ernst gemeint sein?
An der Berliner Humboldt-Universität hat eine Arbeitsgruppe für „Feministisch Sprachhandeln“ eine Broschüre mit „antidiskriminierenden“ Sprachempfehlungen herausgegeben.
In der Broschüre werden unterschiedliche Praktiken „antidiskriminierender“ Sprache vorgestellt: Da ist die „a-Form“, die aus dem „Drucker“ („er!) den Frauen nicht mehr diskriminierenden „Drucka“ macht. Beispielsatz aus der Broschüre: „Unsa Lautsprecha ist permanent auf Demos unterwegs. Ea erfreut sich hoher Beliebtheit.“
"Umfassende Frauisierung" gegen Diskriminierung
Wem „Türoffna“ und „Computa“ noch nicht antidiskriminierend genug sind, dem steht eine weitere Variante offen: „Eine weitere Möglichkeit ist, als Irritation das Zeichen ‚@’ an Substantive anzuhängen bzw. in Worte einzufügen.“ Beispiel: Aus „human“ wird „hum@an“
Auch eine Möglichkeit der sprachlichen Irritation der „implizit männlichen Norm“: Die „umfassende Frauisierung“ bzw. das „generische Femininum“: „Alle Professorinnen der Universität Leipzig freuen sich, dass sie endlich in ihren Texten ausschließlich weibliche Formen benutzen können.“
Video: Student entwickelt Datenbrille mit Geruchssinn
Google Glass mit Geruchssinn: Student entwickelt riechende Datenbrille
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"Dix Studierx hat in xs Vortrag..."
Statt für alle Gemeinten männliche Begriffe zu verwenden („Liebe Studenten“), verwendet man für alle weibliche. „Man“ ist übrigens auch problematisch, darauf weist die Broschüre explizit hin: Die meisten würden damit „Mann“ assoziieren. Also: Entweder kreativ umformulieren – oder auf die @-Form ausweichen: „m@n“.
Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, Berufsgruppen „antidiskriminierend“ zu benennen: Zum Beispiel über die X- und die Sternchen-Form. Die „diskriminierenden“ Endungen werden durch diese Zeichen ersetzt: „Dix Studierx hat in xs Vortrag darauf aufmerksam gemacht, dass es unglaublich ist, wie die Universität strukturiert ist, dass es nur so wenige Schwarze/PoC Professxs gibt.“ [PoC: „Persons of Colour“, farbige Menschen]
Die Arbeitsgemeinschaft sieht ihre Broschüre bisher nur als „Angebot an alle Mitglieder der HU“, antidiskriminierende Sprache im Uni-Alltag umzusetzen. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge hat die Uni-Leitung bisher davon abgesehen, das Angebot in amtliche Vorschriften umzusetzen.
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Hat diese Idee durchaus eine Existenzberechtigung oder geht da nur einiges schief mit den Köpfen einiger Leute? :-D
04/22/2014 19:07 Zunft#2
Das ist Satire vom Feintsten von Seiten der Humboldt Universität.

So kommt wenigstens dieser übertriebene Schwachsinn der Feministen zum Ausdruck.
04/22/2014 19:10 F O R S E N B O Y S#3
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Originally Posted by Zunft View Post
Das ist Satire vom Feintsten.

So kommt wenigstens dieser übertriebene Schwachsinn der Feministen zum Ausdruck.
Ich dachte auch an Satire, aber gibt's da nicht normalerweise eine eigene Sektion für? ^^ Schließlich muss man (oder m@an) Satire ja irgendwie deutlich kennzeichnen. Und traurigerweise traut man das sogar einigen Feministinnen zu ;/
04/22/2014 19:15 Zunft#4
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Originally Posted by Zombernatural View Post
Ich dachte auch an Satire, aber gibt's da nicht normalerweise eine eigene Sektion für? ^^ Schließlich muss man (oder m@an) Satire ja irgendwie deutlich kennzeichnen. Und traurigerweise traut man das sogar einigen Feministinnen zu ;/
Wenn du dich jetzt auf den Focus beziehst, nicht unbedingt.
Auch andere "seriösen" Zeitschriften verwenden ohne eine besondere Kennzeichnung dieses Stilmittel bzw. Ironie, wie zum Beispiel der Spiegel:
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Sobald beispielsweise die Süddeutsche über dieses Thema berichtet ohne offensichtliche Satire, dann würde ich mir Sorgen um diese "Feministinnen" machen.
04/22/2014 19:17 Elektrochemie#5
Ist leider keine Satire. :P
Zutrauen, ja, siehe Leipzig(?) mit ihrem Professorin Scheiss. Ernstnehmen, nö.
Vergewaltigung der Sprache.
04/22/2014 19:47 ZeroShout#6
Wer nicht einsieht dass die gesamte Geschichte hier durch Patriachate geprägt wurde und immernoch Einflüsse davon existieren ist ein Vollidiot. Wer Feminismus insgesamt als übertriebenen Schwachsinn abtut ist ein Vollidiot.
Das männliche IST die Norm - imo ist das halt scheiße ne, also ich find das Projekt ganz süß. Nur kratzen sie damit ein bisschen sehr an der Oberfläche und machen sich so selbst bissl lächerlich.

Aber ja, gegen Feminismus sein ist ja cool.
04/22/2014 21:46 F O R S E N B O Y S#7
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Originally Posted by ZeroShout View Post
Wer nicht einsieht dass die gesamte Geschichte hier durch Patriachate geprägt wurde und immernoch Einflüsse davon existieren ist ein Vollidiot. Wer Feminismus insgesamt als übertriebenen Schwachsinn abtut ist ein Vollidiot.
Das männliche IST die Norm - imo ist das halt scheiße ne, also ich find das Projekt ganz süß. Nur kratzen sie damit ein bisschen sehr an der Oberfläche und machen sich so selbst bissl lächerlich.

Aber ja, gegen Feminismus sein ist ja cool.
Die gesamte Aktion hebt doch schon absolut vom eigentlichen Sinn des Feminismus ab.
Sie bezeichnen sich doch selber als "schwaches Glied".. und anstatt die positiven Aspekte von Frauen hervorzuheben und sich mal für gescheite Dinge wie eine gerechte Bezahlung unabhängig des Geschlechts o.Ä. einzusetzen, fabrizieren sie so einen Schwachsinn.