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Nach dem Schlag der US-Justiz gegen die Datentausch-Plattform Megaupload legt Anonymous Webseiten von Behörden und Unterhaltungsindustrie lahm. Zum Einsatz kommt ein Tool, mit dem sich jeder per Klick an DDoS-Attacken beteiligen kann. Doch die Aktivisten locken für ihre Rache auch Nutzer in die Falle - und spielen ihren Gegnern in die Hände.
Kurz nachdem bekannt wurde, dass auf Betreiben der US-Justiz der Datentausch-Plattform Megaupload der Saft abgedreht und die Betreiber in Neuseeland festgenommen wurden, haben Aktivisten von Anonymous einen Rachefeldzug im Internet gestartet. Durch sogenannte DDoS-Attacken legten sie innerhalb weniger Minuten mehrere Webseiten von US-Behörden und der Unterhaltungsindustrie lahm. Nach eigenen Angaben handelt es sich dabei um die größte Attacke, die Anonymous bisher durchgeführt hat.
Bei DDoS-Angriffen werden Server durch eine Anfragen-Flut in die Knie gezwungen. Hacker setzen dafür häufig ein Bot-Netz ein, das aus vielen Tausend Zombie-Rechnern besteht, die vorher durch einen Virus unter Kontrolle gebracht wurden. Das Kollektiv Anonymous setzt aber auf die freiwillige Teilnahme von Nutzern. Dafür stellen sie ein kleines Programm namens LOIC (Low Orbit Ion Cannon) zur Verfügung. Damit kann man quasi per Mouseklick eine DoS-Attacke (Denial of Service attack) starten, die bei mehreren Teilnehmern mit gemeinsamem Ziel zur DDos-Attacke (Distributed Denial of Service attack) wird.