Zunächst, sollte ich meine Sicht von Gott erläutern, dass wir uns gegenseitig verstehen können.
Für mich ist Gott = das zum Ausdruck gebrachte Innere des Menschen.
Quote:
Originally Posted by MrSm!th
Gibt Gott uns ihn etwa?
|
Ohne die Religion, die meistens aufbauend auf einem oder mehreren Göttern ist, gibt es zu unserem heutigen Standpunkt nichts, dass uns Antwort auf diese Frage gibt bzw. geben kann.
Rational gedacht müsste es ja heißen, dass das Leben sinnlos ist!
Quote:
|
Wo liegt der Sinn Gottes?
|
Meiner Meinung nach liegt der Sinn von einem Denken an Gott, den Menschen Halt und Hoffnung zu geben.
Gerade bei Krankheiten, hoffen viele auf eine Genesung durch Gott, oder auf ein Wunder.
Es ist also menschlich an Gott zu denken, wie sonst, sollten all die verschiedensten Religionen unabhängig voneinander entstanden sein?
Quote:
Deine Aussage, zeigt doch, dass es eine berechtigte Daseins Form hat oder nicht? Unabgesehen davon, ob dies dann alles war, lieferst du doch einen Grund für den Glauben an einen Gott.
Quote:
|
Zudem ist absolute Macht ein Widerspruch in sich.
|
Absolute Macht ist ein Widerspruch, da stimme ich dir voll und ganz zu. Jedoch sind unsere menschlichen Wörter Attribute um Menschen zu beschreiben. Wir haben schlicht kein Vokabular um Gott zu beschreiben.
Wenn wir zum Beispiel Gott „weise“ nennen, so müssen wir uns doch bewusst sein, dass „Er“ nicht genau im gleichen Sinne weise sein kann wie ein Mensch, dass Seine Weisheit von anderer Art ist. Andererseits wissen wir aber auch, dass die Bedeutung des Wortes „weise“, von Gott und von einem Menschen ausgesagt, auch nicht total verschieden sein kann.
Quote:
„Das lineare Kausalitätsdenken liefert schon lange keine Erklärungen mehr: Auf A muß nicht B folgen.“
„Der Kern des systematischen Denkens ist die Einsicht, daß wir uns verabschieden müssen vom linearen Denken.“ (Beides Zitate von Paul Watzlawick)
Quote:
Du wirfst zwar Begriffe durcheinander (eine Wissenschaft ist keine Theorie), aber im Grunde hast du Recht.
Da ist der Knackpunkt. Religion ist nicht glaubwürdig, weil nicht rational.
|
Jede Wissenschaft stellt lediglich Theorien auf, jedoch geben sie keine Antwort auf die Frage „Warum?“.
Theorien sind aber streng genommen weder wahr noch falsch.
Sie können aber auch nicht bewiesen werden, müssen deshalb aber auch nicht wirklichkeitsfern sein.
Quote:
|
Seinen "Sinn" kann sich jeder selbst geben, aber diese Subjektivität kannst du nicht auf alles verallgemeinern, zudem kann man das auch ohne Religion.
|
Wenn du jetzt versteht, was ich unter Gott verstehe, gleicht sich meine Aussage mit deiner.
Quote:
|
Dieses Gefühl z.B., dass da irgendeine "Präsenz" im Raum ist, die einem über die Schulter schaut, lässt sich (erneut: bei manchen extrem, bei manchen widerum gar nicht) mit Stimulation bestimmer Gehirnareale erzielen.
|
So und dein Satz, bringt doch dass auf dem Punkt, wie Gott „erschaffen“ wurde.
Der Glaube an einen Gott hat das gesellschaftliche Zusammenleben doch erst ermöglicht.
Daraus entstanden doch Werte und Normen. Als kleines Beispiel dafür: der „Himmel“ als ein Ziel für ein sündenfreieres Leben. Also hat die Religion doch durchaus einen Sinn und deshalb eine berechtige Daseinsform.