Evolution oder Gott?

10/10/2013 03:13 ASDFWarrior#106
Gott. Überall sind Beweiße um einen

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Die ganzen Atheisten, welche ich persönlich kannte, waren frustierte Menschen voller Hass und Menschenfeindlichkeit. Sie waren nur am Leiden und führten ein unglückliches Leben
10/10/2013 06:13 Looneytune#107
Evolution, keine Frage.
10/10/2013 08:03 MrSm!th#108
Quote:
Originally Posted by xN_o View Post
z.B. in der Beantwortung von Lebensfragen -> Worin liegt der Sinn des Lebens?
Gibt Gott uns ihn etwa?
Wo liegt der Sinn Gottes?
Quote:
Der Glaube an Gott, also ein Wesen, dass die absolute Macht hat kann uns halt geben.
Jo, das wars dann auch. Zudem ist absolute Macht ein Widerspruch in sich.
Quote:
"keine richtigen Antworten"
Der Mensch ist doch der Konstrukteur seiner eigenen Wirklichkeit, wie kann man da richtig definieren? Auch speziell in Richtung Ethik gedacht.
Rationalität.
Quote:
Die Naturwissenschaften sind doch auch nur Theorien, die wir für Glaubwürdig halten.
Du wirfst zwar Begriffe durcheinander (eine Wissenschaft ist keine Theorie), aber im Grunde hast du Recht.
Da ist der Knackpunkt. Religion ist nicht glaubwürdig, weil nicht rational.
Quote:
Um mal genauer zu werden, ist die ganze Religion doch aus dem Menschen entstanden und daher die Antworten auf Lebensfragen ebenso.
Was für Antworten?
Quote:
Daraus folgt, da der Mensch fehlbar in seinem Denken ist, dass die Antworten nicht alle für alle "richtig" sein können, sondern im Auge des Betrachters liegen.
Es gibt ein objektives Richtig und Falsch. Logik ist nicht subjektiv.
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Die Antwort ist sozusagen aus dem Menschen entstanden speziell für den Menschen. Der Blickwinkel auf die Antwort ist dabei der Schlüssel, jedoch kann nicht jeder was damit anfangen, denn die Umstände sind für jeden anders. Die "richtige" Antwort bietet dem Menschen dann halt im Leben.
Seinen "Sinn" kann sich jeder selbst geben, aber diese Subjektivität kannst du nicht auf alles verallgemeinern, zudem kann man das auch ohne Religion.
Quote:
Ein Vergleich der beiden ist jedoch eigentlich nicht Angebracht, denn der Schwerpunkt einer Religion ist ja auch ein komplett anderer als der, der Wissenschaft.
Richtig. Das Eine schafft Wissen, das Andere Dogmen.
Quote:
Die Religionen und die Sicht auf die Religionen haben sich verändert, weil die Umstände, die Gesellschaft, sich verändert haben. Denn wir leben heute in einer Wohlstandsgesellschaft.
Dennoch war eine Religion, also der Glaube an etwas höheres, der Grundstein für ein menschliches Zusammenleben. Wenn wir auf die verschiedensten Kulturen schauen die unabhängig voneinander entstanden sind, stoßen wir immer wieder auf verschiedenste Arten von Religionen.
Jo, afaik wurde auch herausgefunden, warum das so ist. Es gibt einfach (bei manchen stärker, bei manchen schwächer - deshalb gibt es geborene Atheisten und geborene Spiritualisten) eine bestimmte Tendenz, unbekannte Dinge mit etwas Mystischem zu erklären; es ist eng verwandt mit der Tendenz zum Aberglauben und Übernartürlichem als solches.
Dieses Gefühl z.B., dass da irgendeine "Präsenz" im Raum ist, die einem über die Schulter schaut, lässt sich (erneut: bei manchen extrem, bei manchen widerum gar nicht) mit Stimulation bestimmer Gehirnareale erzielen.
Das und der damalige Wissensmangel sind die Ursprünge von Religion.

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Originally Posted by Unick View Post
Was willst du?

Es liegt viel näher, dass das Göttliche und die Wissenschaft eng verbunden sind. Das Göttliche hat die Welt erschaffen. Die Wissenschaft versucht Naturgesetze zu erkennen, die das Leben beeinflussen und dessen Verlauf bestimmen. Das Göttliche sind die Naturgesetze. Wer sich unter dem Göttlichen eine Person vorstellt ist selber Schuld.
Möglich ist es, näherliegend nicht.
Und mit Wissenschaft hat das schonmal gar nichts zu tun. Du interpretierst willkürlich in willkürliche Ereignisse ein intelligentes Design. Kann man machen. Ohne Beweise aber ebenso nur eine von vielen haltlosen Theorien.
10/10/2013 11:54 Unick#109
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Originally Posted by MrSm!th View Post
Möglich ist es, näherliegend nicht.
Und mit Wissenschaft hat das schonmal gar nichts zu tun. Du interpretierst willkürlich in willkürliche Ereignisse ein intelligentes Design. Kann man machen. Ohne Beweise aber ebenso nur eine von vielen haltlosen Theorien.
Intelligentes Design erinnert mich gleich an die Bewegung aus den USA wo die Menschen behaupten, dass es die Evolution gibt aber durch Gottes Willen gelenkt wird. Darauf beziehe ich mich nicht. Alleine schon weil ich mich schon nicht mit der Idee eines vorgegebenen Willens anfreunden kann.
Das Einzige was ich mache ist mir zu veranschaulichen was auf der Welt als allgegenwärtig und -mächtig gelten kann. Und das sind nun mal die Naturgesetze, die das Leben wie wir es kennen ermöglichen und prägen und von denen man auch nicht entfliehen kann. Selbst wenn man stirbt wird alles was übrig bleibt trotzdem den Gesetzen entsprechend verwertet.
10/10/2013 17:10 MrSm!th#110
Quote:
Originally Posted by Unick View Post
Intelligentes Design erinnert mich gleich an die Bewegung aus den USA wo die Menschen behaupten, dass es die Evolution gibt aber durch Gottes Willen gelenkt wird. Darauf beziehe ich mich nicht. Alleine schon weil ich mich schon nicht mit der Idee eines vorgegebenen Willens anfreunden kann.
Das Einzige was ich mache ist mir zu veranschaulichen was auf der Welt als allgegenwärtig und -mächtig gelten kann. Und das sind nun mal die Naturgesetze, die das Leben wie wir es kennen ermöglichen und prägen und von denen man auch nicht entfliehen kann. Selbst wenn man stirbt wird alles was übrig bleibt trotzdem den Gesetzen entsprechend verwertet.
Aber genau danach klingt es auch, wenn du diesen Gesetzen Göttlichkeit zusprichst. Wenn du dahinter keinen Sinn siehst, dann sprichst du auch nicht von einer Religion und der Gottesvergleich hinkt. Dann gibst du der Willkür der Realität nur einen anderen Namen.
Natur"gesetze" sind nicht mit echten Gesetzen oder gar sinnvollen Vorgaben zu vergleichen. Es sind keine Gesetze und sie sind auch nicht unumstößlich. Es sind Modelle, die wir uns von der Realität machen. Sie stammen von uns und nicht umgekehrt.
10/10/2013 17:43 mosu'#111
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Originally Posted by Thorem View Post
Letzte Frage stellt sich dann eigentlich von selbst: Wer hat Gott erschaffen?
Wenn man den Anfang als etwas göttliches bezeichnet bzw. den Anfang/Ursprung von allem in Gott sieht, dann kann nichts Gott erschaffen haben.

Der Anfang definiert sich halt so:

Ein Anfang/Ursprung ist nicht durch eine Ursache "entstanden".
Die Ursachenkette fängt beim Anfang an.

Das ist halt das Unbegreifliche.
10/10/2013 18:10 Meiko​#112
Quote:
Originally Posted by mosu' View Post
Wenn man den Anfang als etwas göttliches bezeichnet bzw. den Anfang/Ursprung von allem in Gott sieht, dann kann nichts Gott erschaffen haben.

Der Anfang definiert sich halt so:

Ein Anfang/Ursprung ist nicht durch eine Ursache "entstanden".
Die Ursachenkette fängt beim Anfang an.

Das ist halt das Unbegreifliche.
Nur weil es noch nicht begriffen wurde, heißt es nicht, dass es unbegreiflich ist.
10/10/2013 18:17 mosu'#113
Quote:
Originally Posted by Meiko​ View Post
Nur weil es noch nicht begriffen wurde, heißt es nicht, dass es unbegreiflich ist.
oha, mister 9x klug meldet sich.

Angenommen es gab das Nichts vor dem Urknall.
Stell dir das Nichts vor.

mfg
10/10/2013 18:21 mosu'#114
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Originally Posted by BenjPacsy View Post
Nicht schwer, ich denke an dein Gehirn.
Paradox.

Hab fast geschmunzelt.
10/10/2013 18:45 Meiko​#115
Quote:
Originally Posted by mosu' View Post
oha, mister 9x klug meldet sich.

Angenommen es gab das Nichts vor dem Urknall.
Stell dir das Nichts vor.

mfg
Quote:
Originally Posted by BenjPacsy View Post
Nicht schwer, ich denke an dein Gehirn.
^

Selbst das findet früher oder später mal eine Definition.

e: 0/10 troll confirmed
10/10/2013 18:47 mosu'#116
Quote:
Originally Posted by Meiko​ View Post
^

Selbst das findet früher oder später mal eine Definition.
Es geht nicht um die Definition 9x Klug :rolleyes:

Es geht um das Vorstellen.
10/10/2013 19:12 snow#117
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Originally Posted by mosu' View Post
Wenn man den Anfang als etwas göttliches bezeichnet bzw. den Anfang/Ursprung von allem in Gott sieht, dann kann nichts Gott erschaffen haben.

Der Anfang definiert sich halt so:

Ein Anfang/Ursprung ist nicht durch eine Ursache "entstanden".
Die Ursachenkette fängt beim Anfang an.

Das ist halt das Unbegreifliche.
Und warum kann das nicht für den Urknall, der im Gegensatz zu einem Gott soweit schlüssig bewiesen ist, gelten?
10/10/2013 19:19 xN_o#118
Zunächst, sollte ich meine Sicht von Gott erläutern, dass wir uns gegenseitig verstehen können.
Für mich ist Gott = das zum Ausdruck gebrachte Innere des Menschen.



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Originally Posted by MrSm!th View Post
Gibt Gott uns ihn etwa?
Ohne die Religion, die meistens aufbauend auf einem oder mehreren Göttern ist, gibt es zu unserem heutigen Standpunkt nichts, dass uns Antwort auf diese Frage gibt bzw. geben kann.
Rational gedacht müsste es ja heißen, dass das Leben sinnlos ist!

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Wo liegt der Sinn Gottes?
Meiner Meinung nach liegt der Sinn von einem Denken an Gott, den Menschen Halt und Hoffnung zu geben.
Gerade bei Krankheiten, hoffen viele auf eine Genesung durch Gott, oder auf ein Wunder.
Es ist also menschlich an Gott zu denken, wie sonst, sollten all die verschiedensten Religionen unabhängig voneinander entstanden sein?

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Jo, das wars dann auch.
Deine Aussage, zeigt doch, dass es eine berechtigte Daseins Form hat oder nicht? Unabgesehen davon, ob dies dann alles war, lieferst du doch einen Grund für den Glauben an einen Gott.

Quote:
Zudem ist absolute Macht ein Widerspruch in sich.
Absolute Macht ist ein Widerspruch, da stimme ich dir voll und ganz zu. Jedoch sind unsere menschlichen Wörter Attribute um Menschen zu beschreiben. Wir haben schlicht kein Vokabular um Gott zu beschreiben.
Wenn wir zum Beispiel Gott „weise“ nennen, so müssen wir uns doch bewusst sein, dass „Er“ nicht genau im gleichen Sinne weise sein kann wie ein Mensch, dass Seine Weisheit von anderer Art ist. Andererseits wissen wir aber auch, dass die Bedeutung des Wortes „weise“, von Gott und von einem Menschen ausgesagt, auch nicht total verschieden sein kann.

Quote:
Rationalität.
„Das lineare Kausalitätsdenken liefert schon lange keine Erklärungen mehr: Auf A muß nicht B folgen.“
„Der Kern des systematischen Denkens ist die Einsicht, daß wir uns verabschieden müssen vom linearen Denken.“ (Beides Zitate von Paul Watzlawick)

Quote:
Du wirfst zwar Begriffe durcheinander (eine Wissenschaft ist keine Theorie), aber im Grunde hast du Recht.
Da ist der Knackpunkt. Religion ist nicht glaubwürdig, weil nicht rational.
Jede Wissenschaft stellt lediglich Theorien auf, jedoch geben sie keine Antwort auf die Frage „Warum?“.

Theorien sind aber streng genommen weder wahr noch falsch.
Sie können aber auch nicht bewiesen werden, müssen deshalb aber auch nicht wirklichkeitsfern sein.

Quote:
Seinen "Sinn" kann sich jeder selbst geben, aber diese Subjektivität kannst du nicht auf alles verallgemeinern, zudem kann man das auch ohne Religion.
Wenn du jetzt versteht, was ich unter Gott verstehe, gleicht sich meine Aussage mit deiner.


Quote:
Dieses Gefühl z.B., dass da irgendeine "Präsenz" im Raum ist, die einem über die Schulter schaut, lässt sich (erneut: bei manchen extrem, bei manchen widerum gar nicht) mit Stimulation bestimmer Gehirnareale erzielen.
So und dein Satz, bringt doch dass auf dem Punkt, wie Gott „erschaffen“ wurde.







Der Glaube an einen Gott hat das gesellschaftliche Zusammenleben doch erst ermöglicht.
Daraus entstanden doch Werte und Normen. Als kleines Beispiel dafür: der „Himmel“ als ein Ziel für ein sündenfreieres Leben. Also hat die Religion doch durchaus einen Sinn und deshalb eine berechtige Daseinsform.
10/10/2013 19:57 xN_o#119
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Originally Posted by BenjPacsy View Post
hahaha nope xD

ernsthaft über Gott innerhalb von Religion zu reden, ich kann nicht mehr.
Mag sein das es einen Gott gibt aber sicher nicht im geringsten wie dieser Bullshit in den religionen.
Religion = Bewusstsein Gottes = indirektes Selbstbewusstsein des Menschen.
Mangel am Bewusstsein schafft Religion.
Grundsätze der Religion passen sich an den Menschen an.
Fortschritt der Religion -> Fortschritt der Selbsterkenntnis.

Von der Religion zur Philosophie gelangt der Mensch, wenn er seinen Verstand einsetzt und erkennt, dass Gott lediglich eine Projektion seiner eigenen Wünsche ist.
10/10/2013 20:04 BenjPacsy#120
Quote:
Originally Posted by xN_o View Post
Religion = Bewusstsein Gottes = indirektes Selbstbewusstsein des Menschen.
Mangel am Bewusstsein schafft Religion.
Grundsätze der Religion passen sich an den Menschen an.
Fortschritt der Religion -> Fortschritt der Selbsterkenntnis.

Von der Religion zur Philosophie gelangt der Mensch, wenn er seinen Verstand einsetzt und erkennt, dass Gott lediglich eine Projektion seiner eigenen Wünsche ist.
Okay. Ich nehme alles zurück, ich liebe deinen Text. Das ist endlich mal eine unterhaltsame Ebene der Konversation auf Elitepvpers.