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Originally Posted by Sm¡Le.
Das stimmt wohl nicht ganz. Es ist nunmal so, dass wir uns hier in einem Zockerforum befinden. Den Leuten wird durch die Spiele vermittelt, dass Töten legitim ist. Daraus schlussfolgern sie dann ihre Auge um Auge Meinung.
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Und inwiefern widerspricht mir das jetzt?
Das sind ja gerade diese kleinen Kinder, die Mord für lustig halten. Aber das sehe ich nur als Ursache dafür, dass die Hemmschwelle zur Gewalt sinkt.
Diese naive Ansicht von "Mit Auge um Auge hätten wir eine bessere Welt" ist eher ein Produkt der Erziehung in unserer Gesellschaft, legt sich aber normalerweise mit zunehmendem Alter, da man erkennt, dass eben nicht alles schwarz und weiß ist.
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Ich finde schon, dass es einen Unterschied macht, jemanden umzubringen oder ihm nur ein paar Jahre seine Lebens zu "stehlen". Klar kann man das mit Geld nie wieder gut machen, aber es ist dennoch akzeptabler, als einer Familie ein Mitglied genommen zu haben. Denen wird das Geld noch viel weniger bringen, das man ihnen als "Entschädigung" zahlt.
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Natürlich macht es einen Unterschied, deshalb sagte ich ja, dass eine Gefängnisstrafe das Leben nicht beendet, die Todesstrafe jedoch schon.
Aber die "Entschädigung", die bei einer Gefängnisstrafe vermeintlich möglich ist, ist dafür kein Argument.
@Es kann einem ja mit dem Tod egal sein, weil man tot ist, deshalb ist es keine Strafe:
Ist so nicht richtig. Solange man nicht weiß, ob und was danach kommt, kann man das sowieso nicht sicher sagen.
Selbst wenn man von der bloßen Nicht-Existenz ausgeht, ist das sehr wohl eine Strafe, denn erstens existiert man dann nunmal nicht mehr, was wohl die wenigsten toll finden, zweitens ist es ja, wie hier schon angesprochen wurde, die Angst davor, die man mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre, davor hat.
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Originally Posted by allesweg...
Ich weiß es ist Utopie, und wird nie funktionieren, aber wäre das nicht gerade das perfekte System? Keiner hat Rechte, das heißt ein Verbrechen wird sofort von irgendjemandem bestraft*, schließlich hat der Bestrafer* ja keine Gesetze, die ihn hindern, denjenigen, der schlecht für die Gesellschaft ist (in dem Fall der Mörder), zu "beseitigen".
*bestrafen soll hier nicht im Sinne von Auge um Auge ausgelegt werden, sondern als "Weg" in die bessere Gesellschaft ohne Übeltäter
Auf der Gegenseite wäre dann das perfekte Rechtssystem, jeder hat alle Rechte über sich selbst, jedoch würden hierzu perfekte Behörden, keine Korruption etc notwendig sein.
Beide Systeme würden funktionieren, wenn sie perfektioniert werden, das ist theoretisch möglich, praktisch aber nicht.
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Nein, das erste würde nicht funktionieren, denn es wäre Anarchie.
Da würde auch keine Gerechtigkeit existieren, denn es würde das Recht des Stärkeren gelten. Wenn sich nun wenige Stärkere einigen und alle anderen unterdrücken, hast du eine Sklavengesellschaft, wie es sie in der Vergangenheit gab. Da wird es dann auch keinen geben, der sie bestraft.
Du verdrehst hier die Tatsachen.
Die Menschen hat sich aufgrund historischer Ereignisse davon abgewandt. Der Weg zur Utopie führt nicht dorthin, sondern in die entgegengesetzte Richtung.
Wobei, doch, es funktioniert schon, wie man an der Natur sehen kann.
Aber es funktioniert nicht wünschenswert für mich. Denn mit Wohlstand is dann nix.
Das als Utopie zu bezeichnen...wie gesagt, zieh in den nächstgelegenen Wald, da hast du deine Utopie.
Das zweite System macht keinen Sinn. Nur weil jeder das volle Recht über sich selbst hat, ist damit nicht der Missbrauch dieser Rechte ausgeschlossen. Im Gegensatz. Staaten bilden sich, indem das Individuum Rechte an die Gesellschaft abtritt.
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Mit Errungenschaften meinst du unsere Menschenrechte, Menschlichkeit usw nehme ich an?
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Nein, ich meine Wohlstand, Technologie, Sicherheit, die auf den von dir genannten Aspekten basieren.