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Originally Posted by °Status
Das mag sein, eventuell schlichtweg aufgrund der Ausbildung die sie genossen haben, aber ein starker Großteil der Lehrer die ich bis jetzt getroffen habe (Wie gesagt, damit du mein Denken da verstehst, kannst du gern in Icq on kommen) ist sehr sehr uneinsichtig und vor allem extrem arrogant.
Und von solchen Leuten, von denen, die ich getroffen habe (Ich spreche hier nicht von einem Kollektiv das ich nicht kenne!), werde ich bestimmt keine Tipps entgegen nehmen.
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Es ging hier aber nunmal um das Kollektiv. Es lohnt sich nicht, über Einzelfälle zu diskutieren.
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Der Verstand als solcher ist aber nicht mit Wissen gleichzusetzen.
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Deshalb habe ich es zu Sachverstand ergänzt. Noch nie was von rhetorischen Mitteln gehört?
Das Sprichwort würde mit Sachverstand oder Wissen scheiße klingen. Ich will nun auch nicht weiter über Haarspaltereien diskutieren, du hast mich ja verstanden.
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Ich bin auch nicht von einem sexuellen Delinkt ausgegangen.
Und was wie wo verankert ist tut doch hier nichts zur Sache, schließlich dreht es sich um unsere private Meinung.
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Na also.
Was wie wo verankert ist, sollte dir als Beispiel dienen, da du meinen Vergleich ja so entgeistert beantwortet hast.
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Das Problem ist, das Zeit-Gemäß korrekt nicht zwangsläufig korrekt sein muss.
Die Leute die wirklich was erreicht haben, haben sich auch nicht an ihrer damaligen Zeitlinie orientiert, sondern haben sich was getraut (Natürlich hat das grundsätzlich nichts hier mit zu tun, aber nur mal als Beispiel).
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Du verstehst nicht ganz, worauf ich hinaus will. Das unterstelle ich jetzt mal. Sonst würde das nun aussagen, dass du Kinderschlagen für ein Verhalten hälst, das unserer Zeit voraus ist.
Man kann Normen nunmal nur am aktuellen Maßstab werten, alles andere macht keinen Sinn. Mir ist auch fraglich, was Revolutionen mit Erziehung zu tun haben sollen. Es ging lediglich darum, dass die häusliche Gewalt ein primitives Relikt ist und es mittlerweile genug Erkenntnisse gibt, sie zu umgehen.
Mit aktuellem Kenntnisstand gibt es keine legitime Rechtfertigung für das Schlagen von Kindern, auch keine Verzweiflung. Und in aktueller Zeit sollte man auch nach diesem Kenntnisstand bewerten.
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Originally Posted by L
lehrer haben in der vergangenheit die kinder übrigens auch geschlagen von daher wiedersprichst du dir auch sozusagen selber
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Nein, das entspricht absolut meinem Standpunkt. Früher war es selbstverständlich, also warum sollten es Lehrer anders gemacht haben.
Heute weiß man es besser, nur viele nicht ausgebildete Bürger haben es nunmal falsch von ihren Eltern mitbekommen und halten es nun für richtig. Lehrer sind idR die besseren Pädagogen als die dumme Masse. Ich halte prinzipiell elterliche Erziehung für problematisch, da sie solchr Konflikte verursacht, aber das ist ein anderes Thema.
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Originally Posted by Crypt'
Wenn du nichts zu dem Thema beizutragen hast, warum gehst du dann nicht einfach?
Das ist eine Behauptung, die du einfach so aufstellst, ohne irgendwelche Anhaltspunkte dafür, nur weil ich mich an gewisse Regeln halte, heißt das nicht, dass ich zum Sklave der Gesellschaft geworden bin.
Ich spreche hier von Regeln wie zum Beispiel "anderen keinen Schaden zufügen" und nicht "täglich seinen Brokkoli zu essen".
Glaubst du ein gutes Zusammenleben wäre möglich, wenn jeder die Regeln, die ein solches ermöglichen, einfach so brechen würde? Mir geht es, wie grad eben schon erwähnt, um die Grundregeln des Zusammenlebens und nicht irgendwelche kleinliche Gesetze etc.
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Man bekommt aber von seinen Eltern nicht nur solche Regeln eingeprügelt, sondern auch viele andere z.B. was Autoritätspersonen angeht, wie man hier sieht. Viele neigen aufgrund solcher Erziehungsmaßnahmen dazu, ihre Eltern als unfehlbare Gottheiten zu glorifizieren.
Keinerlei Hinweise? Du sprichst nicht davon, sinnvolle Regeln
vermittelt bekommen zu haben, sondern davon, gelernt zu haben, dass es Haue gibt, wenn man die Regeln nicht beachtet. Das ist die perfekte Voraussetzung für eine unbewusste Sklaverei.
Erziehung sollte in einer demokratischen und zivilisierten Welt dazu dienen, die Kinder auch nach diesen Werten aufwachsen zu lassen und sie das kritische Hinterfragen zu lehren (und das können auch Kinder) . Gewalt zur Durchsetzung der Regeln ist ein totalitäres Mittel und stammt auch aus der Zeit.
Auch das Beispiel mit dem "natürlichen" Mittel zur Erziehung ist Schwachsinn, denn Schmerzen in der Natur folgen auf spontane und kritische Fehler. In der Erziehung wird es aber zum Zwang der eigenen Wertvorstellungen verwendet (dir auch falsch sein können) und dass das nicht vergleichbar ist, zeigt sich schon dadurch, dass man es oft mehrmals machen muss, das Kind es also nicht direkt verbindet (weil es die Regel nicht erklärt sondern aufgezwungen bekommt; in der Natur experimentiert es selbst), das Kind sieht also kein Fehlverhalten, sondern nur ein ungewolltes Verhalten.
Und es liegt immer daran, dass man vorher durch Fehler dieses Verhalten verursacht hat und keinen Ausweg mehr sieht als den puren Zwang.
Und um mal philosophisch zu werden: Sind wir nicht fast alle Sklaven des Systems?
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Originally Posted by Diablo_
Natürlich kann man sich mit Gewalt Respekt verschaffen, aber das ist doch Blödsinn wenn man es auch anders machen kann. Du glaubst wohl auch, es gibt nur die einzig richtige Erziehung, wo Konflikte mit Gewalt "gelöst" werden.
Ich bin noch lange keine 30 Jahre alt und meine Freunde auch nicht und irgendwie machen wir uns nicht zum Affen.
Vielleicht ist das ja einer der Ursachen, warum manche Menschen zu Masochisten werden. :p
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Nicht immer Respekt mit Angst verwechseln.
Mal als gewagte These:
Da es immer nur von der Seite kommt, scheint es mir fast, als wollten Leute, die geschlagen wurden, unbewusst ihre Kindheit schöner reden. Gibt bestimmt auch schon psychologische Erkenntnisse dazu.