Bundestagswahl 2017

08/19/2017 23:39 Toshio Riko#61
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Originally Posted by Melli- View Post
Ich kann die Jugendlichen jedoch verstehen. Würden alle unter 30 jährige Wählen gehen, wären sie trotzdem Prozentual weniger als die, die über 60 sind. Auf Deutsch: Jugendliche denken das sie eh nichts zu sagen haben, und das auch zum Großteil so ist. 1 Stimme von ~40 Millionen wahlberechtigte sind porzentual circa 0,0000025% - also so viel Kraft hat eine Stimme dann auch nicht.
Ebenso wird in Schulen nicht viel über Politik besprochen, einzelne Wahlprogramme und wen man lieber Wählen würde..
Es stimmt schon, dass nur knapp 15% der bis zu 30j alten Menschen Wahlberechtigt sind. Aber hier mal, auch für alle, die denken, ihre Stimme "sei nichts wert" ein kleiner Vortrag: [Ich beziehe mich aber auf die offizielle Ziffer von 61,5 Millionen Wahlberechtigten laut Bundeswahlleiter]


Ja, eine Stimme hat nur eine prozentuale Auswirkung von 0,0000016 % ca. Sogar noch ein paar Kommastellen dahinter. Gerne überprüfen und die %-Zahl x Wahlberechtigte nehmen = ~100

Gut, meine Stimme hat erstmal kaum Kraft. Das ist richtig. Aber sie gewinnt an Kraft, da eigentlich ja alle wählen gehen sollen. Gibt ja eine Wahlpflicht, eigentlich.

Je mehr Menschen sich aber einreden, dass ihre Stimme keinen Wert hat, verliert sie tatsächlich ihren Wert und verfälscht das Wahlergebnis, meist zugunsten einer stark rechten und populistischen Partei. Denn die können ihre Hardcore-Fans immer mobilisieren. Man siehe Facebook und die da einhergehende Dummheit (teilweise).

Man muss immer daran denken, dass man als Kollektiv wählen geht. Zusammen ist man stark. Ich finde schade, dass viele das immer wieder vergessen. Meine Stimme gewinnt an Wert, wenn alle wählen gehen. Dann wählen viell. auch mehr meine Partei und andere könnten Prozentual runterrutschen.


Genauso finde ich auch wie du, dass in Schulen viel mehr Politik, am besten so 7/8 Klasse beginnend, geredet werden sollte. Und zwar eine gesunde Mischung daraus, wie Politik funktioniert und was Politik macht - Wie was bedeutet und wie wo Parteien stehen und was sie sagen und wofür sie stehen. Damit sich jedes Kind ein eigenes Bild machen kann.

Obwohl, eigentlich darf man gerne schon viel früher anfangen. Wenn man manchmal sieht, wie Kinder von den Eltern völlig fehlerzogen werden und zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gebracht werden - und Kinder niemals die Eltern in jungen Jahren hinterfragen würden (außer ich, ich habe das immer gemacht, komischerweise. Aber meine Eltern fanden das auch gut so, da ich mir selbst meine Meinung bilden wollte). Natürlich sollte man etwas seichter in früheren Klassen an das Thema rangehen. Aber Politik ist kein Thema für studierende Nerds - Und gar nicht mal so schwer, sofern man nicht Kanzler oder in den BTW will.



Wollt ich einfach nur mal so los werden. Und für AfD-Anhänger, eure Partei will ja fairen Wahlkampf... Aber dann sowas? Sorry, aber wer solch eine Partei unterstützt... [bezogen auf den FB-Beitrag mit Martin Schulz, das andere ist einfach nur wieder ein schöner Self-Diss. Wie wäre es mit Selbstanzeige ;) ]

Die AfD kann nur mit Beleidigungen gegen andere Politiker wettern, oder mit Begriffen und Vorwürfen umsich werfen, die völlig haltlos sind und keine Quellen haben.


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ANMERKUNG: Ich möchte übrigens dazu sagen, dass man eine gemäßigte, rechte Einstellung auch dulden und respektieren kann. Denn normale, rechte Politik hat nichts mit Rassismus und Populismus zu tun. Ich sähe sogar einen Gewinn für den Bundestag, wenn wir eine Koalition und zwei starke Oppositionen aus verschiedenen Lagern haben. Nur müsste die Opposition zusammenarbeiten können. Mit einer AfD im Bundestag haben wir das gleiche Problem wie mit der GroKo. Eine geteilte Opposition ist keine Opposition. Bzw. kommt dann gar nichts mehr vorran und darin sehe ich noch eine Gefahr. Aber das auszuarbeiten, wird für einen EPvP Post zu lange. Diesen Vortrag hebe ich mir für meine Schule auf.

Wie gesagt, eine gemäßigte rechte Partei kann man vertreten - Nur gibt es die in einer Stärke wie die AfD nicht. Nur in Bayern, sie nennt sich CSU. Ich verstehe das Bündnis CDU/CSU sowieso nicht. Klar, beides christliche Partein. Aber keiner kann von der Hand weisen, dass die CSU mehr im rechten Ufer schwimmt während die CDU immer zwischen Links und Rechts trudelt. Ich möchte "Rechts" hier auch nicht als Abwertend nutzen, sondern lediglich eine politische Einstellung damit beschreiben. Man muss auch zwischen Rechts und Rechtspopulistisch unterscheiden können. Das nur mal so nebenbei.
08/20/2017 02:52 Odang#62
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Originally Posted by Max151515I View Post


Genauso finde ich auch wie du, dass in Schulen viel mehr Politik, am besten so 7/8 Klasse beginnend, geredet werden sollte. Und zwar eine gesunde Mischung daraus, wie Politik funktioniert und was Politik macht - Wie was bedeutet und wie wo Parteien stehen und was sie sagen und wofür sie stehen. Damit sich jedes Kind ein eigenes Bild machen kann.

Obwohl, eigentlich darf man gerne schon viel früher anfangen. Wenn man manchmal sieht, wie Kinder von den Eltern völlig fehlerzogen werden und zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gebracht werden - und Kinder niemals die Eltern in jungen Jahren hinterfragen würden (außer ich, ich habe das immer gemacht, komischerweise. Aber meine Eltern fanden das auch gut so, da ich mir selbst meine Meinung bilden wollte). Natürlich sollte man etwas seichter in früheren Klassen an das Thema rangehen. Aber Politik ist kein Thema für studierende Nerds - Und gar nicht mal so schwer, sofern man nicht Kanzler oder in den BTW will.
Bevor die politischen Themen behandelt werden sollten, muss man schon vorher an vielen anderen Stellen im Schulsystem ansetzen.
Ich meine, wie kann es sein, dass in einem Gymnasium in der zwölften Klasse Leute gibt, die nicht mal wissen, was das Parteiprogramm der großen Parteien beinhaltet? Klar, keiner erwartet das nuancenreiche Wissen, allerdings sollten die Grundzüge drin sein. Aber es bleibt einfach unfassbar, was man da so antrifft.

Da muss halt etwas an der Grundeinstellung verändert werden... Aber das geschieht nicht wenn man denen zwangsweise noch früher Politik in den Unterricht knallt. Aber das ist eine ganz andere Diskussion.

Kurze Frage, da du mit vielen Zahlen gearbeitet hast: Kannst du mir eine Seite nennen, die eine Statistik über die Struktur der Wahlberechtigten angibt? Am wichtigsten wäre mir eben nur das Alter der Wahlberechtigten. Oft hört man ja, dass im BT ein sehr hohes Durchschnittsalter vorherrscht. Ist allerdings normal, wenn die Bürger mit passivem Wahlrecht eben gleiches Durchschnittsalter aufweisen. ´(Wenn das denn so stimmt)

Aber selbst wenn viel mehr junge Menschen wählen würden bzw. es mehr geben würde. Es würde sich nicht viel ändern, da die jüngere Generation schließlich von etlichen Seiten beeinflusst wird. Wenn es nicht grade die AFD ist, dann eben das Elternhaus, was seit Generationen schon die CDU etc. wählt... Dann hört man auf der Straße "Ja, die Linke geht gar nicht". 0 Argumente... Und selbst wenn, alles beeinflusst ohne hinterfragen.. Klar, wir alle sind beeinflusst, nur so entsteht unsere Persönlichkeit, aber man muss halt möglichst von vielen Seiten etwas aufsaugen und dann seine Entscheidung treffen.

Ich kann jedem, der wirklich ein Problem mit der Politik hat, nur raten, dass man selbst aktiv wird. Nicht jeder hat Zeit, Lust etc. aber wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sie ausnutzen. In einem Forum jemanden umstimmen funktioniert ohnehin fast nie... Jeder denkt, dass er der krasseste Typ wäre, der von allem bescheid weiß.. Alles vergeudete Zeit. Der Beitrag hier ist jetzt auch quasi nur für diesen Max, der sich scheinbar für die Materie interessiert. Aber in den Grundzügen ist man ohnehin schon einer Meinung von daher..
08/20/2017 20:22 Toshio Riko#63
Erstmal freut es mich, dass du so beherzt an der Diskussion teilnimmst. Da nehme ich mir es nicht, auch noch einmal zu antworten. :) Jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden dazu.


[PS: Sehr langer Text, sorry. Ich schaff es nie, mich kurzzuhalten :rolleyes: ]


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Originally Posted by Odang View Post
Bevor die politischen Themen behandelt werden sollten, muss man schon vorher an vielen anderen Stellen im Schulsystem ansetzen.
Ich meine, wie kann es sein, dass in einem Gymnasium in der zwölften Klasse Leute gibt, die nicht mal wissen, was das Parteiprogramm der großen Parteien beinhaltet? Klar, keiner erwartet das nuancenreiche Wissen, allerdings sollten die Grundzüge drin sein. Aber es bleibt einfach unfassbar, was man da so antrifft.
Das stimmt. Neben der Politik gibt es zu viel, was in unserem Schulsystem schiefläuft. Das wissen Schüler (Also die, die auch Lust auf die Schule haben) und die Lehrer. Aber Frau Merkel sieht keine Probleme. Auch ein Grund, warum ich niemals die CDU wählen könnte. Obwohl die CDU in SH da deutlich, deutlich weiter ist, als die CDU auf Bundesebene. Parteien unterscheiden sich auch noch einmal auf Landesebene. Ich kann verstehen, warum die CDU in meinem Bundesland so überzeugend gewonnen hat. Hier war man auch einstimmt für die gleichgeschlechtliche Ebene. Das nur so nebenbei.


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Da muss halt etwas an der Grundeinstellung verändert werden... Aber das geschieht nicht wenn man denen zwangsweise noch früher Politik in den Unterricht knallt. Aber das ist eine ganz andere Diskussion.
Stimmt schon, zu früh muss auch nicht sein. Und es gibt viele andere Baustellen, die auch dringend angegangen werden müssten.


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Kurze Frage, da du mit vielen Zahlen gearbeitet hast: Kannst du mir eine Seite nennen, die eine Statistik über die Struktur der Wahlberechtigten angibt? Am wichtigsten wäre mir eben nur das Alter der Wahlberechtigten. Oft hört man ja, dass im BT ein sehr hohes Durchschnittsalter vorherrscht. Ist allerdings normal, wenn die Bürger mit passivem Wahlrecht eben gleiches Durchschnittsalter aufweisen. (Wenn das denn so stimmt)

Für die Zahlen der Wahlberechtigten gibt es eine Statistik hier: [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...]

Für das Alter der Abgeordneten findest du eine hier: [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...]



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Aber selbst wenn viel mehr junge Menschen wählen würden bzw. es mehr geben würde. Es würde sich nicht viel ändern, da die jüngere Generation schließlich von etlichen Seiten beeinflusst wird. Wenn es nicht grade die AFD ist, dann eben das Elternhaus, was seit Generationen schon die CDU etc. wählt... Dann hört man auf der Straße "Ja, die Linke geht gar nicht". 0 Argumente... Und selbst wenn, alles beeinflusst ohne hinterfragen.. Klar, wir alle sind beeinflusst, nur so entsteht unsere Persönlichkeit, aber man muss halt möglichst von vielen Seiten etwas aufsaugen und dann seine Entscheidung treffen.

Ich bezieh mich mal auf den letzten Satz -> Eine Sache, die ich finde, die auch in der Schule gelehrt werden sollte. Seine Meinung basierend auf mehreren Quellen, Fakten und anderen Meinung aufbauen können. Wo ich zurzeit mein wirtschaftliches Fach Abi mache (Also ganz normale Schule mit Wirtschaftskernpunkt), hatten wir eine Deutschlehrerin, die dies sehr gerne oft wiederholt hatte. Was ich vorbildlich fand. Sie sagte auch, dass man niemals den Lehrer alles glauben darf. (Obwohl, welcher Schüler tut das schon ;) ) Wie auch immer.

Es stimmt leider, dass viele Jugendliche vor allem aus dem Elternhaus geprägt werden. Dagegen kann man wenig tun als Außenstehender, aber die Schule kann hier richtig ansetzen. Natürlich kann man schwer die Erziehung von Eltern beeinflussen, und sollte man auch nicht in Normalfall. Aber die Schule erfüllt, auch wenn sie es nicht will, einen großen Beitrag zu der Entwicklung und Erziehung eines Kindes.

Wie schon erwähnt, durfte ich offene und eigene Persönlichkeitsentwicklung erfahren. Ich habe mich viel und früh (schon vor meinem zehnten Lebensjahr) für Politik interessiert. Später kamen Diskussionen mit meinem Vater dazu, wo wir über aktuelle Themen, Politik usw. geredet haben. Ich durfte immer meine eigene Meinung haben -> musste diese aber auch argumentativ belegen können.


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Ich kann jedem, der wirklich ein Problem mit der Politik hat, nur raten, dass man selbst aktiv wird. Nicht jeder hat Zeit, Lust etc. aber wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sie ausnutzen. In einem Forum jemanden umstimmen funktioniert ohnehin fast nie... Jeder denkt, dass er der krasseste Typ wäre, der von allem bescheid weiß.. Alles vergeudete Zeit. Der Beitrag hier ist jetzt auch quasi nur für diesen Max, der sich scheinbar für die Materie interessiert. Aber in den Grundzügen ist man ohnehin schon einer Meinung von daher..

Kleine Anekdote eines Bürgers der DDR, der auch lange im Knast saß und sich viel für die Rechte anderer eingesetzt hat (Exkursionsfahrt nach Berlin), wir durften mit ihm uns in einer Gruppe unterhalten. Wir haben viel Gefragt. Und am Ende hat er uns noch eine Sache gesagt: Wenn man ein Problem mit der Politik hat, darf man nur dann meckern, wenn man einer der zwei folgenden Dinge tut: Wählen oder selber aktiv werden. Wer nicht wählt, der hat kein Recht sich zu beschweren und ist faul! Und wer etwas wirklich verändern will, der muss selbst aktiv werden in der Politik.

Klar, es ist nicht leicht, etwas in der Politik aktiv zu werden. Aber JEDER kann einer Partei beitreten und sich hier hocharbeiten. Man braucht kein Studium um Kanzler zu werden, oder zumindest Kanzlerkandidat zu werden. Man muss nicht reich sein und auch nicht Einflussreich. Man muss nur seine Ideen den Massen beibringen können. Und das kann man auch lernen. Man muss halt aktiv werden -> Und dazu muss man nicht mal unbedingt einer Partei beitreten. Man kann auch von außen Massen mobilisieren, Proteste starten uvm. oder an selbigen teilnehmen.

Noch mal kurz nebenbei: Es war erstaunlich ruhig als wir mit der Klasse in dem KZ waren. Keiner, wirklich keiner hat auch nur einen Mucks gesagt, gelacht oder irgendeinen Mist gebaut. Alle waren... Sprachlos. So eine Exkursionsfahrt mit guten Leitern, die einem viel erzählen, schaffen es sogar, in den chaotischsten Jugendlichen einzudringen und einen Prozess des Nachdenkens und der Ehrfurcht zu erzeugen. Das hat viele aus der Klasse geprägt.


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Jeder denkt, dass er der krasseste Typ wäre, der von allem bescheid weiß.. Alles vergeudete Zeit. Der Beitrag hier ist jetzt auch quasi nur für diesen Max, der sich scheinbar für die Materie interessiert. Aber in den Grundzügen ist man ohnehin schon einer Meinung von daher..
Ich versuche, zumindest ein wenig den Leuten zu zeigen, dass die AfD auch nur eine Partei ist, die lügt. Viele AfD Anhänger meinen ja, die großen Politiker sind es, die lügen. Aber die AfD tut es selbst (Obwohl, dazu kann man noch etliche andere Sachen posten. Da oben war es nur pure Ironie, bzw. das Verhalten als Partei gegen andere Politiker muss Sachlich bleiben. So etwas wie Beleidigungen, wenn auch nicht direkt ausgesprochen, zeigt nur, dass die Partei minderwertig ist. Man denkt auch immer gleich "Der ist gegen die AfD, der glaubt der Merkel sicher alles und isn Volksverräter". Man kann aber genau so kritisch über vieles in der Politik denken, ohne dabei für die AfD zu sein. Und wenn man sich das Parteiprogramm der AfD mal anschaut, dann würde einem klar werden, dass diese Partei gegen das Volk arbeitet. (Das hatte ich ja oben auch schon einmal gezeigt).


Nun gut, abschließend kann ich nur sagen: Ich weiß bei weitem nicht alles. Und lasse mich gerne auch mal vom Gegenteil überzeugen. Oder lasse mir zeigen, dass meine Einstellung oder Meinung nicht 100% korrekt ist. Nichts ist Schwarz oder Weiß. Es gibt immer zwei Seiten... Oder 100 Seiten. (Weshalb Politik auch so unfassbar komplex ist und nicht einfach mal so "umgekrempelt" werden kann). Eine Entscheidung beeinflusst zig andere Faktoren. Ich könnte das wohl nicht, Kanzler sein. Ich agiere lieber von außen.
08/20/2017 22:32 Odang#64
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Originally Posted by Max151515I View Post
Es stimmt leider, dass viele Jugendliche vor allem aus dem Elternhaus geprägt werden. Dagegen kann man wenig tun als Außenstehender, aber die Schule kann hier richtig ansetzen. Natürlich kann man schwer die Erziehung von Eltern beeinflussen, und sollte man auch nicht in Normalfall. Aber die Schule erfüllt, auch wenn sie es nicht will, einen großen Beitrag zu der Entwicklung und Erziehung eines Kindes.

Wie schon erwähnt, durfte ich offene und eigene Persönlichkeitsentwicklung erfahren. Ich habe mich viel und früh (schon vor meinem zehnten Lebensjahr) für Politik interessiert. Später kamen Diskussionen mit meinem Vater dazu, wo wir über aktuelle Themen, Politik usw. geredet haben. Ich durfte immer meine eigene Meinung haben -> musste diese aber auch argumentativ belegen können.
Beeinflussung durch das Elternhaus ist meines Erachtens nach genau so schlimm, wie wenn hier jemand Beiträge verfasst, die er als absolut darstellt. Von WO wir letztlich beeinflusst werden, ist schließlich egal. Es macht aber ein Unterschied, wenn man immer anfügt, dass es "meine Meinung" ist und sie ben nicht als absolut verkaufen will.

Aber selbst wenn der Vater immer anmerkt, dass es seine eigene Meinung ist, wird der kleine Junge nicht widersprechen, es ist schließlich sein Vater, sein Vorbild. Irgendwann wird man aber alt genug sein, um das zu verstehen.

Oft hört man halt, dass insbesondere die Meinungsbildung durch das Elternhaus sehr verrufen ist. Wenn ein Kind eines Ärzteehepaares selbst Arzt wird, heißt es meistens, dass er es "nur" wegen den Eltern macht. Aber welche Unterschied macht es denn, wenn das Kind einen Feuerwehrmann auf der Straße sieht und so sein will wie er oder es eben der Arzt Zuhause ist?

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Ich versuche, zumindest ein wenig den Leuten zu zeigen, dass die AfD auch nur eine Partei ist, die lügt. Viele AfD Anhänger meinen ja, die großen Politiker sind es, die lügen. Aber die AfD tut es selbst (Obwohl, dazu kann man noch etliche andere Sachen posten. Da oben war es nur pure Ironie, bzw. das Verhalten als Partei gegen andere Politiker muss Sachlich bleiben. So etwas wie Beleidigungen, wenn auch nicht direkt ausgesprochen, zeigt nur, dass die Partei minderwertig ist. Man denkt auch immer gleich "Der ist gegen die AfD, der glaubt der Merkel sicher alles und isn Volksverräter". Man kann aber genau so kritisch über vieles in der Politik denken, ohne dabei für die AfD zu sein. Und wenn man sich das Parteiprogramm der AfD mal anschaut, dann würde einem klar werden, dass diese Partei gegen das Volk arbeitet. (Das hatte ich ja oben auch schon einmal gezeigt).

Durchaus lobenswert. Ich gestehe: Ich habe im Alltag noch nie von Angesicht zu Angesicht mit jemandem geredet, der die AFD wählen wird. Im Internet ist es allerdings ohnehin verschwendete Mühe... Meistens.

Quote:
Nun gut, abschließend kann ich nur sagen: Ich weiß bei weitem nicht alles. Und lasse mich gerne auch mal vom Gegenteil überzeugen. Oder lasse mir zeigen, dass meine Einstellung oder Meinung nicht 100% korrekt ist. Nichts ist Schwarz oder Weiß. Es gibt immer zwei Seiten... Oder 100 Seiten. (Weshalb Politik auch so unfassbar komplex ist und nicht einfach mal so "umgekrempelt" werden kann). Eine Entscheidung beeinflusst zig andere Faktoren. Ich könnte das wohl nicht, Kanzler sein. Ich agiere lieber von außen.
Wer will dich schon vom Gegenteil überzeugen? Die ganze Jugend interessiert sich doch fast gar nicht für die Politik, dementsprechend sind Gesprächspartner rar. Da wird dann nur rum gestänkert... Wie du sagst, es ist ein komplexes Problem und man muss es an der Wurzel anpacken, was meines Erachtens nach die Bildung/Erziehung ist. Ich würde erstmal knallhart das Bildungswesen reformieren und vor allem erstmal das Lehrpersonal austauschen, denn da beginnt das Übel.

Und danke für die Links, das suchte ich. :)
08/20/2017 22:49 Toshio Riko#65
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Originally Posted by Odang View Post
Aber selbst wenn der Vater immer anmerkt, dass es seine eigene Meinung ist, wird der kleine Junge nicht widersprechen, es ist schließlich sein Vater, sein Vorbild. Irgendwann wird man aber alt genug sein, um das zu verstehen.

Das stimmt natürlich. Aber was soll ich ihm schon als Kind sagen? "Ne, manipuliere mich bitte". Natürlich wusste ich damals noch nicht, dass es was wirklich gutes ist, wovon ich heute sehr profitiere in meinem Leben. :) Zumindest bin ich sehr froh, dass ich mir immer meine eigene Meinung, auch politische Meinung bilden durfte.

Und zu dem anderen: Ich finde auch nicht, dass es falsch ist, sich auch über die Eltern eine Meinung zu bilden. Man tut es ja so oder so, ob die Eltern, oder die Kinder es wollen. (Obwohl bis zu einem Alter haben sie eh keine Wahl, weils halt ihre Eltern sind und es so oder so tun).

Deswegen sollte die Schule auch bei bestimmten Themen, wie Politik auch entgegen wirken und über bestimmte Themen offen reden und den Kindern die Welt erklären. Wird ja auch bei Sexualität gemacht, damit Kinder sachlich lernen, was es mit dem Geschlechtsakt eigentlich auf sich hat. Aber Politik ist unsere Welt, und man sollte sie schon ein wenig verstanden haben, um nicht auf einem Montag-Abend Spaziergang zu enden und einem Galgen mit Merkelpuppe dran zu skandieren.
08/21/2017 11:42 Flay23#66
Irgendwie finde ich diese Bundestagwahlen ziemlich beschissen.
Ich glaube da bleibe ich doch lieber bei dem Ferkel namens Merkel.
Schulz hat sich alleine durch das hier disqualifiziert für mich.

08/21/2017 20:38 Sheldor™#67
Ich bin definitiv für Schulz, vielleicht tut es dem Staat mal gut, wenn ein neuer Kanzler frischen Wind reinbringt.

Ich habe einige Berichte vom Schulz gelesen, eigentlich ist der Mann ganz ok, gegen die Merkel habe ich auch nichts, aber so langsam könnte mal ein anderer ran.
08/29/2017 23:17 Mammutjäger#68
Quote:
Originally Posted by 悪地城 View Post
Regel:
Ihr müsst eure Stimme bei der Umfrage abgeben.
Wenn man sich schon nicht die Mühe macht, und die Spitzenkandidaten der anderen wählbaren Parteien mit aufnimmt, dann sollte man wenigstens eine dritte Option - "andere" - oder noch besser eine Vierte ("Ich gehe nicht wählen") anbieten.
So ist das einfach nur - sorry - dumm.


Btt:
Lindner hätte es sich verdient.
08/30/2017 01:07 BosniaWarlord#69
Schwierige Entscheidung
09/02/2017 10:05 Toshio Riko#70
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Originally Posted by Lucia9986 View Post
Weder noch. Die einzigen, die ein Kreuzchen bekommen werden, sind die blauen.
Diesen Blauen? [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...]
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"Nein, Arppe war kein Ausrutscher. Er war und ist das pervertierte Gesamtbild der AfD".


Für deine politische Einstellung, die ich ja nun schon länger kenne, gibt es bessere Partein als die AfD. Die AfD ist weder Arbeiter-, Schüler-, Eltern-, Alleinerziehenden-, Arbeitslosen-, Schwulen- oder Demokratiefreundlich. In keiner Form ist die AfD eine Alternative. Wer das bis heute nicht einsieht... Hat den Halt zur Realität verloren.

Habt von mir aus eine rechte politische Einstellung. Aber muss es gleich eine Partei wie die AfD, die NPD oder so sein?



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09/06/2017 17:42 Frutex#71
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Originally Posted by Lucia9986 View Post
Die Linke, die du scheinbar wählen würdest, ist auch nicht ohne. Nimmt sich nicht viel, siehe G20. Gewaltbereiter als die Rechten & sowas muss man auch nicht unbedingt wählen.

Aber mal abgesehen davon muss ich dir schon recht geben, aber eine CDU, Linke oder sonstige zu wählen bringt auch nicht viel. Ich bin am überlegen einfach eine ungültige Stimme abzugeben, somit war ich wählen, allerdings bekommt keiner irgendwelche % hinzu.

Btw: Ich glaube keine Zeitungsartikel o.ä. Jeder kann schreiben was er will & Verläufe faken, somit kein Beweis für mich.

Absolut genial von dir die Linken mit der Antifa gleichzusetzen. Dann können wir ja in Zukunft auch die AFD mit Neonazis gleichsetzen. (Ich persönlich differenziere da, vor allem im Hinblick auf die Gewaltbereitschaft.)

Und mal ganz im Ernst. Hier schon wieder mit Fake News anzukommen ist einfach lächerlich. Wenn du dich mal ernsthaft mit dem Mediensystem auseinander gesetzt hättest, dann wüsstest du, dass Fehler wenn darauf basieren, dass nicht zu 100% recherchiert worden ist, einfach um den Artikel schneller herauszubringen und nicht weil der Staat die Nachrichten kontrolliert. :o
09/06/2017 21:07 Odang#72
"
Btw: Ich glaube keine Zeitungsartikel o.ä. Jeder kann schreiben was er will & Verläufe faken, somit kein Beweis für mich.
"

einfach wow :D

Wie fandet ihr so die TV Duelle der letzten Tage?
09/06/2017 21:40 SuraKämpfer1#73
Quote:
Habt von mir aus eine rechte politische Einstellung. Aber muss es gleich eine Partei wie die AfD, die NPD oder so sein?
Es gibt leider keine rechte seriöse Partei, welche für die rechte Gesellschaft spricht. Viele wählen die AfD aufgrund dessen, das keine andere Partei existiert, welche ihre Bedürfnisse seriös im Grossen und Ganzen abdecken. Die CDU/CSU ist für viele keine Alternative mehr, von der NPD sprechen wir gar nicht.

Ich wohne nicht in Deutschland und kann auch nicht abstimmen. Als Aussenstehenden frage ich mich aber, ob eine rechte Partei in Deutschland überhaupt eine Chance hätte, sich gegen die ganzen Medien und der Vorgeschichte Deutschlands zu behaupten.

Gäbe es eine seriöse rechte Partei, welche nicht von Links/Mitte/Medien denunziert würde, hättet Ihr eine Partei wie die AfD nicht. Stattdessen würde es eine starke Opposition geben mit der sich durchaus arbeiten liesse.

Ich hoffe, mein Anliegen wurde halbwegs vermittelt.
Rechtschreibfehler bitte nicht beachten, danke.
09/07/2017 02:08 Toshio Riko#74
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Originally Posted by SuraKämpfer1 View Post
Es gibt leider keine rechte seriöse Partei, welche für die rechte Gesellschaft spricht. Viele wählen die AfD aufgrund dessen, das keine andere Partei existiert, welche ihre Bedürfnisse seriös im Grossen und Ganzen abdecken. Die CDU/CSU ist für viele keine Alternative mehr, von der NPD sprechen wir gar nicht.

Ich wohne nicht in Deutschland und kann auch nicht abstimmen. Als Aussenstehenden frage ich mich aber, ob eine rechte Partei in Deutschland überhaupt eine Chance hätte, sich gegen die ganzen Medien und der Vorgeschichte Deutschlands zu behaupten.

Gäbe es eine seriöse rechte Partei, welche nicht von Links/Mitte/Medien denunziert würde, hättet Ihr eine Partei wie die AfD nicht. Stattdessen würde es eine starke Opposition geben mit der sich durchaus arbeiten liesse.

Ich hoffe, mein Anliegen wurde halbwegs vermittelt.
Rechtschreibfehler bitte nicht beachten, danke.
Fast. Es gibt eine. Die CSU. Diese regiert aber leider nur in Bayern bzw. darf dort gewählt werden und regiert zusammen mit der CDU im Bundestag. Wäre sie eine eigenständige Partei in ganz Deutschland, hätten wir weniger Probleme mit der AfD (eine Theorie von mir). :)

Ansonsten hast du recht. Es gibt keine seriöse, rechte Partei. Und das ist denke ich auch gut so.



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"Btw: Ich glaube keine Zeitungsartikel o.ä. Jeder kann schreiben was er will & Verläufe faken, somit kein Beweis für mich."

Natürlich. Es ist einfacher, alles, was gegen die eigene Einstellung geht, als "Fake News" abzustempeln. Nicht alles an Linker Politik ist perfekt - Aber deswegen stempel ich es ja nicht als "Fake News" ab. Oder das hier: [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...]

Eine Peinlichkeit für eine Partei wie die Linken. Aber sag ich jetzt "Das ich Fake News"? Übrigens, sie wird jetzt von rechten Menschen, großteils AfD-Anhängern, des Lebens bedroht, mit Vergewaltigung und Anschlägen... Ganz toll. Ja, sie ist eindeutig keine gute Politikerin, wenn man so etwas posted - Aber von 100, die ihr das schreiben, meint es einer ernst. Und sie, das kann ich versichern, ist vieles, aber nicht "Deutschlandfeindlich". Sie hat einfach kein Gefühl für Ironie oder Satire - Etwas, was nur Die PARTEI kann - denn sie ist sehr gut!

Wie schon erwähnt, es ist peinlich, die Linken mit dem Schwarzen Block bzw. der Antifa gleichzusetzen. Extremismus ist immer falsch. Immer. Ja, die Linke ist antifaschistisch. Aber Antifaschistisch = Gewalt = Antifa? Aber selbst wenn, jemand, der der Antifa angehört (So wie ich), der geht nicht auf die Straße und plündert - oder zündet Autos an. Das ist NICHT die Antifa. Die Antifa geht gegen Rassismus und Faschismus vor. Direkt. Ohne kompromisse.

Ein Rassist... ja... Müssen wir noch breit und lang erklären, was ein Rassist / ein Nazi ist? Verfeindung Menschen anderer Kultur und Hautfarbe, oft Homophob, Antisemitisch... usw. usv.

Selbst WENN die Chats gefaked wären, zeigen diese 31 AfD-Gruppen, welch perverse Partei die AfD ist.


Deshalb: Wählt Die PARTEI - Denn sie ist sehr gut!


Alles zu der Kaperung der Gruppen kann übrigens hier nachgelesen werden: [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...]

Und ein interessanter Artikel der TAZ [Only registered and activated users can see links. Click Here To Register...] (Achtung: Pöööse Fake news)

Als normaldenkender Mensch kann ich übrigens nicht empfehlen, sich die Gruppen anzuschauen. Was dort geposted wird, lässt einem den Glauben an die Menschheit verlieren.


Quote:
Wieder inaktiv, lese es, falls eine Antwort von dir kommt, in paar Wochen.
Na dann. ;)
09/07/2017 14:06 Xio.#75
Ihr braucht mal wieder nen Oesterreicher, dann seht ihr wie gut ihr es mit Merkel hattet :D
Ich wurde eh gerade von der Kunstuni abgelehnt... zeit fuer eine politische karriere :D

Voted Schulz, only change is here to stay.