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Originally Posted by Røy Mustang
Viele der hier genannten Sachen sind kaum mit unserem Grundgesetz vereinbar und um das zu ändern, bräuchte die AfD eine 2/3 Mehrheit. Sollte das jemals passieren, hau ich ab.
Jetzt mal zu den einzelnen Punkten:
->Mehr Überwachung:
Überwacht werden wir schon. Weiß nicht, was die da noch mehr machen wollen.
->Härtere Strafen:
Solange die Strafen noch angemessen sind, wäre es mir egal.
Im Moment ist es einfach nur lächerlich, dass ein Faubkopierer eine höhere Strafe bekommt als ein Kinderschänder o.ä.
->EU auflösen:
Ist wohl das lächerlichste, was ich je gehört habe.
Wenn wir die EU auflösen, werden unsere Exporte rapide zurückgehen.
Was daraus folgt, kann sich wohl jeder denken.
->Steuern abschaffen:
Wovon soll sich der Staat dann finanzieren?
->Sozialleistungen kürzen:
Hierbei ist immer die Frage für wen.
Habe kein Problem, wenn sie den Leuten, die keine Lust haben zu arbeiten die Sozialleistungen Kürzen oder sie irgendwelche arbeiten für die Allgemeinheit machen lassen, aber Sozialleistungen für Menschen, welche nicht arbeiten können zu kürzen, wäre Schwachsinn.
->Ehescheidung erschweren:
Könnte zusammen mit der Legalisierung von Waffen lustig werden,
wenn die Menschen sich gegenseitig erschießen, statt sich zu Scheiden, weil sie kein Bock mehr auf den anderen haben, aber gezwungen werden weiter miteinander zu leben.
->Abtreibung abschaffen:
Ich höre schon die Babys in den Bio Tonnen (oder sind die Rest Müll? Oder muss man Fleisch und Knochen trennen?) schreiben.
Ob man sich daran wohl gewöhnt?
->Grenzen schließen:
Art 16a GG: (1)Politisch Verfolgte genießen Asylrecht
->Muslime schikanieren:
Art. 3 GG Absatz 3
->Staatsmedien ausbauen:
Habe letztens einen lustigen Beitrag der AfD Bremen gelesen, wo diese sagten, dass sie die Heute Show als erstes verbieten würden.
Ob das noch so ganz mit Art. 5 GG vereinbar ist?
->Psychisch Kranke ins Gefängnis:
Dazu brauch man mehr Kontext. Also gleich alle ins Gefängnis oder nur wenn sie etwas angestellt haben?
->Mehr private Waffen:
Kann lustig werden. Make Germany Great Again!
->Drogen freigeben:
Alle?
Also insgesamt muss ich sagen,
dass die AfD das eigentlich sehr klug macht.
Für (jede) Gruppe ist etwas dabei.
Für die Junkies, die Rechten, die Konzerne.
Kann man jeder Gruppe ein paar Wähler abfangen.
Trotzdem find ich es lustig, dass sie selbst für Ihr größtes Ziel, die Flüchtlinge abzuhalten nach Deutschland zu kommen, keinen wirklichen Lösungsweg haben.
Einfach nur die Grenze zu machen, wird da wenig bringen.
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Original:
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Und danke für den Kommentar, welcher komplette Sätze beinhaltet und mit dem sich eine ordentliche Diskussion starten lässt.
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Härtere Strafen
Kinder sollen früher ins Gefängnis, fordert die AfD. Die Strafmündigkeit solle auf zwölf Jahre gesenkt werden, so wie es 1871 und 1943 in die Gesetze geschrieben worden war. Derzeit liegt sie bei 14 Jahren, da der Gesetzgeber davon ausgeht, dass Kinder vorher ihre Handlungen nicht voll überblicken können. Außerdem wünscht sich die AfD eine Untersuchungshaft schon, wenn es nur einen Tatverdacht gibt.
EU auflösen
Deutschland soll wieder allein in der Welt bestehen, nicht als Teil der EU. Die will die AfD zurückbauen zu einer "Wirtschafts- und Interessengemeinschaft souveräner, lose verbundener Einzelstaaten in ihrem ursprünglichen Sinne". Im Zuge dessen solle Deutschland auch aus dem Euro austreten.
Steuern abschaffen
Die AfD will die Einkommensteuer mit einem Stufentarif berechnen, die Erbschaftssteuer streichen – was die Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich noch weiter vergrößern würde, und sie will die Gewerbesteuer abschaffen – wobei die Kommunen sich als Ersatz eine andere Steuer ausdenken sollen. Gleichzeitig sollen die Schulden des Staates abgebaut werden. Da das zusammen nicht bezahlbar ist, will die AfD:
Sozialleistungen kürzen
Geld vom Staat untergrabe "die Selbständigkeit des Bürgers", argumentiert die AfD. Jeder soll für sich selber sorgen, meint das. Dazu soll das Arbeitslosengeld privatisiert werden, also private Versicherer sollen diese Leistung für jene anbieten, die sie sich leisten wollen und können. Viele werden das nicht können, die haben dann Pech. Beziehungsweise soll ihre Familie für sie zahlen. Das Gleiche gilt bei Arbeitsunfällen. Auch das könnten private Versicherungen übernehmen, fordert die AfD. Wer keine Unfallversicherung hat, die derzeit Pflicht ist, der ist im Zweifel nicht nur krank, sondern schnell auch arm.
Frauen zurück an den Herd
Die AfD "bekennt sich zur traditionellen Familie als Leitbild". Sie sagt es nicht wörtlich, aber in vielen Punkten zum Thema Familie scheint die Erwartung durch, dass Mütter zu Hause die Kinder erziehen und Väter arbeiten gehen sollen. Staatliche Kindergärten lehnt die AfD eigentlich ab, sie will die Erziehung durch die Mütter fördern, ohne genau zu sagen, wie sie sich das vorstellt.
Keine Frauenquoten
"Die AfD lehnt auch Quoten ab, da Quoten leistungsfeindlich und ungerecht sind und andere Benachteiligungen schaffen. Die AfD vertritt die Meinung, dass Quoten kein geeignetes Mittel zur Gleichberechtigung von Mann und Frau darstellen." Niemand behauptet, dass Quoten gut sind. Aber solange die Gleichberechtigung von Mann und Frau eben noch nicht erreicht ist, sind Quoten zumindest ein Weg dorthin. Sie abzuschaffen und sich nur allgemein zur Gleichberechtigung zu bekennen, wie die AfD es tut, wird Frauen benachteiligen.
Ehescheidung erschweren
Die AfD ist gegen eine "staatliche Finanzierung des selbstgewählten Lebensmodells Alleinerziehend". Was das genau bedeutet, wird nicht so ganz klar, aber es klingt, als wolle die Partei Ehescheidungen erschweren und Alleinerziehende finanziell schlechter stellen. Zitat: "Der Staat sollte (...) das Zusammenleben von Vater, Mutter und Kindern durch finanzielle Hilfen und Beratung in Krisensituationen stärken."
Abtreibung abschaffen
Sinkt die Zahl der Abtreibungen nicht von allein, brauche es eine Gesetzeskorrektur, fordert die AfD. Was bedeutet, Abtreibungen sollen erschwert oder gar abgeschafft werden. Mindestens aber solle es mehr Aufklärung über Abtreibungsfolgen wie Depressionen geben, das Kind zu gebären müsse Ziel der Aufklärung sein, nicht die Abtreibung.
Grenzen schließen
Die AfD will die "rasante Besiedelung Europas und besonders Deutschlands durch Menschen aus anderen Kulturen und Weltteilen" stoppen. Deutschland den Deutschen – Ausländer raus also. Dazu sollen die EU-Außengrenzen vollständig geschlossen werden, genau wie die deutschen Grenzen, an denen "unkontrollierte Zuwanderung" stattfindet.
Muslime schikanieren
Beim Thema Islam gibt es einen Widerspruch im AfD-Programm. Der erste Satz unter Punkt acht lautet: "Die AfD bekennt sich uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit." Der zweite Satz jedoch sagt, der Religionsausübung müsse der Staat "Schranken" setzen, allerdings nur der islamischen Glaubensausübung. Glauben darf jeder unbeschränkt, seinen Glauben leben aber nicht, vor allem nicht, wenn er Moslem ist. Minarette und Rufe von Muezzins sollen verboten werden, genau wie das Tragen von Burka und Niqab in der Öffentlichkeit, muslimische Organisationen sollen nicht als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt sein. Außerdem will die AfD die Beschneidung von Kindern verbieten – was nicht nur Muslime treffen würde, sondern auch Juden. Jüdische Verbände protestieren daher bereits gegen diese Idee.
Klima ruinieren
Klima ruinieren
Die AfD glaubt nicht an die Klimaerwärmung. Zitat: "Kohlendioxid ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens." Es schade nicht dem Klima, sondern nutze dem Pflanzenwachstum, je mehr, desto besser. Der Kampf gegen eine globale Klimaerwärmung diene nur dazu, die Freiheit des Einzelnen und der Wirtschaft einzuschränken. Windkraftanlagen seien hässlich und für Vögel eine Gefahr. Um Arnold Schwarzenegger zu zitieren: "I don't give a damn if you believe in climate change." Kohle und Öl seien nicht die Energieträger der Zukunft, schrieb der Ex-Gouverneur Kaliforniens in einem Facebookpost zu diesem Thema, die Wirtschaft leide nicht unter dem Wechsel zu erneuerbaren Energien, sondern profitiere. Und dann habe er da noch eine Frage: In welchem luftdicht verschlossenen Raum wolle man lieber eine Stunde ohne Gasmaske verbringen? In dem Raum, wo ein Benzinmotor auf Hochtouren laufe oder in dem wo der Motor eines Elektroautos zugange sei?
Atomenergie ausbauen
Atomkraftwerke seien sinnvoll, sagt die AfD. Die deutschen Kraftwerke sollten daher länger laufen als derzeit geplant. Auch brauche es wieder mehr Forschung für neue Kraftwerke und der radioaktive Müll solle nicht entsorgt werden. Den könne man später vielleicht noch verwenden.
Staatsmedien aufbauen
Die AfD behauptet, sie trete für eine "vielfältige Medienlandschaft ein". Daher will sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk privatisieren – gleichzeitig aber eine "staatliche Informationsversorgung" schaffen. Dazu will sie zwei Rundfunk- und zwei Fernsehsender komplett durch Steuern finanzieren, also vollständig vom Staat abhängig machen. Staatsfernsehen statt Vielfalt also. Dem von der AfD seit Monaten propagierten Ausdruck "Lügenpresse" gibt das eine ganz neue Dimension, an die sich vor allem Bürger der DDR lebhaft erinnern werden.
Psychisch Kranke ins Gefängnis
Zitat: "Nicht therapierbare Alkohol- und Drogenabhängige sowie psychisch kranke Täter, von denen erhebliche Gefahren für die Allgemeinheit ausgehen, sind nicht in psychiatrischen Krankenhäusern, sondern in der Sicherungsverwahrung unterzubringen." Strafe statt Behandlung – dieses Konzept hat die USA bereits ausprobiert, mit katastrophalen Folgen. Die Zahl der Gefängnisse dort ist stark gestiegen, in ihnen sitzen viele psychisch Kranke, die weggesperrt werden, anstatt Hilfe zu bekommen.
Mehr private Waffen
Das Waffenrecht dürfe nicht verschärft werden, fordert die AfD, der Staat müsse seinen Bürgern vertrauen, damit diese sich besser wehren könnten. Mehr Waffen = mehr Sicherheit? Auch hier beweisen die USA auf tragische Art das Gegenteil, dort sterben durch private Waffen ungleich mehr Menschen als in anderen Ländern, vorsätzlich oder durch Unfälle.
Drogen freigeben
Um den Schwarzmarkt mit Drogen "auszutrocknen" und die Kriminalität zu bekämpfen, will die AfD Drogen verkaufen lassen. Zitat: "Süchtigen und sonstigen Konsumenten ist daher die Möglichkeit zu geben, im Wege der kontrollierten Abgabe in den Genuss von Drogen zu gelangen (...)." Diese Position wird vor allem von den Grünen vertreten, im Vergleich zu den sonstigen Haltungen der AfD ist sie erstaunlich, vor allem die Abgabe von Drogen an "sonstige Konsumenten".