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Und genau das ist Schwachsinn. Du kannst das nicht verallgemeinern, da du im Studium sowieso nochmal den Stoff hast, den du dann eben für diese Berufsrichtung die du wählst brauchst. Ich muss im Abi nicht lernen, wie ich Integrale (nur als Beispiel) oder ähnliches errechne, was ich dann vielleicht als Ingenieur brauche. Man kann nämlich nicht sagen, dass der gesamte Kurs jetzt in Richtung Ingenieur studieren wird. Vielleicht sind es 1,2 Leute, doch wie gesagt, die haben den Stoff dann im Studium sowieso noch einmal. Steuern, Versicherungen etc. sollten bestimmt nicht von den Eltern gelernt werden. Sagen wir mal mein Vater ist sehr gut in Mathe und Deutsch gewesen, heißt das dann, dass ich dementsprechend gar keinen Deutsch oder Matheunterricht mehr besuchen sollte? Ist genau das selbe Prinzip und totaler Schwachsinn.
Das ist kein Schwachsinn. Man kann nicht nach dem individuellen Berufswunsch eines jeden Schülers unterrichten. Genau so wenig kann man das komplette erste Semester verschwenden, um den Leuten die Differenzialrechnung beizubringen. Das wird im Studium anfangs nur kurz in 4 Stunden aufgefrischt.
Beispiel: Ein alter Schulkollege von mir hat mir nach 3 Wochen im Informatikstudium schon Integralaufgaben geschickt, die einfach krasser waren als die in unserer Abschlussprüfung. Und da Integral auf Differenzialrechnung basiert und diese einfach extrem umfangreich ist, kann man das einem Studium nicht zutrauen, dass man dort von Null anfangen soll.
Hohe Klassenstufen bereiten einen allgemein auf hohe Berufsanforderungen vor und geben die Basics dafür und das möglichst in allen Bereichen.
Ingenieur: Integral, Germanistik: Gedichtsanalyse, Rechtswissenschaften: Gemeinschaftskunde und Politik
Das kann ich jetzt ewig so weiterführen.