Neue PS3-Firmware 3.21 mit weniger Funktionen ab 1. April
Sony will am 01.04. die neue Firmware 3.21 für die Playstation 3 veröffentlichen. Neue Funktionen sind nicht geplant – eher im Gegenteil: So will Sony die Funktion, auf älteren Konsolen ein zweites Betriebssystem wie z.B. Linux zu installieren, wieder entziehen – laut Sony zur Verbesserung der Sicherheit des System. Bereits installierte Zusatzsysteme werden mit dem Update unbrauchbar. Wer weiter die “Other OS”-Funktion nutzen will, kann das 3.21-Update zwar ignorieren, erhält dann aber keinen weiteren Zugang zum Playstation Network für Online-Spiele und Downloads.
Wenn am 1. April die Firmware-Version 3.21 zum Download bereit steht, wird es nicht mehr möglich sein, andere Betriebssysteme auf der PS 3 zu installieren. Sony begründet das Update damit, dass der Linux-Support eine Gefahr für den Kopierschutz der Konsole darstelle.
Als der prominente Hacker geohot vor knapp zwei Monaten verkündete, er habe eine Sicherheitslücke auf der Playstation 3 gefunden und einen dazu passendenr Exploit veöffentlicht, stand der Ärger den Playstation 3-Verantwortlichen ins Gesicht geschrieben. Offensichtlich fing der einst so starke Kopierschutz der Konsole an, zu bröckeln. Schnell reagierte Sony und teilte mit, dass man dem Exploit nicht tatenlos zusehen werde. Man werde alles Mögliche dafür tun, dass die Playstation 3 nicht in die Hände der Raubkopierer und Hacker fällt. Es dürfe kein Homebrew-System auf die Beine gestellt werden. Auf der Suche nach einer Lösung sind die Verantwortlichen der Konsole scheinbar fündig geworden.
Mit dem kommenden Firmwareupdate v.3.21 wird Sony das Feature "Install Other OS" aus der Welt schaffen. Ab dem 1. April wird es somit nicht mehr möglich sein, alternative Betriebssysteme wie Linux auf der Playstation 3 zu installieren. Laut Sony müsse die Linux-Unterstützung schnellstmöglich entfernt werden, da sie ein "erhebliches Sicherheitsrisiko" für den Kopierschutz der Konsole darstelle. Auch der Hacker geohot nahm sich vor einigen Monaten das Betriebssystem Linux zur Hilfe, um die Sicherheitsmechanismen der Konsole auszuhebeln.
Sony weist darauf hin, dass es für den Nutzer nicht zwingend sei, das Firmwareupdate durchzuführen. Wenn man vom Update absieht, werde man jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit mit zahlreichen Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert. So sei es möglich, dass der Zugriff zum Playstation Network verweigert wird und dem Nutzer bei sämtlichen Inhalten ein Riegel vorgeschoben wird. Von daher ist das mit dem angeblich nicht vorhandenen Zwang recht fraglich.