Wahrscheinlich liest du es eh nicht mehr, aber 90% der Aussagen, die hier getätigt werden sind alles andere als ernst zu nehmen oder hilfreich. Zumindest sind sie in meinen Augen total der falsche Weg.
Ich fange einmal ganz von vorne an.
1. Ich finde es gut, dass du dich freiwillig gestellt hast (auch wenn es mit indirektem Druck von außen war), aber ihr hättet ja weiter die Schiene "Solange verdrängen bis es nicht mehr geht" fahren können. In diesem Sinne war das eine gute Entscheidung, wenn auch nicht die Beste für deine persönliche Entwicklung (je früher gestehen, desto besser sowohl was Strafmaß angeht als auch was Persönlichkeitsentwicklung angeht). Das ist/war also eine ganz gute Chance, um die Verantwortung zu übernehmen und daraus zu lernen, denn wer die Verantwortung für sein Handeln übernehmen kann und auch will, wird es später in vielen Bereichen deutlich einfacher haben als diejenigen, die immer alles Abstreiten. Eine starke und gute Persönlichkeit ist in meinen Augen viel mehr Wert als ein paar 1000€ hin oder her.
2. Die Gerichtskosten belaufen sich (Anwalt + Verhandlung) auf irgendwo zwischen 300€ und 900€. Das hängt total davon ab wie hoch der Streitwert ist, wie viel euer Anwalt will usw. Dazu kommen dann noch (wenn es durchsetzbar ist) die 1000€ Wertschaden plus nochmal geschätzt rund 1000€ Schadensersatz (das wird aber in der Regel in einer extra Gerichtsverhandlung ausdiskutiert, weil das nichts strafrechtlich relevantes ist, sondern etwas zivilrechtliches, kann aber auch sein, dass es gleich zusammengefasst wird). Insgesamt kommst du im Worst-Case also auf 3000€ im Best-Case kommst du mit rund 1000€ davon.
3. Wie genau sieht die Strafe aus?
Das oben genannte war erst einmal der "Geldschaden", der entsteht dort ist deine "Strafe" aber noch gar nicht mit reingerechnet. Die Strafe an sich allerdings dürfte enorm milde ausfallen, es war "lediglich" ein Diebstahl+Sachbeschädigung und das "lediglich" aus jugendlichem Leichtsinn und nicht wegen niederen Beweggründen. Außerdem hast du den Ersttätetbonus. Ich denke ein paar Sozialstunden werden da wohl höchstens auf dich zukommen, vermutlich irgendwo im Bereich 1-6 Monate. Das ist also wirklich nichts Dramatisches.
4. Führungszeugnis und Co.
Auch da kann ich dir gewissermaßen die Angst nehmen. Um als Jugendlicher einen Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis zu bekommen, muss man schon richtig Scheiße bauen. Nur mal als "Analogie": Als Erwachsener musst du eine Strafe von min. 90 Tagessätzen erhalten (oder Gefägnis), damit du als Vorbestraft gilst. Mit rund 50€ pro Tagessatz wäre das also eine Strafwert von 4500€ (Achtung! Strafwert! Hier geht es nicht um den Sachwert! Der kann auch bei 1mio liegen und die Strafe bei 1€ pro Tag mit 30 Tagessätzen!). Das heißt wenn bereits Erwachsene "so viel Gnade" erleben, brauchst du dir als Jugendlicher also echt keine Sorgen machen.
Zahlen wirst du definitiv müssen, einer Strafe kannst du je nach Lust und Laune des Busunternehmens und der Gerichte entgehen, das liegt aber in deren Ermessen und du kannst maximal Reue zeigen und gut einreden. Wenn ich dein Vater wäre jedenfalls, würde ich relativ gelassen reagieren. Erstmal müssen zwar deine Eltern den Schaden zahlen, aber ich würde dich dazu verdonnern Zeitungen auszutragen o.ä. um den Schaden zu begleichen, damit lernst du das nie wieder zu vergessen und gleichzeitig ist man als Elternetil fein raus (oder wenn man es etwas "humaner" angehen will, sagt man: "Wir zahlen 3/4 und die restlichen 1/4 erarbeitest du dir irgendwie").
Alles in allem brauchst du also nicht riesig Angst habe, lediglich daraus lernen solltest du und du solltest bedenken, dass die Strafen bei "öffter auffälligen Leuten" durchaus sehr schnell sehr hoch werden können.