Es gibt keinen stichhaltigen Vorteil von dieser Abschaffung.
Das ist alles Humbug und Scheinargumente.
Eine Bargeldabschaffung ist nur für die Banken und die Wirtschaft von Vorteil, nicht aber für den Normalbürger.
Das führt soweit dass es folgende Konsequenzen hat:
Überwachung
Jede noch so winzige Transaktion ist überwachbar.
Dadurch gibt man die Freiheit auf.
[Als Anwendungsbeispiel: Ehepaare haben oft gemeinsame Bankkonten. Möchte man nun ein Geburtstagsgeschenk kaufen, ist das sofort "enttarnt".]
Der Staat und das Finanzamt werden in der Lage sein, ein Konsumprofil des Bürgers erstellen, und ihn aufgrund gewisser kombinierter Transaktionen (bspw. Eimer+Pinsel:Malerarbeiten) in gewisse Gruppen einsortieren, und unter Generalverdacht stellen.
Wenn man dann noch einen spaßigen Überweisungszweck an einen Freund angibt, dann erweitert man den Verdächtigenkreis.
Ergo:
Ich möchte nicht, dass jemand meine ganzen Daten hat, von wem ich was gekauft hab. Politiker sind ja schon gegen die Veröffentlichung ihrer Nebeneinkünfte...
Wirtschaft
Kartenzahlungen sind an Gebühren gebunden. Aktuell wird das nur aufgrund des Entgegekommens für bequeme Kunden angeboten, wirtschaftlich ist das nicht so effektiv wie Bargeld. Zumal: Bargeld hat man dann auch wirklich. Stichwort Kreditkartenmissbrauch etc.
Dies trifft gerade kleine Geschäfte und Unternehmen stärker.
Negativzinsen
Eigentlich sollte das zu Wirtschaft, aber das ist so ein wichtiges Thema:
Sofern man auf den Gedanken kommt, die Negativzinsen flächendeckend einzuführen, dann kann man sich nichtmehr davon entziehen. Es trifft also alle.
Man verdient Geld, zahlt Steuer, und dann muss man noch Strafe zahlen, wenn man Geld auf dem Konto hat.
Das ganze fördert natürlich die Wirtschaft, in dem es die ganzen Sparer zum investieren zwingt.
Allerdings stellt sich mir dann die Frage: Wie kann ich den Monat überleben, und tanken, einkaufen etc.? Dazu brauche ich ja Geld, und dafür muss ich wieder Strafe zahlen.
Langfristig gesehen ist das ganze jedoch so schwachsinnig, da es der Wirtschaft insgesamt schadet:
Wer ist dann noch in der Lage, Großinvestitionen zu tätigen?
Schließlich lässt nicht jeder mehrere 10.000 € bei Negativzinsen auf seinem Konto liegen.
Ja, das könnte durch einen "Negativzinsbetrag" (teilweise) ausgeschlossen werden, dennoch einfach bescheuert und kurzfristig gedacht.
Sicherheit
Bereits jetzt ist das Finanzsystem kurz vor dem Zusammenbruch. Das liegt daran, dass die Banken zuviel von ihrem "virtuellen" Geld in den Markt pumpen durften.
Wie die Banken mit den Geldern der Anlegern spekulieren und umgehen, sollte jedem bekannt sein.
Heute hat man das Risiko selbst in der Hand:
Leg ich mein Geld für Zinsen an, und riskiere einen Bankencrash, oder steck ich es unter meine Matratze?
In Zukunft legen wir damit unser Geld komplett in die Hände von irgendwelchen Profitgeiern in Banken. Die Sicherheit ist nicht gegeben. Geht eine Bank pleite, haben eben alle Pech gehabt.
Und ich denke, genau das ist der Grund, wieso die Politik für die Abschaffung des Bargeldes ist:
Unser Finanzsystem ist nichtmehr stabil und gefährdert. Eine Abschaffung des Bargeldes erlaubt die Kontrolle, ev. Neugestaltung und bessere Handhabung beim nächsten großen Cash.