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Originally Posted by Kenabi
Die Studie zeigt doch dass überwiegend Impfgegner oder "anti-maskers" ua Statistiken aus offiziellen Quellen/Daten tweeten, daher kann man durchaus davon ausgehen dass sie die besser informierten sind ja
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Diese Argumentationskette ist intellektuell ungefähr auf dem selben Niveau wie dein "Das haben Menschen früher auch so gemacht, deshalb ist das gesund, keine anderen Beweise sind notwendig".
Ja, Skeptiker sind informiert. Die Studie kommt auch zum Ergebnis, dass sie Datenvisualisierungen gekonnt anwenden. Das streitet niemand ab. Nur ist es eine Sache, Datenvisualisierungen zu verstehen und anwenden zu können, eine andere Sache, mit eben jenen auf korrekte Ergebnisse schließen zu können (wofür den Skeptikern wiederum das wissenschaftliche Verständnis für fehlt).
Nirgends steht im Übrigen, dass es "überwiegend" die Skeptiker wären, die so informiert seien. Das dichtest du dir dazu. Die Menge an Informationen, die von beiden Seiten verarbeitet wird, ist dieselbe, nur kommt die Seite der Skeptiker mit denselben Informationen zu abstrusen Ergebnissen. Die Ergebnisse, auf die beide Seiten kommen, untersucht die Studie nicht (ist auch gar nicht Sinn und Zweck dieser), auch wenn die Autor/innen immer wieder anmerken, dass diese unorthodox und der eigentlichen Faktenlage nicht entsprechend sind.
Es kann doch niemand abstreiten, dass Skeptiker unfassbar viel Arbeit in das Sammeln von Daten und Auswerten dieser stecken. Ein nicht kleiner Teil dieser Leute steckt gefühlt ihre ganze Lebensenergie da rein. Nur was bringt das Auswerten von Daten, wenn das daraus resultierende Ergebnis nicht wissenschaftlich fundiert ist?
edit: Um meiner Aussage noch etwas Nachdruck zu verleihen – ich kann auch die nachfolgenden zwei Graphen in den Raum werfen und daraus schlussfolgern, dass die Nullstelle jedes beliebigen Graphen immer bei 1 liegt. Jeder, der was anderes behauptet, wird von der Mathematiklobby dafür bezahlt. Andere Graphen, die etwas anderes behaupten, sind gefälscht.
Dass das weder wissenschaftlich fundiert ist noch überhaupt irgendwelchen Konzepten der mathematischen Beweisführung folgt, muss ich denke ich nicht erklären. Gleiches Konzept bei den Covid-Skeptikern: Ja, sie sind gut informiert (= haben viele Daten), können mit diesen Informationen aber nichts anfangen.
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