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Originally Posted by Krotus
Was rein theoretisch auch klappen würde bei entsprechend hohem Wert wäre ne Holding auf Malta, da zahlt man nämlich nur 5% Steuer und dann die Cryptogewinne dort als Beteiebsgewinne angeben.
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Meinst du die 5% Effektivbesteuerung auf Malta beim Malta-Malta-Holding Modell? Das gilt aber nur auf Unternehmensebene. Und die können auch nur abgerufen werden, wenn du die Gewinne auch tatsächlich auszahlst. Eigentlich zahlt man ja 35% Malta erstattet bei Auszahlung 30%. Wenn du das allerdings als Deutscher machst, musst du auf die direkte Auszahlung (65% des Gewinns vor Steuern der Malta) noch persönlich 25% Kapitalertragssteuer (Soli optimistischerweise ignoriert) zahlen. Ferner ist die Rückerstattung der maltesischen Regierung als Einnahme zu verbuchen und mit dem persönlichen Steuersatz in Deutschland zu versteuern.
Für die effektive Gesamtbesteuerung ergibt sich also im Malta-Malta-Holding Modell mit Gesellschafter aus Deutschland (mit 42% persönlichem Steuersatz):
5% effektiv auf Malta an Unternehmensbesteuerung
65% * 25% = 16.25% in Deutschland an Kapitalertragssteuer
30% * 42% = 12.6% in Deutschland an Einkommenssteuer
Macht eine Gesamt-Effektivbesteuerung von 33.85% (was nicht mehr ganz so attraktiv wie 5% scheint, vermute ich). Oder habe ich da etwas übersehen?
Ändert sich natürlich, je nachdem, wo der Gesellschafter steuerlich sitzt. Aber man sollte bei sowas schon die Gesamtsituation betrachten, nicht nur eine Ebene.
Mit freundlichen Grüßen