Ich halte das ganze Antiviren-Gezeugse für Android wirklich mehr als fraglich.
Wer schon einmal das Problem hatte, dass er sein Handy rooten musste um etwas spezielles zu machen, wird mir da wohl vollkommen zustimmen.
Halbwegs aktuelle und ungerootete Android-Handys sind meiner Meinung nach schon ausreichend geschützt, wenn man sich nicht auf den dunkelsten Seiten des Internets rumtreibt und selbst da bringt ein AV-System in 95% der Fälle nichts.
Ich will dazu auch einmal n-tv zitieren:
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Das Sandbox-Prinzip schränkt allerdings nicht nur die Möglichkeiten von Malware ein, sondern auch die von Schutz-Software. So stark, "dass jeglicher Nutzen in Frage gestellt werden kann", schreibt Experte Mike Kuketz in seinem Blog. "Wie jedes andere Sicherheitsfeature ist auch das Sandbox-Modell nicht unüberwindbar. Allerdings ist es für Apps nahezu unmöglich aus dieser auszubrechen, da sie dazu den Linux Kernel von Android kompromittieren beziehungsweise überlisten müssten."
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Auf Android ist ist also enorm schwer irgendetwas zu finden/zu erkennen, weil es, anders als bei Windows, keine offizielle Möglichkeit gibt irgendwelche Hooks zu setzen/Roots zu installieren, etc.
Außerdem sagt dieselbe Quelle:
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Also sollten Android-Nutzer doch Antivirus-Software installieren? Nicht unbedingt. Normal-Nutzer, die Apps ausschließlich aus dem Play Store beziehen und darauf achten, keine brandneuen, unbekannten Anwendungen herunterzuladen, können eigentlich darauf verzichten. Denn auch wenn es die Namen oft so aussehen lassen, geht die Bedrohung für Android-Geräte nicht von Viren aus - es gibt sie per Definition gar nicht. Dazu müsste die Malware nämlich in der Lage sein, sich selbstständig zu verbreiten. Theoretisch ist dies vielleicht möglich, praktisch ist noch kein Android-Virus im Umlauf und wird es wohlmöglich auch nie sein.
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Desweiteren sind wohl 99% der aktuellen AV-Systeme auf Android recht "primitiv" und machen kaum/keinerlei heuristische Checks o.ä.
Auch dazu möchte ich die oben genannte Quelle zitieren:
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Erkennungsmethoden, bei denen Schädlinge anhand ihres Verhaltens entlarvt werden, beherrschen die Virenwächter weitgehend noch nicht. Stattdessen arbeiten sie wie Google mit Datenbänken. Sie überprüfen im Prinzip nur, ob eine dort aufgeführte App installiert ist und schlagen gegebenenfalls Alarm. Grundsätzlich kann auch dies einen zusätzlichen Schutz bieten. Allerdings nur, wenn man davon ausgeht, dass Googles Datenbänke weniger aktuell und vollständig sind.
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Ich bin also auch der Meinung, dass es wirklich schädliche Viren im Play-Store, wenn man sich net jede Scheiße runterlädt, nicht gibt.
Abschließend teile ich die Meinung des Autors des n-tv-Artikels:
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Völlig überflüssig sind die Apps der Sicherheitsanbieter aber nicht. Sie bieten oft Zusatzfunktionen wie einen erweiterten Diebstahlschutz, bei dem Daten auf gestohlenen Smartphones aus der Ferne über eine Webseite gelöscht werden können.
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Zusammengefasst also:
Die Apps sind um Viren zu finden/zu löschen völlig unnötig/ungeeignet aber die Zusatzfunktionen können das Smartphone schon komfortabler/besser machen bzw. im Falle des Falles ein nettes Feature bieten. Geld würde ich persönlich dafür dennoch nicht ausgeben, aber das sei mal jedem selbst überlassen.
Edit:
Weil eine Quelle ja immer recht einseitig wirkt, hier noch einmal jemand, der ähnliches wie ich/n-tv sagt:
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Ein Antiviren-Programm oder eine -App ist daher, entgegen der landläufigen Meinung, unter Android eigentlich nicht zwingend nötig. Viren stellen so gut wie keine Gefahr dar. Das einzig gefährliche ist aktuell die Malware und diese wird, wenn überhaupt, mit Apps mitgeliefert, welche man von Drittquellen bekommt. Wenn man Apps nur aus offiziellen Quellen, wie zum Beispiel, dem Google Play Store bezieht und sich dabei auch noch die Rechteanforderungen der Apps ansieht, dann reicht ein gesunder Menschenverstand als Schutzmechanismus, unseres Erachtens nach, vollkommen aus.
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