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Originally Posted by MrSm!th
Ich versteh nich, warum dadurch immer Schulleistungen nachlassen sollen.
Ich bin auch relativ häufig am PC, auch wenn ich RL treffen niemals für ein PC Treffen absagen würde, aber hab noch nie einen Leistungseinbruch bemerkt :O
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Man steigert sich in ein Spiel rein, für welches man auch eine gewisse Zeit benötigt,um es voll durchzuspielen,oder besser, man nehme ein online Spiel.
Sagen wir, der normale Konsum eines Jungen, oder einer fiktiven Person liegt bei 1 1/2 Std pro Tag.
Er spielt erst, nachdem er seine Hausaufgaben fertig hat & hat keine Probleme damit, das tägliche Zocken ausfallen zu lassen um seine Freunde zu treffen,mit seiner Familie etwas zu unternehmen oder für die Schule zu lernen.
Nun hat die fiktive Person ein neues Spiel,nehmen wir hier als Beispiel einfach mal Counter Strike.
Die Person fängt an dieses Spiel zu spielen, es gefällt ihr sofort.Sie ist der Meinung, dass das das aktuell beste Spiel ist, und überzieht das erste mal die eigene Konsumgrenze von 1 1/2 Std/Tag, um in dem Spiel besser zu werden.
Nachdem sie die eigene Grenze um eine halbe Std. überzogen hat, merkt sie am nächsten Tag, dass das doch eigentlich garnicht so schlecht war, sie denkt sich also, dass man dies auch ein weiteres mal machen kann,man hat schließlich die Kontrolle über die momentane Situation.
Diese besagte Kontrolle erhält sich für 2 Wochen.Nach diesen zwei Wochen denkt er sich das erste mal, dass er mal nicht für eine Arbeit lernen muss, sondern zocken kann, weil er den Stoff kann.
Dadurch, dass er aber (noch) gut in der Schule mitmacht, erhält er sogar eine knappe 2- anstatt der sonstigen 1.Die Note bestätigt seine Definition der Kontrolle, was zur Folge hat, dass er diesen Vorgang steigert.Er lässt das erste mal einen Freund sitzen, weil er mit seinen neuen Freunden ein online Match bestreiten möchte.Er sagt sich, dass einmal nicht schlimm ist, und weiteres mal, dass ein zweites Mal auch niemandem schadet...
So steigert er sich immer weiter rein, bis er schließlich jeden Tag ein ein bestimmtes Pensum hat.Diese Zeitspanne beträgt mittlerweile 4 Std täglich, am Wochenende auch mal mehr als 6 Std.
Doch dann kommt ein Wendepunkt, dieser Wendepunkt hat zur Folge, dass er nun richtig anfängt in die Sucht zu rutschen: Das Spiel macht ihm keinen Spaß mehr.
Diese einfache Tatsache hat eine Kettenreaktion zur Folge:
• Er hört auf das Spiel aktiv zu spielen
• Ihm ist fast dauerhaft langweilig
Diese ziemlich simplen Punkten, ziehen nach sich, dass er in diesen 4-5 Std, in denen er seit 4 Monaten fast täglich gezockt hat, nichts mehr hat, worauf er sich freuen kann.
Nun gibt es zwei möglich Situationen die eintreten können.
Die erste wäre, dass diese fiktive Person nun fesstellt,dass etwas falsch läuft.
Sie hat keine richtigen Freunde mehr und umso weniger sozialen Kontakt.Sie merkt, dass die Schulnoten immer schlechter werden und dass es immer schwieriger wird, in der Schule mitzukommen, weswegen sie versucht die aktuelle Situation in den Griff zu bekommen.
Die Zweite Möglichkeit wäre, dass diese Person,nun,wo sie dieses Spiel nicht mehr zockt, eine Lücke in der Zeit sieht, die es zu füllen gilt.Das kann aber nicht mit Lernen oder gar Freunde treffen getan werden, weil das eine totale Umstellung nach sich ziehen würde.Also hängt diese Person weiter am Pc, allerdings ziellos.Sie surft durch Web, schaut sich den ganzen Tag kindische Videos an oder spielt irgentwelche Spiele die ihr keinen Spaß machen.
Wenn nun keiner mehr was tut, oder die Person selber nichts merkt und keine Eigeninitiative zeigt, ist sie vollends in die Sucht gerutscht.