Man merkt direkt an den ersten Sätzen des Artikels, dass dieser nicht objektiv ist.
Plötzlich interessiert sich die halbe Welt für das Wohl der Türkei und die Wahlen.
Manche wollen wohl, dass die Militärjunta-Verfassung von 1983 fortgeführt werden soll.
Alle (bzw. nur die mit türkischem Pass) die Erdogan als Diktator betiteln, können nun bei den zukünftigen Wahlen mit genug Nein-Stimmen, einen Diktator verhindern.
Und wer denkt, dass die Wahlen manipuliert worden sind, hier mal ein Ausschnitt davon, wie die Wahlen ablaufen (für einen Urnen-Beauftragten):
"Ich beschreibe es anhand meiner Wahlurne:
Morgens um 7.00 treffe ich mich mit den anderen Urne-beauftragten. Jede Partei kann einen Stellen, aber in der Regel sind die großen Parteien an der Urne.
Also ich, ein CHPler, ein HDPler und einer von der Gemeinde übernehmen die Rolle des Urne-beauftragten. Wir alle vier unterschreiben die Warenannahme. Wir zählen durch wie viele Kuverts wir bekommen haben, wir zählen wie viele Stimmzettel wir bekommen haben, wir zählen wie viele Stempel wir bekommen haben , wir schauen ob der Stempel auch stempelt, wir schauen ob wir noch einen Ersatzstempel haben für den Fall der Fälle. Wir haben die Wählerliste unserer Urne und zählen 368 Wähler. Wir nehmen die Stimmzettel und Stempeln sie auf der Rückseite ab und bestätigen damit praktisch vollkommen idiotisch, dass diese Stimmzettel richtig gedruckt sind.
Wir nehmen die Kuverts, zählen ab und Stempeln diese. Dieser Stempel den wir benutzen, ist ein Stempel vom Staat und ist rund. Wir haben Ersatzkuverts und Ersatzwahlzettel, welche von jedem von uns penibel durchgezählt werden. Weil nach der Wahl müssen wir die genaue Stückzahl von allem Nachweisen und sind verantwortlich dafür.
Also 368 Wahlzettel, 368 Kuverts, 2 Stempel, Eine Wählerliste mit 368 Namen und Personalnummern und eine durchsichtige Plexiglasurne. Jeder von uns unterschreibt auf dem Protokoll die genaue Stückzahl. Das heißt der CHPler, der HDPler, der von der Gemeinde und ich! Dann kommt ein MHP ler noch dazu. Wir fragen den Wahlleiter, ob er noch dazu darf, weil er zu spät gekommen ist. Der Wahlleiter telefoniert mit der Behörde und sagt, dass er erst bei der Auszählung wieder aktiv mitmachen kann und er für nichts verantwortlich gemacht werden kann für alles, was vorher war. Wir sind einverstanden und er auch. Wir geben uns alle die Hand und wünschen uns eine gute Wahl. Als Erstes um Punkt 8.00 wählen wir selber und setzen uns an einen langen Tisch.
Am Anfang des Tisches sitzt der CHPler. Seine Aufgabe ist, den Leuten zu sagen, dass sie ihr Handy nicht in die Kabine mitnehmen dürfen, Den Personalausweis zu nehmen und mit Perso – Nr und Namen in der Liste abzugleichen. Dann diesen Perso mit Handy auf den Tisch zu legen, bis er aus der Kabine kommt. Der zweite ist von der HDP und beobachtet bzw. Bezeugt, dass es der richtige Perso und die richtige Nummer auf der Wahlliste ist.
Der dritte (inzwischen der von der MHP) schaut allen auf die Finger. Ich gebe Kuvert und Stempel an den Wähler, der bis dahin mit Personalausweis legitimiert, auf der Wählerliste gefunden und sein Handy abgegeben hat. Er geht in die Kabine, macht seinen Stempel, kommt aus der Kabine und wirft sein Kuvert in die Urne und gibt mir den Stempel zurück. Nein noch nicht fertig. Er geht jetzt zu dem ersten, dem CHP ler und unterschreibt auf der Wählerliste, dass er da war und gewählt hat und bekommt sein Handy wieder und verabschiedet sich.
Das geht den ganzen Tag.
Wir bekommen ab und zu was zum Essen von unseren Parteien und teilen dieses unter uns. Da ich und der MHPler den anderen Zweien nicht trauen, gehen wir einzeln aufs Klo. Da die anderen zwei uns auch nicht trauen, gehen sie auch einzeln aufs Klo. Es gibt einen Zwischenfall: Ein Freund vom MHPler kommt wählen und der Mhpler sagt ihm, möge ein Ja als Ergebnis rauskommen. Ich mache ihn darauf Aufmerksam, dass das als Manipulation gewertet werden könnte und er das nicht mehr machen soll. Er entschuldigt sich und gibt mir Recht. Die anderen zwei sind damit einverstanden, dass es ein Versehen war und nicht im Protokoll festgehalten wird. Dann sind die Wahlen zu Ende. Es ist 17.01 Uhr.
Auf einmal sind mehr Leute im Zimmer. Sie wollen die Auszählung beobachten. Wir organisieren die Fläche, damit sie auch die Stimmzettel verfolgen können und tun die Bänke, welche für Rentner und Alte vorgesehen waren genau vor uns aufstellen. Wir zählen, der Beamte nimmt das erste Kuvert, öffnet es und hebt den Wahlzettel nach oben, zeigt es uns und dann den Zuschauern und sagt ein NEİN. Jeder von uns hat einen Bogen seiner Partei auf dem Tisch und wir machen einen Strich bei NEİN.
So geht es ca. Eine Stunde. Wir haben einen ungültigen, der wahrscheinlich absichtlich seinen Stempel genau zwischen Ja und Nein gestempelt hat. Es sind insgesamt 347 gewertete und eine ungültige Stimme. Wir tragen das in das Wahlprotokoll ein. Einer der Zuschauer muckiert wegen der ungültigen und will sie noch mal sehen. Wir sprechen ab und sind einverstanden. Auch er ist dann einverstanden, dass diese Stimme ungültig ist. Wir vergleichen alle unsere Protokolle und haben die gleiche Zahl 347 und eine Ungültige. Wir zählen und halten die Zahl der nicht genutzten Kuverts und Stimmzettel fest. Es sind 20. Wir sind alle mit dieser Zahl einverstanden und tragen es in das Protokoll ein.
Dann zählen wir die nicht genutzten Ersatzkuverts und Ersatzwahlzettel und halten diese Zahl auch fest. Wir tun alles nach dem Zählen in einen Sack und verplomben es zusätzlich mit einem Wachssiegel.
Jeder von uns hat in der Zwischenzeit sein Protokoll an die Partei per Foto geschickt. Jeder von uns bekommt einen Durchschlag und der Sack wird mit Originalprotokoll von einem Polizisten abgeholt. Wir gratulieren uns gegenseitig zur reibungslosen Wahl und tauschen unsere Telefonnummern aus. Genau so und nicht anders, wenn dann mit mehr Beobachtern liefen die Wahlen ab. Wo bitte soll hier Betrug stattfinden? Wenn nachher aus diesem Sack mehr Stimmen rauskommen sollten, hat jeder von uns ein Protokoll, was jeder von uns auch unterschrieben hat. Wie bitte soll da was falsch laufen? Erklär mir das doch jemand. Wie sollen bitte mehr Stimmen auftauchen? Es ist alles genau penibel festgehalten und von allen unterschrieben!
Der einzige Einwand wäre, dass Stimmzettel auf der Rückseite nicht gestempelt waren. Das ist ja auch der Einwand der Opposition - aber wenn die Zahl doch stimmt! Wenn genauso viele Stimmzettel wie Unterschriften auf dem Protokoll sind! Wenn auf jedem Stimmzettel sowieso ein Wasserzeichen ist! Wo bitte soll hier Betrug funktionieren? Vielleicht bin ich ja nicht kriminell genug um hier eine Lücke zu sehen. Dann gebt mir bitte einen Hinweis, wo die Lücke ist, damit wir das bei den nächsten Wahlen berücksichtigen können.
Wenn es in irgendeiner Urne tatsächlich was passiert sein sollte, müssen ganz dringend die Wahlleiter pro Urne sofort in Verantwortung genommen werden. Alle 4-6, ohne Wenn und Aber!
Nachtrag: Und wenn in der gleichen Nacht noch oder sogar gleich danach der Polizist mit den Säcken abhauen sollte oder die Wahlzettel im Müll landen, haben alle großen Parteien Fotos der Protokolle und die genauen Zahlen!
(Der Türkentroll)"
Plötzlich interessiert sich die halbe Welt für das Wohl der Türkei und die Wahlen.
Manche wollen wohl, dass die Militärjunta-Verfassung von 1983 fortgeführt werden soll.
Alle (bzw. nur die mit türkischem Pass) die Erdogan als Diktator betiteln, können nun bei den zukünftigen Wahlen mit genug Nein-Stimmen, einen Diktator verhindern.
Und wer denkt, dass die Wahlen manipuliert worden sind, hier mal ein Ausschnitt davon, wie die Wahlen ablaufen (für einen Urnen-Beauftragten):
"Ich beschreibe es anhand meiner Wahlurne:
Morgens um 7.00 treffe ich mich mit den anderen Urne-beauftragten. Jede Partei kann einen Stellen, aber in der Regel sind die großen Parteien an der Urne.
Also ich, ein CHPler, ein HDPler und einer von der Gemeinde übernehmen die Rolle des Urne-beauftragten. Wir alle vier unterschreiben die Warenannahme. Wir zählen durch wie viele Kuverts wir bekommen haben, wir zählen wie viele Stimmzettel wir bekommen haben, wir zählen wie viele Stempel wir bekommen haben , wir schauen ob der Stempel auch stempelt, wir schauen ob wir noch einen Ersatzstempel haben für den Fall der Fälle. Wir haben die Wählerliste unserer Urne und zählen 368 Wähler. Wir nehmen die Stimmzettel und Stempeln sie auf der Rückseite ab und bestätigen damit praktisch vollkommen idiotisch, dass diese Stimmzettel richtig gedruckt sind.
Wir nehmen die Kuverts, zählen ab und Stempeln diese. Dieser Stempel den wir benutzen, ist ein Stempel vom Staat und ist rund. Wir haben Ersatzkuverts und Ersatzwahlzettel, welche von jedem von uns penibel durchgezählt werden. Weil nach der Wahl müssen wir die genaue Stückzahl von allem Nachweisen und sind verantwortlich dafür.
Also 368 Wahlzettel, 368 Kuverts, 2 Stempel, Eine Wählerliste mit 368 Namen und Personalnummern und eine durchsichtige Plexiglasurne. Jeder von uns unterschreibt auf dem Protokoll die genaue Stückzahl. Das heißt der CHPler, der HDPler, der von der Gemeinde und ich! Dann kommt ein MHP ler noch dazu. Wir fragen den Wahlleiter, ob er noch dazu darf, weil er zu spät gekommen ist. Der Wahlleiter telefoniert mit der Behörde und sagt, dass er erst bei der Auszählung wieder aktiv mitmachen kann und er für nichts verantwortlich gemacht werden kann für alles, was vorher war. Wir sind einverstanden und er auch. Wir geben uns alle die Hand und wünschen uns eine gute Wahl. Als Erstes um Punkt 8.00 wählen wir selber und setzen uns an einen langen Tisch.
Am Anfang des Tisches sitzt der CHPler. Seine Aufgabe ist, den Leuten zu sagen, dass sie ihr Handy nicht in die Kabine mitnehmen dürfen, Den Personalausweis zu nehmen und mit Perso – Nr und Namen in der Liste abzugleichen. Dann diesen Perso mit Handy auf den Tisch zu legen, bis er aus der Kabine kommt. Der zweite ist von der HDP und beobachtet bzw. Bezeugt, dass es der richtige Perso und die richtige Nummer auf der Wahlliste ist.
Der dritte (inzwischen der von der MHP) schaut allen auf die Finger. Ich gebe Kuvert und Stempel an den Wähler, der bis dahin mit Personalausweis legitimiert, auf der Wählerliste gefunden und sein Handy abgegeben hat. Er geht in die Kabine, macht seinen Stempel, kommt aus der Kabine und wirft sein Kuvert in die Urne und gibt mir den Stempel zurück. Nein noch nicht fertig. Er geht jetzt zu dem ersten, dem CHP ler und unterschreibt auf der Wählerliste, dass er da war und gewählt hat und bekommt sein Handy wieder und verabschiedet sich.
Das geht den ganzen Tag.
Wir bekommen ab und zu was zum Essen von unseren Parteien und teilen dieses unter uns. Da ich und der MHPler den anderen Zweien nicht trauen, gehen wir einzeln aufs Klo. Da die anderen zwei uns auch nicht trauen, gehen sie auch einzeln aufs Klo. Es gibt einen Zwischenfall: Ein Freund vom MHPler kommt wählen und der Mhpler sagt ihm, möge ein Ja als Ergebnis rauskommen. Ich mache ihn darauf Aufmerksam, dass das als Manipulation gewertet werden könnte und er das nicht mehr machen soll. Er entschuldigt sich und gibt mir Recht. Die anderen zwei sind damit einverstanden, dass es ein Versehen war und nicht im Protokoll festgehalten wird. Dann sind die Wahlen zu Ende. Es ist 17.01 Uhr.
Auf einmal sind mehr Leute im Zimmer. Sie wollen die Auszählung beobachten. Wir organisieren die Fläche, damit sie auch die Stimmzettel verfolgen können und tun die Bänke, welche für Rentner und Alte vorgesehen waren genau vor uns aufstellen. Wir zählen, der Beamte nimmt das erste Kuvert, öffnet es und hebt den Wahlzettel nach oben, zeigt es uns und dann den Zuschauern und sagt ein NEİN. Jeder von uns hat einen Bogen seiner Partei auf dem Tisch und wir machen einen Strich bei NEİN.
So geht es ca. Eine Stunde. Wir haben einen ungültigen, der wahrscheinlich absichtlich seinen Stempel genau zwischen Ja und Nein gestempelt hat. Es sind insgesamt 347 gewertete und eine ungültige Stimme. Wir tragen das in das Wahlprotokoll ein. Einer der Zuschauer muckiert wegen der ungültigen und will sie noch mal sehen. Wir sprechen ab und sind einverstanden. Auch er ist dann einverstanden, dass diese Stimme ungültig ist. Wir vergleichen alle unsere Protokolle und haben die gleiche Zahl 347 und eine Ungültige. Wir zählen und halten die Zahl der nicht genutzten Kuverts und Stimmzettel fest. Es sind 20. Wir sind alle mit dieser Zahl einverstanden und tragen es in das Protokoll ein.
Dann zählen wir die nicht genutzten Ersatzkuverts und Ersatzwahlzettel und halten diese Zahl auch fest. Wir tun alles nach dem Zählen in einen Sack und verplomben es zusätzlich mit einem Wachssiegel.
Jeder von uns hat in der Zwischenzeit sein Protokoll an die Partei per Foto geschickt. Jeder von uns bekommt einen Durchschlag und der Sack wird mit Originalprotokoll von einem Polizisten abgeholt. Wir gratulieren uns gegenseitig zur reibungslosen Wahl und tauschen unsere Telefonnummern aus. Genau so und nicht anders, wenn dann mit mehr Beobachtern liefen die Wahlen ab. Wo bitte soll hier Betrug stattfinden? Wenn nachher aus diesem Sack mehr Stimmen rauskommen sollten, hat jeder von uns ein Protokoll, was jeder von uns auch unterschrieben hat. Wie bitte soll da was falsch laufen? Erklär mir das doch jemand. Wie sollen bitte mehr Stimmen auftauchen? Es ist alles genau penibel festgehalten und von allen unterschrieben!
Der einzige Einwand wäre, dass Stimmzettel auf der Rückseite nicht gestempelt waren. Das ist ja auch der Einwand der Opposition - aber wenn die Zahl doch stimmt! Wenn genauso viele Stimmzettel wie Unterschriften auf dem Protokoll sind! Wenn auf jedem Stimmzettel sowieso ein Wasserzeichen ist! Wo bitte soll hier Betrug funktionieren? Vielleicht bin ich ja nicht kriminell genug um hier eine Lücke zu sehen. Dann gebt mir bitte einen Hinweis, wo die Lücke ist, damit wir das bei den nächsten Wahlen berücksichtigen können.
Wenn es in irgendeiner Urne tatsächlich was passiert sein sollte, müssen ganz dringend die Wahlleiter pro Urne sofort in Verantwortung genommen werden. Alle 4-6, ohne Wenn und Aber!
Nachtrag: Und wenn in der gleichen Nacht noch oder sogar gleich danach der Polizist mit den Säcken abhauen sollte oder die Wahlzettel im Müll landen, haben alle großen Parteien Fotos der Protokolle und die genauen Zahlen!
(Der Türkentroll)"