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Rise of the Tomb Raider: Laras neue Persönlichkeit

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Rise of the Tomb Raider: Laras neue Persönlichkeit



Kann Crystal Dynamics mit der Fortsetzung auf die Stärken des ersten Teils, dem Reboot, aufbauen und dem Spiel neue, noch vermisste Elemente hinzufügen? Beim Spielen des 2013 veröffentlichten „Tomb Raider“ war klar, es macht Laune, hat eine gute Story, ist grafisch sehr weit vorangeschritten, aber irgendetwas fehlte. Neben den vielen Details, die es zu entdecken gab, zahlreicher Action, guter Charaktere und einer Geschichte, die fesselte, wollte Tomb Raider noch nicht vollständig sein. Es war durchaus ein sehr gutes Spiel und hat zurecht eine überaus gute Bewertung von allen Seiten erhalten. Es war eine erfolgreiche Umsetzung in das neue Zeitalter und der erste Schritt in die richtige Richtung. Jetzt gilt es zu erfahren, ob Rise of the Tomb Raider tatsächlich das ist, was es versucht zu sein.

Angemerkt hierbei sei: Tomb Raider wurde vor allem, wenn überhaupt, für zu viel Action-Shooter und zu wenig Adventure kritisiert. Tatsächlich war die Waffe ein wichtiger Aspekt in dem Spiel, vor allem, um andere zu eliminieren. Was Rise of the Tomb Raider besser macht und wo Crystal Dynamics richtige Entscheidungen traf, das erfahrt ihr im Review.

Passend zum Steam Winter Sale 2016 wurde der Nachfolger, vom Februar 2016, um satte 50% reduziert. Eine gute Gelegenheit, die neue Fortsetzung für wenig Geld auf Herz und Nieren zu prüfen. Wer bisher noch unschlüssig war, dürfte heute eine Entscheidung fällen können.

Anmerkung: Aus dem Review fallen die Zusatzinhalte raus, die zusammen mit dem CoOp-Multiplayer Tomb Raider weitere Stunden voller Action bieten sowie weitere Geschichten, welche es zu entdecken gibt. Wer nach der Story noch weiter Action und Adventure will, dem sei es nur ans Herz gelegt, sich die komplette Version zu holen. Es lohnt sich. In die Gesamtwertung fließen diese Aspekte dennoch mit ein, im Review konzentrieren wir uns auf das Hauptspiel.





Der erste Eindruck bei einem Spiel ist wohl der wichtigste, denn er entscheidet, ob ein Spieler länger Interesse hat, seine Zeit zu investieren. Völlig irrelevant, ob die Story einen mitreißt oder der Soundtrack atemberaubend ist. Viel wichtiger ist doch, welches Bild einem das Spiel in den ersten 5 Minuten vermittelt. Gefällt einem dies nicht, bekommt man schließlich von dem Rest nicht mehr viel mit.

Hier kann man schon lobend erwähnen, dass man viel Wert auf ein ansehnliches, aber überschaubares Hauptmenü gelegt hat. Ebendiese Änderung können wir im weiteren Verlauf des Spieles begutachten. Menüs wirken strukturiert und gut designt. Ebenfalls haben die Entwickler nun deutlich mehr Schwierigkeitsgrade hinzugefügt. Für das Review nutzen wir den Standard Schwierigkeitsgrad "Tomb Raider". Wer aber die absoluten Herausforderungen sucht um den Namen „Croft“ alle Ehre zu machen, der darf sich an den neuen „Extrem-Überlebender“ zu Gemüte führen. Ausraster vorprogrammiert. Ich teste mich zur Zeit selbst daran.
Anders als noch im ersten Teil des Reboots werden wir nicht direkt in einen hektischen Cinematic-Trailer geworfen. Stattdessen spricht zuerst eine Stimme aus dem Off, während wir uns in den kalten Bergen von Sibirien wiederfinden. Zusammen mit einem alten Bekannten, Jonah. Nicht, dass ich den Anfang aus Tomb Raider schlecht fand, dennoch war alles sehr hektisch bis zu dem Moment, als man aus der Höhle geflohen ist. Man fühlte sich sehr in die Story hineingeworfen.
Diesmal dürfen wir uns mit der Steuerung des Spiels in eisiger Kälte vertraut machen. Der Wind peitscht von rechts und wir können die Kraft fast am eigenen Körper spüren. Grafisch kann bereits hier Crystal Dynamics punkten. Saubere Texturen, schöne Wettereffekte, weite Ebenen in der Landschaft, die realistisch und schön aussehen und Spuren von den Schritten im Schnee, die sich abzeichnen und erhalten bleiben. Dabei sehen diese schlüssig und realistisch aus. Diese und viele weitere Details zeichnen das gesamte Spiel.

Entgegen dem ersten Teil, so zumindest meine subjektive Wahrnehmung, wirkt alles, durch den tiefen Schnee laufen, an Wänden klettern, von Objekt zu Objekt hangeln oder auch das Springen, viel schwerfälliger im Gegensatz zum ersten Teil. Aber nicht im negativen Sinne, vielmehr kann man die Anstrengung von Lara bei ihren Hechtaktionen spürbar miterleben. Es wirkt alles deutlich realer.
In Close-Ups sind weitere markante Details zu erkennen. Die Gesichter wirken noch detailreicher und die Haare profitieren erneut von AMD‘s „PureHair“ Technologie (Vorher TressFX). Eine Augenweide für Detailverliebte. Wer einen starken Rechner besitzt, darf noch mehr gerenderten Haaren wedelnd im Winde zuschauen.






-keine spoiler-

Wer Tomb Raider von 2013 nicht gespielt hat, dürfte in diesem Teil einige Logikprobleme bekommen. Dennoch ist es nicht unmöglich, im zweiten Teil ohne Vorahnung hineinzuspringen. Es ist aber zu empfehlen, sich die paar Euro und 9 Stunden Zeit zu nehmen, um zumindest die Geschichte von Laras Anfängen anzuschauen. Dafür gibt es zu viele Anspielungen in Rise of the Tomb Raider, die man ohne weiteres sonst gar nicht mitbekommt.
Denn es startet dort, wo die Geschichte in Tomb Raider zuvor endete. Fast. Die hochgelobte Entwicklung, die man bei Lara erleben darf, von einer Wissenschaftlerin zu einer dazu noch gekonnten Überlebenskünstlerin, wird strikt weitererzählt. Nur auf einer anderen Basis. Hier werde ich aber auf keinen Fall spoilern.

Nachdem wir uns durch das Tutorial gehangelt haben, welches 1 Jahr nach den Ereignissen von Tomb Raider spielt und bereits erste Eindrücke gewinnen durften, finden wir uns in einer Rückblende, 2 Wochen zurück in Syrien wieder. Nachdem wir überzeugt sind, dass es mehr da draußen gibt, als uns die Wissenschaft lehrt, macht sich Lara auf die Suche nach dem Artefakt der Unsterblichkeit, wonach ihr Vater bereits wie besessen vor vielen Jahren suchte, bis zu seinem Tod. Durch den Nachforschungen hat Lara, wie ihr Vater, durch die Presse einen schlechten Ruf bekommen. "Ein weiterer verrückter Croft". In der Wüste wird sie in einem Tempel fast nach dem Artefakt fündig, als ihr Trinity-Soldaten, eine alte und geheime Organisation, in die Quere kommt. Doch, wie anders kann es kommen, können wir mit einer List dem Tod entfliehen und finden Hinweise, die uns nach Sibirien leiten. Dort, wieder zusammen mit Jonah auf dem Berg, werden wir getrennt und von einer Lawine verschüttet. Zwar überleben wir, aber von nun an müssen wir alleine in der arktischen Kälte überleben.

Fortlaufend kommen wir immer wieder in den Konflikt mit den Trinity-Soldaten, die ebenfalls auf der Suche nach dem Artefakt sind. Gleichzeitig leben in den Gebirgen sogenannte „Einheimische“, offensichtlich ein Volk, das seit Jahrhunderten abgeschottet hier lebt. Diese machen wir schnell zu unseren Verbündeten, um gemeinsam gegen Trinity zu kämpfen und vor ihnen das Artefakt zu finden.


Crystal Dynamics legt wieder viel Wert auf eine ergreifende, fesselnde und tiefgehende Story. Aus den Fehlern davor, uninteressante Charaktere geschaffen zu haben, wurde gelernt. Die Geschichte birgt von Anfang an viele Geheimnisse. Es kommen viele Fragen auf, welche man unbedingt lösen will. Die Spannung wird stets aufrechterhalten und man fällt nicht in die Stimmung zu denken: „Wann geht es denn jetzt hier weiter?“. Einzelne Schlüsselinformationen werden stets häppchenweise serviert. Ebenso werden die Hintergründe zu Lara weiter aufgedeckt und die Vergangenheit spielt eine große Rolle im neuen Abenteuer. Was mir auch immer sehr gefällt sind Überraschungen, womit man überhaupt nicht gerechnet hätte, wovon es zur Genüge gibt. Sogenannte "Plot-Twists". Und noch viel wichtiger, sie passen alle zusammen und es wirkt nicht konstruiert. Die Story ist vielschichtig, aber verliert ihren roten Faden nicht.
Aufmerksamen Spielern, welche viele Tagebücher und Schriften von früheren Zeiten finden, werden noch weitere Geheimnisse entdecken. Ebenso bieten viele Gräber ihre eigenen Geschichten, etwas, was mir im vorherigen Teil noch fehlte.






Was könnte kaum wichtiger sein als die Grafik, der Sound und die Story? Richtig, das Gameplay. Und kaum wo anders, als bei Tomb Raider, wäre dies der Fall. Eine echte Überlebenskünstlerin muss sich auch wie eine verhalten. Wie bereits erwähnt, hat Crystal Dynamics offensichtlich das Gefühl bei vielen Aktionen auf Realismus erhöht. Zwar bleibt Lara eine akrobatische Luftsprung- und Hangelexpertin, aber sie bedarf sich auch gänzlich neuen Fähigkeiten.

Survival und Adventure, Kampf und Stealth, Fähigkeiten und Bastelkünste. Nichts bleibt verschont und bekommt eine komplette Überarbeitung. Wenn es nicht sowieso gänzlich neu ist. Zuerst wollen wir uns den neuen und verbesserten Fähigkeiten von Lara widmen, bevor wir ein Fazit schließen, wie sich all das im Spiel auswirkt.

Die Adventure-Fähigkeiten
Zu einem richtigen Adventure gehört auch, sich von Ast zu Ast zu hangeln, Schluchten zu überwinden oder Fallen geschickt zu entschärfen oder auszuweichen. Bekannte Aktionen wie am Hang stehen, an der Kante hängen oder vorsichtig zu balancieren, kennen wir bereits. Was dem Spiel zugute kommt und viele neue Möglichkeiten öffnet, sind Laras neue Schwimm- und Tauchfähigkeiten. Unterwasser schnell, bevor die Luft ausgeht, das andere Ende des Tunnels zu finden, entpuppt sich schwerer als gedacht und gibt einen ordentlichen Adrenalinkick.
Eine gute und interessante Neuerung, die sich ebenfalls mit den neuen Kampftechniken deckt, erlaubt es uns auf Bäumen beziehungsweise dessen Äste zu klettern. Von hier aus können wir uns vor wilden Tieren retten, Verstecke erreichen oder die Umgebung sondieren.
Ebenfalls bedarf sich Lara neuen Waffen, um Orte zu erreichen, die sonst unerreichbar wären. Mit einer Art Wurfhaken können wir uns über größere Abhänge schwingen oder uns bei einem Sprung an Kanten hochziehen. Später folgen noch Kletterpfeile, mit welchen wir Mauern, an denen man sonst nicht klettern könnte, überwinden . Mit gezielten Sprüngen kommen wir so von Pfeil zu Pfeil.

Gräber beinhalten nicht nur interessante Geschichten und spannende Rätsel, sondern auch für den Spieler neue Eigenschaften, die sich positiv auf den Kampf oder anderen Fähigkeiten auswirken. Somit kann man sich für den späteren Verlauf der Geschichte oder dem Komplettieren der 100% entscheidende Vorteile erbeuten.

Surivial and create to adventure
Während in Tomb Raider das Jagen und Sammeln eher Nebensache war und man lediglich die Kisten für Verbesserungen und Munitionen aufsuchte, so konnte sich in Rise of the Tomb Raider dank der Möglichkeit, sich Medizin, Verbesserungen für verschiedenste Waffen und sogar spezielle Munition herzustellen, das Sammeln von Ressourcen und Kräutern, Tierfellen und Erzen richtig lohnen. Ebenfalls lässt sich mit angeforderten Ressourcen aus einer vollen Flasche Molotowcocktails bauen, mit Büchsen Bomben oder alte Staubbehälter werden zu dichte Rauchbomben. Fleißige Sammler können sich so einen enormen Vorteil im Spiel ergattern, um dem intelligenten Feind stets einen Schritt voraus zu sein. Ihr werdet es brauchen.

Fast schon unter der Kategorie „Grafik“ fällt das Outfit. Aber anders als in Tomb Raider kann man nun schon von Haus aus einige Outfits auswählen, andere wiederum mit der 20th Years Anniversary dazu bekommen. Viele von ihnen bieten vorteilhafte Attribute, die eben auch dem Sammeln zugutekommen oder im Kampf einen Vorteil verschaffen.

Dank weitere Tiere in der Wildnis wirkt die Spielwelt deutlich belebter. Neben den uns bekannten Wölfen und Rehen gibt es eine Vielzahl an Bären oder Raubkatzen. Alle liefern von der Qualität unterschiedliche Felle für bessere Rüstung und Upgrades.

Kampf und Stealth
Nach dem klar war, dass das Reboot auch mehr Wert auf Action und Kampf legt, war nicht zu bezweifeln, dass erneut wieder einige Gefechte in Rise of the Tomb Raider stattfinden werden. Während man vorher noch das Gefühl hatte, man kann relativ leicht durchrennen und die linke Maustaste gedrückt halten, war das doch alles nicht so einfach im neuen Teil. Die Kraft der Waffen, der Rückstoß, komplexes Gegnerverhalten und ein erschwertes Zielen (es gibt auch eine Zielhilfe), machen Gefechte plötzlich zu schweißerregenden Situationen. Man wird auch im normalen Schwierigkeitsgrad des Öfteren den Garaus gemacht. Eine gewisse Grundtaktik muss schon gegeben sein, Verstecke gefunden und das, was der Raum bietet, zu Nutze gemacht werden.

Aber Lara meidet das Gefecht gerne mal und streckt ihre Feinde dann lieber aus dem verborgenen nieder. Eben mal im Gebüsch versteckt und einen nahestehenden Gegner fix lautlos das Genick brechen. Stealth-Attacken werden im Verlauf des Spieles trainiert oder ausgebessert und sind später wichtig für ein taktisches Vorhaben. Erinnert ihr euch an den Baum? Von oben positioniert lässt man sich einfach mit einem Stein, oder später auch mit einem Messer, fallen und erschlägt seinen Feind. Alles ohne, dass es jemand mitbekommt.

Auch im Nahkampf hat Lara mehr auf Lager. Eine starke zweier Kombo mit ihren Kletteräxten können einen Gegner aus nächster Nähe schwer verletzen, wenn nicht ganz ausschalten.

Sollte es doch zu einem Gefecht kommen, so kann sich Lara an einer Vielzahl von Waffen bedienen. Neben verschiedensten Bögen gibt es auch in den Kategorien Pistole (+UZI), Sturmgewehr und Shotgun ein Dutzend an Modellen, die teilweise auch individuell anpassbar sind. Die Vor- und Nachteile wirken sich sehr auf das Spiel aus und können zwischen Tod und Leben entscheiden. Am besten hat man immer noch eine andere Waffe mit Munition parat.

Fazit zum Gameplay
Um ein abschließendes Fazit zum Gameplay abzugeben: Sie haben Laras Fähigkeiten aufgestockt und verbessert, gleichzeitig aber auch um nervige Komponenten gekürzt. Des Weiteren haben sie die Bedienung etwas einfacher gemacht, wenn aber nicht leichter. Es barf weiterhin taktisches Vorgehen.
Wer den ersten Teil gespielt hat, erinnert sich vielleicht an die Seilbahnen, wo man im richtigen Moment „wechseln“ musste. Besonders am Anfang bin ich dort zigmal gestorben. So etwas zum Beispiel existiert nicht mehr. Ebenfalls wurde die Fackel mit Leuchtstäben ersetzt. Ergibt im Endeffekt auch Sinn, denn Lara war dieses mal etwas besser auf ein Abenteuer vorbereitet, aber manchmal hat mich die Fackel echt kirre gemacht.

Das Klettern, Hangeln, Balancieren, Laufen oder Springen läuft absolut flüssig. Für viele Rätsel muss man mit bestimmten Gegenständen auf die eine oder andere Art interagieren. Teilweise gibt es wenig bis gar keine Informationen, wie man ein Rätsel lösen kann. So habe ich in einem Grab schon fast eine Stunde verbracht. Was ich durchaus gut finde.

Völlig von Belanglosigkeit fühlt sich die Währung im Spiel an, während der Story sammelt man einfach nicht genug, um sich, bis auf einen Schalldämpfer vielleicht, auch nur irgendwas im Schwarzmarkt kaufen zu können. Zumindest bei einem Casual-Spiel. Man muss wahrscheinlich schon jeden Kartenbereich auf 100% zwingen, um sich etwas Gescheites leisten zu können. Aber vielleicht ist es auch nur dafür gedacht. Aber, um das mal zu erläutern, man findet in einem Grab, oder sonst wo im Spiel, in der Regel 2 Goldmünzen. Meistens sind das pro Abschnitt an die 5 Verstecke. Im ganzen Spiel dürften etliche verteilt sein, aber es bedarf schon sehr viel Zeit, diese zu finden. Ein wenig mehr Auswahl im Schwarzmarkt hätte das Problem auch behoben.





Schon Tomb Raider wurde für Detailtiefe und atmosphärische Grafiken und Visualisierung gelobt. Die drei Jahre, die nun der neue Teil brauchte bis zum Release, merkt man dem Spiel an. Alles, was man besser machen konnte, wurde besser gemacht.

Die Welt, von der Wüste bis zu der Tundra und schneebedeckten Landschaften, alles wirkt schön und durchdacht. Man nimmt keinen Blatt vor den Mund und nutzt alle Möglichkeiten, die einem geboten sind. Auch wenn Tomb Raider kein richtiges Open-World Spiel ist, so kann man fast das Gefühl bekommen, wenn man von einem Turm über in die Ferne schaut, oder in der Wüste zu Beginn die Landschaft auskundschaftet. Details, Details, Details so weit das virtuelle Auge blicken kann. Texturen wirken durchgehend scharf, Partikel, Rauch, Dampf, Feuer und alles, was man entdecken kann, wirkt realistisch inszeniert und die Engine leistet ihren Teil. Tatsächlich kann man im gesamten Spielverlauf auch keine Grafikausbrüche feststellen, nachladende Texturen oder Bäume, dessen Textur nur halbherzig hin platziert worden ist.

Gesichter profitieren dementsprechend auch. Die abertausenden Polygone geben ein realistisches Bild eines Menschen wieder, flüssige Bewegungen und die Gesichter strahlen die Emotionen nur so aus. Auch dank des CGI, welches für die Köpfe genutzt wurde. Wunden und Blut, Schüsse und Explosionen und verbrannte Menschen sind stets liebevoll designt. Sie schaffen es auch, Wassertexturen sowohl über dem Gewässer als auch beim Tauchen, realistisch und schön darzustellen.
Aber besonders die Visualisierung von Schnee und Fußspuren oder auch das Stapfen durch Matsch ist mehr als beeindruckend gelungen.

Das grafische Setting ist rundum gelungen. Die Atmosphäre hätte man nicht besser in Szene setzen können und kein Teil der Welt wirkt langweilig oder lieblos gestaltet. Crystal Dynamics hat erneut bewiesen, dass sie viel Herz für Details haben und dem Spieler eine abwechslungsreiche und spielanpassende Atmosphäre schaffen wollen.

Sound
Und wo wir gerade beim Schnee waren, so ist die Vertonung vom Laufen im Schnee außerordentlich gut gelungen. Die Geräusche von diesem Knatschen, auf Erde, die Umgebung oder auch die Stimmen, alles wirkt perfekt inszeniert und abgestimmt.

Vor allem will ich hier die deutsche Synchronisation loben. Es wurde akribisch darauf geachtet, dass die Lippensynchronisation stets stimmt, die Lautstärke im Verhältnis zur Entfernung, Umgebung und Musik passt und auch die Emotionen und Gefühle realistisch dem Spieler überbracht werden. Man bekommt nicht das Gefühl, jemand würde hier lieblos den Text ablesen oder Situationen und Emotionen falsch interpretieren. Ok, bis auf einmal, da war es ganz kurz asynchron, ansonsten wäre mir nicht bekannt, dass irgendetwas unstimmig war. Zugeben, hier sind Profis am Werk. Lara wird im neuen Teil zum Beispiel von Jennifer Lawrences Synchronstimme gesprochen. Passt perfekt!

Positiv aufgefallen ist mir auch die dynamische Missionsmusik, welche sich von Ort zu Level beliebig änderte. Entsprechend inmitten einer Mission gibt es einen flüssigen Schnitt zu einer hektischeren und stimmungsvolleren Musik. So oder so ist der Soundtrack vom neuen Tomb Raider eine Ohrenweide. Dem Spieler werden genau die richtigen Emotionen über die Musik übermittelt.




Das vernichtende und alles entscheidende Fazit. Rise of the Tomb Raider will einige Fehler vom Vorgänger wiedergutmachen und gleichzeitig neue Komponente integrieren und dabei die Geschichte von Lara interessant und spannend weitererzählen. Wir machen keinen Hehl daraus, Crystal Dynamics ist das mehr als gelungen. Tomb Raiders Reboot findet vorerst seinen Höhepunkt in diesem Titel. Wenn nicht sogar, dann ist Rise of the Tomb Raider der Höhepunkt der gesamten Reihe.

  • Charaktere, welche vorher noch zu wenig Tiefgang und Persönlichkeit hatten, werden für den Spieler interessanter und bekommen ihre eigenen Sidestorys.
  • Die Story fesselt, bietet viele Überraschung und hält die Erwartungen hoch, ohne zu enttäuschen.
  • Gräber sind interessanter, vielzähliger und bieten eigene kleine Hintergrundgeschichten. Ebenso ist die Belohnung für den Spieler interessanter. Die Rätsel können teilweise schwer zu lösen sein.
  • Das Kampf- und Fähigkeitensystem wurde erweitert und verbessert. Mehr Individualisierung und Anpassung ist nun möglich.
  • Die Welt wirkt noch belebter, man kann mit anderen Menschen interagieren, sie reagieren auf dein Handeln.
  • Verbesserte KI, gutes Combat-Verhalten mit taktischen Ansprüchen. Zum Beispiel umkreisen sie dich und geben dir keinen Ausweg, außer den Kampf oder den Tod.
  • Viel mehr Waffen.
  • Viel mehr Adventure.
  • Großartige Grafik und passende Atmosphäre.
  • Saubere Animationen der Figuren.
  • Sounddesign ist gelungen, dynamische Musik gibt den Missionen die extra Portion Spannung und Emotionen.
  • CoOp-Modus.
  • Extra-Missionen für jeden Spielertypen, Endurance Modus und eine Story, die Hintergründe zu Lara, ihrem Vater, ihrer Mutter und der Familie aufdecken. Unbedingt spielen!
-
  • Währung wirkt teilweise sinnlos.
  • Manchmal hakt es noch in der Steuerung, kommt selten vor.
  • Manchmal ist die KI "zu schlau" und sieht dich an unmöglichen Stellen. Trat sehr selten auf.

Tomb Raider hat sich weiterentwickelt, man merkt den Entwicklern an, dass sie noch eine Schippe oben draufsetzen wollten. Dabei verlieren sie den roten Faden der Geschichte nicht und erzählen diese von Lara auf gewohnten Tiefgang weiter. Ein Ende scheint nicht in Sicht.

Tomb Raider ist sowohl für neue als auch alte Spieler der Reihe ein wahrer Hingucker. Zwar ist das gesamte Setting wie im vorherigen Teil düster und grausam, bitterer und trauriger, es passt aber mehr zu der gesamten Situation um Lara Croft und ihrer neuen Geschichte. Sie ist nun eine Videospielheldin, die man vor allem für ihr tun und ihren Charakter und der ergreifenden Story im Kopf behalten wird, nicht wegen dem Po und den unnatürlich großen Brüsten, wie früher. Crystal Dynamics hat den Umbruch geschafft.
Aber nicht nur das, auch als ganzes gesehen bietet The Rise of Tomb Raider eine einzigartige Spielererfahrung und ein vielschichtiges Kampf- und Survivalerlebnis gepaart mit Action und Story. Es übertrifft bei weitem viele andere Spiele. Wer also auf Rätsel, Erkundung, Spannung, Action, Mythen, Shooter und vor allem keine Langweile steht, für den ist die neue Tomb Raider Reihe nur ans Herz zu legen.
Für 25€ (Steam Sale) bekommt ihr mindestens 15 bis 20 Stunden Story und noch mal mindestens das Doppelte an Erkundung, CoOp und anderen Rangspielen sowie den Endurancemodus.

Deshalb erhält Rise of the Tomb Raider auch die stolze Wertung:

9 von 10
Punkten



Rise of the Tomb Raider




Max151515I is online now  
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Awesome review, I think I'll be playing this game soon.


KronaFlyff is offline  
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Krasses Review!
Man merkt das du dir viel Zeit genommen hast.
VeriuzArtz is offline  
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Also wer soviel schreibt und Energie reinsteckt hat es verdient groß raus zukommen


Toka Kirishima is offline  
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Originally Posted by Toka Kirishima View Post
Also wer soviel schreibt und Energie reinsteckt hat es verdient groß raus zukommen
Vielen dank für das großartige Feedback
Max151515I is online now  
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Originally Posted by Max151515I View Post
Vielen dank für das großartige Feedback
Sehr sehr gerne, ist wirklich die Wahrheit .

Ich werde mein bestes in 4 Monaten versuchen


Toka Kirishima is offline  
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Tags
lara croft, review, rise of the tomb raider, trinitz



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